Soundtrack meines Lebens

  • 1. Feeder - Forget About Tomorrow

    März/April 2003. 'Comfort In Sound'. Diese Tage ohne diese wundervolle Platte - Undenkbar. Binnen zwei Wochen versterben beide Großeltern, dazu ein alter Jugendfreund an Krebsleiden. /Suffer the breaks/ I know that you may take a while/ come back around/ Frische, aber klare Frühlingsabende. Stunden über Stunden auf uns'rem kleinen Balkon. Prüfungen liegen vor mir, sind doch so weit weg. Beziehungschaos. Gefühlsachterbahn. Unzählige Gedanken. Und immer wieder dieser Song. Es muss weitergehen, irgendwie. /Today it all feels fine/ a sense of freedom fills your mind...

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  • 2. Randy - Karl Marx & History

    Randy kommen aus Schweden und haben den heute so beliebten Lo-Fi/Retro-Rock 'n' Roll schon ein Jährchen vor den Hives gespielt. Wurden trotz unglaublich guter Songs aber leider nie beachtet... Neben der Tatsache, dass dieser Song in den letzten Jahren so einige Feten zu retten vermochte, und nach wie vor konstant viele Beinchen zum wippen bringt, verbinde ich 'Karl Marx & History' auch ein Stückweit mit meiner Studi-Stadt Trier. Sitzt, wacklelt und macht Laune :-)

  • 3. Jimmy Eat World - Work

    Wer kennt das nicht: aus einem harmlosen Flirt entsteht auf einmal eine Art 'Gefühl', das sich nicht so recht einordnen lassen will. Mag man den Anderen 'nur', oder ist es - ja könnte es mehr werden? Rational gesehen stehen die Vorzeichen nicht günstig. Doch wer guckt in besagter Situation schon durch diese Brille? Ein, zwei Wochen vielleicht. Dann blockiert eine große Entfernung. Augen zu und durch? / All I can say - I shouldn't say / / can we take a ride? / / get out of this place / / while we still have time / Ein Text wie maßgeschneidert. Darf das? Kann das wirklich? / the things we think might be the same / / and I won't fight for more / ... / can't say I was never wrong / / but some blame rests on you / Die dürfen. Denn Jimmy Eat World sprechen aus der Seele.

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  • 4. NOFX - Bob

    Hach, was waren wir jung. Wie ein Film seh' ich's vor den Augen ablaufen. Immer wieder gerne. Das unbekümmerte Leben,welches sich ausschließlich um Freunde, Partys und - wie sollte es anders sein - um die ersten 'Liebeleien' drehte. Ein (eigentlich viel zu großes) Punkrock-Shirt übergestreift, nach fünf Bierchen stramm gewesen, und die ganze Nacht mit den besten Kumpels unter freiem Himmel abgehangen. Ohne Disco oder Bar. Dafür mit NOFX. / To all my friends: I feel just fine / / but will [we] ever walk the line? /

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  • 5. Blink 182 - What's My Age Again?

    Wie hat Mark Hoppus damals beim Bizarre 2000 so schön gesagt? 'So shut up guys! 'Cause this next guitarpart is so fuckin' hard to play' Unverkennbar der Songbeginn, der mich auch nach Jahren immer noch zum Zappeln bringt. Eines der, wenn nicht *das* Party-Lied der letzten Jahre. Zudem - und darüber muss ich immer wieder schmunzeln - pflegten wir in besagtem Zeitraum konstant das Fallenlassen der Jeans, gefolgt einem eleganten 'Boxershort-Swing', wenn dieser Song irgendwo ertönte. Eines der wenigen Rituale, die ich in meinem Leben (mit)gepflegt habe. Who cares?

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  • 6. Ben Folds - Still Fighting It

    Nicht nur ein wunderschöner, sondern auch ein sehr universeller Song des Herrn Folds. Zu gewissen Anlässen, beim abendlichen Sinnieren, oder einfach nur zum 12-Uhr-Frühstück ;) Für mich steht das Lied für das Leben an sich. Wer weiß schon, wann man wo und warum was erleben wird. Was steht noch bevor? Ob Du wohl jemals wiederkehrt, wenn Du erst mal 'weg' bist? Wohin es Dich verschlägt? Fest steht, die Zeit bleibt nicht stehen. Und zieht uns Alle mit. Auch wenn wir uns dagegen wehren... / Everybody knows / / it sucks to grow up / / but everybody does / ... / The years go on and on / / and we're still fighting it/

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  • 7. Kettcar - Balkon Gegenüber

    Januar. Wieder mal Sonntag. Langeweile. Katerstimmung. Zum ersten Mal 'Du und wieviel von deinen Freunden' im Player. Toll, toll, und nochmal toll. September. Der heiße Sommer geht. Die Lieblingssongs wechseln wie das Wetter. Aber Kettcar bleiben. Das ganze Jahr. Und viel länger... April 2005. Saarbrücken, Garage. Kettcar sind wieder da. Und viel, viel mehr Leute, als mir lieb ist. Gute, aber leider keine intime Atmosphäre. Dann dieser Song, verdammt. Und da war sie wieder, die Gänsehaut am Unterarm, die mich so an die letzten Jahre erinnert... / Und viel Glück heut' Nacht / / Und viel Glück demnächst / / Wenn Du weitermachst / / oder untergehst / Ein Song, ein Textauszug, ein Manifest.. Das hier kommt von ganz tief drinnen. Für die Ewigkeit? Es sieht ganz danach aus. Kettcar - eine Band, die man auf keinen Fall verpassen darf.

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  • 8. Nada Surf - Blizzard Of 77

    Mit Nada Surf verbinde ich in erster Linie die zum damaligen Zeitpunkt neu entdeckte Liebe für Popmusik. Ein Freund schleppt mich an einem der sonnigsten Southside-Tage überhaupt mit zum 2nd Stage Tent, wo Nada Surf am Nachmittag aufspielen. "Ähm, sind das nicht die mit 'Popular'?" war meine erste Frage. "Ja, aber hör dir's mal an", wurde mir entgegnet. Ohne allzu große Erwartungen fand ich mich inmitten einer Menge Leute wieder, die von der Band im Nu um den Finger gewickelt werden. Ohne viel Schnickschnack lassen Nada Surf allein die Songs sprechen, und die ziehen mich in ihren Bann. Nie wieder gesehen, seitdem. Aber verliebt. In 'Let Go'. Und diesen tollen Opener.

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  • 9. The Weakerthans - Aside

    Was bedeutet 'Leben' an sich? Ist es wirklich der tägliche Trott, von Termin zu Termin zu hetzen, wie viele Menschen es zu tun pflegen? Geht es tatsächlich darum, Karriere zu machen - koste es, was es wolle? Faule 'Studis' wie ich jobben während der Woche, regeln den Unikram auf einer Arschbacke so zwischendurch, und arbeiten dabei stetig daraufhin, die nächste Fete auf keinen Fall zu verpassen. / Rely a bit too heavily / / On alcohol and irony / Auch dieser Lebenswandel wird auf Dauer nicht erfüllend sein, wenn ich recht überlege... / And I'm leaning on this broken fence / / Between past and present tense / John K. Samson singt viel über das Leben und die Menschen. Auch er hat keine endgültiges Rezept parat, was 'Leben' denn nun bedeutet. Aber in den Songs der Weakerthans schildert er seine Eindrücke in vielen ehrlichen, bewegenden Bildern. Ein ständiges Auf und Ab. Ein Geben und Nehmen. Auch Rückschläge gehören dazu. / And I'm losing all those stupid games / / That I swore I'd never play / / But it almost feels okay / Genau das ist der Punkt, wie ich finde: Man kann die Frage nach dem 'Sinn des Lebens' nicht pauschalisierend beantworten. Das Leben ist so lange okay, wie man selbst glücklich ist. In seiner eigenen Welt. Und nur das zählt. Danke für diesen tollen Song.

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  • 10. Beatsteaks - To Be Strong

    Wenn es eine deutsche Band gibt, die in meinen Augen nicht langweilig wird, und das seit mittlerweile weit über fünf Jahren, dann sind es die Jungs aus Berlin. Mittlerweile habe ich die Band genau 19 mal live gesehen, und freu' mich immer wieder darauf. Allein deswegen dürfen die Beatsteaks im 'Soundtrack meines Lebens' nicht fehlen. Schon im Sommer 1999 war mir klar, dass sich Hymnen wie 'Shiny Shoes' oder 'Shut Up, Stand Up' nicht beliebig wiederholen lassen. Die werden mal ganz groß... Und richtig: Fünf Jahre später glückt mit Platte Nummer vier der entgültige Durchbruch. 'Hand in Hand' entert die Discotheken dieses Landes, und tummelt sich zwischen Blackbeat, House und Kirmes-Dancefloor. Seltsam, doch ich gönne es ihnen. 'To Be Strong' ist *die* Beatsteaks-Hymne schlechthin, die mich an unglaublich schöne Konzerterlebnisse, sommerliche Festival-Abende, und ausgelassene Feten erinnert. Zweifelsohne eins ihrer besten Lieder, welches im übrigen bislang kein einziges Mal aus der Setlist gestrichen wurde.

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1 Antworten

Kommentare

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    Ich habe noch nie so einen guten Soundtrack des Lebens gelesen. Und dabei stelle ich ihn mir genau SO vor!!! Sau gut erzählt und um so besser kann ich die einzelnen Momente sehr gut nachempfinden. Dafür müsstest du drei Herzen bekommen! =)

    21.03.2012, 23:57 von Kiwanuschka
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