Ich bin manchmal ungeduldig, schüchtern, oft nachdenklich, musikliebend, Leseratte, Kinofan, leidenschaftliche Nichtraucherin, Fahrradfahrerin, Frierkatze, ein Organisationstalent
Früher dachte ich dass die Menschen Masken aufhaben und nur für mich das Leben spielen.
Heute weiß ich dass jeder sein eigenes Leben lebt, egal ob mit oder ohne Masken.
Dieses Land braucht mehr Helden, positive Idole, eine am menschen orientierte Politik, die das Leben schön und lebenswert macht; mehr Leute, die mal wieder demonstrieren gehen.
Dieses Land braucht nicht noch mehr Besserwisser, Klugscheißer und Experten, die alles analysieren und nix ändert sich; noch mehr dumme Politiker, die vom wahren Leben keine Ahnung haben.
Das Gute am Erwachsenwerden ist manche Träume kann man sich erfüllen und manchmal den eigenen Kopf durchsetzen.
Das Schlechte am Erwachsenwerden ist jeder muss allein dadurch, wenn auch mit ein wenig Unterstützung; Entscheidungen sind schwierig, haben sowas endgültiges; kindisch sein darf man nicht mehr.

Gästebuch
Hey, bin in einer ganz ähnlichen Situation wie du..nur noch ein früheres Stadium. Meine Freundin gibt nicht zu, dass sie Essstörungen hat, aber die Anzeichen häufen sich. Bei ihr hängt es eher mit einem Leistungsdruck zusammen, den sie von ihrer Familie erfährt. Sie ernährt sich auch nur noch von Kaffee bzw. Cola light, ist andauernd müde und erfindet immer neue Ausreden warum sie nichts isst. Sie muss in eine Therapie, nur glaub ich kaum, dass ich sie dazu überreden kann. Naja, weiß gar nicht ob dich das jetzt interessiert...nur schön zu wissen dass man mit der Situation nicht allein ist. Konnte mich sehr mit deinem Gefühl von Hilflosigkeit identifizieren. Ich wünsch dir und deiner Freundin alles Gute!
02.12.2006, 19:28 von mekihallo vendla..ich habe deinen bericht über magersucht+bulemie gelesen... es ist gut, soetwas anzusprechen es wird viel zu oft tabuisiert. oder unter den tisch gekehrt, da schlank-sein in unserer gesellschaft beinahe selbstverständlich ist .... am 13. november war der erste todestag eines meiner besten freunde..er ist an eben dieser krankheit und ihren folgen gestorben. er hatte einen erfolgreichen klinikaufenthalt hintersich, war auf gutem wege zum normalgewicht..dann hat sein herz aufgehört zu schlagen durch die jahrelange tortur.. er sagte einmal zu mir: wenn du es hast..bleibt es in dir sitzen. wie eine hinterhältige infektion, die jederzeit ausbrechen kann, auch wenn du geheilt bist. seiddem ist nichts mehr wie es war- meine wahrnehmung hat sich verändert..ich achte selbst darauf, dass wie dünn jemand ist oder ob er isst und was er isst. es ist sehr schwer zu fassen für mich, dass er nun seid einem jahr fort ist. er ist praktisch verschwunden. ich wollte schon länger etwas darüber schreiben - aber es ist eben nicht fassbar. ich wünsche dir kraft und auch mut, dich damit zu befassen. gruß, tia
22.11.2006, 12:03 von Tiarahej. ich hab deinen artikel gelesen. mir geht es mit meiner freundin genauso. vll möchtest du mir ja mal schreiben.. lg mes
15.11.2006, 18:52 von mesmerizing