Soundtrack meines Lebens

  • 1. Die Ärzte - Nie Gesagt

    Dieser Song hat mein gesamtes Leben verändert. Er hat mich zum Ärzte-Fan gemacht. Ich schwamm gerade regelrecht in furchtbaren Liebeskummer. Die erste scheinbar große Liebe macht nach kurzer Zeit Schluss und eine Welt bricht zusammen. Der gemeinsame Freundeskreis macht es nicht leichter. Auf einer Fahrt ins Kino wird im Auto das Album "13" gehört und eigentlich ist das ja gar nicht mal so schlecht. Doch als "Nie gesagt" ertönt verändert sich alles. Eigentlich der passende Moment um allen vorzuheulen, wie scheiße es einem doch geht, aber die Begeisterung über diesen Song ist größer. Nach und nach erweitere ich meine karge CD-Sammlung mit Tonträgern von Die Ärzte und jetzt 6 Jahre später ist diese Band mein Lebenselixier :-)

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  • 2. R.E.M. - Man on the Moon

    Eine Zeit, in der es mir dreckig ging und die den vorzeitigen Tiefpunkt meines lebens darstellte... ich hatte vorher noch nie geraucht...warum auch...es stinkt...warum sollte es schmecken. Jetzt war es mir egal. ich besuchte meinen alten Kindergartenfreund Martin bei sich zu hause und er packte seine kleine Wasserpfeife aus, die zu dieser Zeit wahrscheinlich sein Lebenselixier war. Wir rauchten damit also allen Tabak, den wir auftreiben konnten. dazu hörten wir "man on the moon" im Dauerlauf. Wir wiederholten diese kleine Veranstaltung etliche Male, aber irgendwann brach es ab... Wenn ich heute "man on the moon" höre, seh ich immer noch Martin vor mir, der sich eine halbe Stunde lang über die unsichtbaren Staubteilchen in der Luft schräg lacht...schade, dass reiner Tabak nicht solch eine Wirkung hat ;-)

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  • 3. wir sind helden - die zeit heilt alle wunder

    Ich wollte eigentlich nie wirklich auf Festivals gehen, aber es war eine Zeit, wo ich einfach nur meiner Mission nachgehen musste die Ärzte so oft wie möglich live zu sehen. Die Tour neigte sich allmählich dem Ende zu und das Konzert beim Taubertal wird das vorletzte sein. Allmählich machte sich in mir Melancholie breit...aber auch das Bewusstsein darüber, dass ich in den letzten 4 monaten verdammt viel erlebt habe. Es war wie eine Klassenfahrt. man lernt neue Freunde kennen, man verliebt sich (auch wenn es nicht lange hält) und man will nicht, dass es aufhört. Mit meinem damaligen Freund saß ich auf einer kleinen Steigung und schaute mir von dort die Helden an. Ich mag die helden. einige Lieder lieb ich. dass ich bei einem Song fast mit flennen anfange, hätt ich mir nie zugetraut. "die zeit heilt alle wunder" beginnt...ich beobachte die Menschenmasse und lausche den Klängen..."es geht vorbei"...immer bewusster wird mir, dass bald der schönste Sommer meines Lebens zu Ende sein wird...eins, zwei Tränen im Knopfloch...aber jetzt ja nicht anfangen zu weinen... es fiel mir nicht leicht...und auch heute erwische ich mich gerne mal mit einer Träne im Knopfloch, wenn ich dieses Lied höre...

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  • 4. Tanya Stephens - It´s A Pitty

    Moneybrother....meine schwedische Gottheit der Dramatik und Melancholie sollte an diesem Tage in Leipzig spielen und ich sollte dabei sein. Vielmehr wollte ich dabei sein. Hätte ich geahnt, was da noch auf mich zukommt, wäre ich gleich zu Beginn in der hinteresten Ecke des Clubs stehen geblieben, um die Lieder mitzuwinseln. Aber meine Mädels privilegierten die Aussicht aus Reihe 2 und der Gruppenzwang half mir nicht wirklich dabei, mich dagegen zu wehren. Das Konzert begann und ich schwebte irgendwo zwischen Anders´ Lächeln, seinen Augen, seiner Stimme und dem 7. Himmel! Er begann eine Ansage zu einem Coversong von Tanya Stephens...ich hatte ihn nie zuvor davon gehört, wusste nicht was mich erwartet und den Song selbst konnte ich dann auch nicht wirklich genießen, da ich erstmal Moneybrothers Widmung verdauen musste. Mit den Worten "And I dedicate this song to you!" zeigte er auf mich, aber ich war fest davon überzeugt, dass er mich nicht meinte. Warum auch? Ich war eine von vielen...Dann bemerkte ich die Blicke der anderen, Reihe 1 drehte sich um...ich stehe nur starr da und kann meinen Blick nicht von seinem Zeigefinger wenden. Ich hätte zunächst am liebsten das Heulen angefangen. Leute machen so was doch nur bei kleinen, hässlichen, dicken und naiven Mädchen, um denen doch auch mal eine Freude zu bereiten und um ihnen zu zeigen, dass das Leben auch schön sein kann! Na und! Er hat auf mich gezeigt und das ist das Einzige, was zählt...also scheiß drauf auf die Fettzellen!

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