Soundtrack meines Lebens

  • 1. The Rolling Stones - Paint It, Black

    Ich war in der Mittelstufe und unglücklich in das kleine, rotharige Mädchen aus meiner Klasse verliebt. Sie konnte wunderschön Gitarre spielen, mochte "Märchenmond", war ziemlich schlecht in Mathe – und sie schenkte mir eine Kassette mit diesem Lied und tanzte in der Disko dazu – mit langen, wehenden Haaren. Das reichte, um sie für fast zwei Jahre zu meiner absoluten Traumfrau und meiner ersten, großen, mehr oder weniger unglücklich aus der ferne angeschmachteten Liebe zu machen. Frustrierend. "Paint it Black" wurde mein Anti-Frust-Kotz-alles-aus-Song. Laut aufdrehen, Augen zu, lostanzen und alles vergessen. Funktionierte zwar nicht wirklich – tat aber trotzdem gut.

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  • 2. Kleinzeit - Cholerisch

    "Cholerisch" dauert nur eine Minute, geht ab wie Luzzie und wurde von Kleinzeit auf ihren Konzerten immer dann gespielt, wenn eine Seite gerissen war oder irgend was anderes nicht so richtig geklappt hatte. Was im Laufe eines Konzerts öfters mal vorkommen konnte... Als ich für das Fach "Experimentelle Typografie" während des Studiums ein Musikvideo machen wollte, war "Cholerisch" das ideale Lied: Kurz und knackig mit einer guten Bildidee. Bin immer noch sehr zufrieden mit dem Ergebniss. Nur schade, dass die Band sich mittlerweile aufgelöst hat.

  • 3. Psaar - Soon

    Mit "soon" und "are we still the same" von Psaar habe ich Diplom gemacht. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Musik-Videos zu den beiden Titeln waren Teil meiner Diplomarbeit. Ich weiß nicht, wie oft ich diese Songs gehört habe... Allein beim Schneiden der Videos jeden von ihnen jeden Tag x-mal – und das für zwei Monate. Trotzdem höre ich sie immer noch sehr gerne.

  • 4. tori amos - Cornflake Girl

    Dann war da noch Mandy, mit der ich Theater spielte, die im Unterricht strickte, schlief oder lange und heftige philosophische Diskussionen führte. Und die zu diesem Lied immer barfuss tanzte – trotz Glasscherben auf dem Boden... Nach dem Abi war sie fast sofort verschwunden. Ich habe sie seit dem nicht mehr wieder gesehen. Das Letzte, was ich von ihr hörte, war, dass sie mit einer freien Theatergruppe auftrat. Das Lied spielen sie in meiner Lieblingsdisco heute noch jedes mal, wenn ich dort bin. Und wecken so Erinnerungen an eine der interessantesten und beeindruckensten Persönlichkeiten, die ich bisher kennenlernen durfte.

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  • 5. roxette - June Afternoon

    Mitte 2005 war ich mit meinen Arbeitskollegen das erste Juli Wochenende in Berlin – als Ersatz für unsere ins Wasser gefallene Weihnachtsfeier. Stadtrundfahrt per Fahrrad, Live8-Konzert, Kneipentour, Bootsfahrt auf der Spree: Die Videokamera war überall dabei. Kaum wieder zu Hause angekommen, begann ich auch schon das Material für ein kleines Erinnerungsvideo zusammen zu schneiden. Und als es um die Hintergrundmusik ging, fiel mir beim Durchstöbern meiner CDs "June Afternoon" in die Hände: Genau die richtige Länge, genau die der richtige Text - das perfekte Lied für ein perfektes Ausflugswochenende! Seit dem werde ich jedes Mal wenn ich ihn höre wieder nach Berlin versetzt. Sehr schöne Erinnerung.

  • 6. Melissa Etheridge - Like The Way I Do

    Ich kann mich an viele schöne Abende in meiner Lieblingsdisko, dem Solinger Getaway erinnern, aber an keinen, an dem dieses Lied nicht gespielt wurde. Meistens in der meiner Meinung nach schöneren Life-Version. Eines der wenigen Lieder, wo ich sogar den Text mitsingen kann. Ich tanze nicht gerne, aber lange Zeit war "Like the way I do" mein Startlied mich doch auf die Tanzfläche zu bewegen. Und wenn ich nach längerer Abwesenheit mal wieder im "Get" auftauche fühle ich mich spätestens nach diesem Lied wieder wie zu Hause.

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  • 7. Talking Heads - Once In A Lifetime

    Die Talking Heads sind die einzige Band von denen ich eine Live-CD ("Stop Making Sense") sowie das dazu passende Live-Video plus einen Bildband mit Illustrationen zu allen Texten besitze. Die Art und Weise wie David Byrne die Frage "Well - how did I get here?" artikuliert, bzw. "This is not my beautyful wife!" ausruft, ist unnachahmlich. Und wie er sich dabei mit einem extra angefertigten viel zu großen Anzug über die Bühne bewegt - großartige Performance. Eigentlich gehe ich nicht sonderlich gerne auf Konzerte - bei diesem wäre ich gerne dabei gewesen.

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  • 8. Dob Ruskin - The Fox

    Dob Ruskin habe ich während meiner Zivildienstzeit beim ökologischen Dienst im Botanischen Garten Vogelsang entdeckt. Niemand in meinem Bekanntenkreis kannte sie - niemand, außer meinem Vorarbeiter, der sich als absoluter Klangfanatiker entpuppte und mir erklärte, dass die erste Dob Ruskin CD zum klanglich besten gehören würde, was er jemals auf seiner zig-tausend Mark teuren Anlage gehört hätte. Außerdem stellte er sich als einer der konsequentesten Menschen heraus, die ich bisher getroffen habe. Wenn er keine Lust mehr auf etwas hatte, verschenkte er es - oder verkaufte es zum Spottpreis, egal ob es sich um Video-Kassetten oder um seine noch kurz vorher für teures Geld reparierte Musik-Anlage handelte. Als sein Akido-Trainer das Training umstellte, verlies er den Verein - es wurde ihm zu agressiv. Er interessierte sich für die Mechanik von Uhren, also begann er selber eine zu bauen - und zwar komplett! Jedes einzelne Zahnrad wurde handgepfeilt! Ich frage mich, ob er mittlerweile damit fertig geworden ist... Seit dem Ende meines Zivildienstes habe ich ihn nicht mehr gesehen. Schade eigentlich.

  • 9. Freddie Mercury - The Great Pretender

    Freddie Mercury ist der absolute Lieblingssänger meiner Frau und seit meine Tante Ihr das letzte Freddie Mercury Album zum Geburtstag geschenkt hat läuft es bei uns rauf und runter. Seit dem 30.11.07. Und kein Ende in Sicht... Minimum zwei Mal pro Tag. Maximum: Stundenlange Endlosschleife. Ein Glück, das mir Queen ebenfalls sehr gut gefällt. Vor allem: The Great Pretender. Tolles Video, toller Song, toller Sänger. Da passt einfach alles.

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