Soundtrack meines Lebens

  • 1. Die Ärzte - Claudia Hat 'nen Schäferhund

    Mein erster Kontakt zur Musikwelt, die nicht aus den Schlagern und der Volksmusik bestand, die ich als Kind im Hause meiner Eltern im Radio (NDR1) oder bei der ZDF Hitparade hörte. Mein bester Freund hatte von seiner älteren Schwester die Kasette einer Band, die wohl irgendwie wegen der Texte verboten wurde. Als 6 oder 7 jähriger versteht man die Gründe nicht wirklich, aber da es verboten war, war es natürlich gleich interessant. Also lauschten wir gespannt den Texten, die wohl lustig waren, aber die wir teils nur kaum verstanden. Wirklich erinnern kann ich mich nur noch an "Claudia ..." und "Zu Spät." Meine Liebe zu der besten Band der Welt fing hier an, lag aber danach lange Zeit auf Eis, da diese sich kurz bevor mein richtiges Interesse nach Musik begann gerade auflösten, und sich wieder vereinten als ich musikalisch schon ein wenig entwickelt hatte.

  • 2. Roxette - Keep Me Waiting

    raus aus der Grundschule, rein in die Orientierungsstufe. Neue Lehrer, neue Freunde, neues Leben, ... neue Musik. Mit den ersten Bravo-Zeitschriften entfachte auch das Interesse an Musik immer mehr. Damals in den ausklingenden 80er Jahren waren Roxette neu, stürmten die Charts und legten wohl auch den Grundstein für meinen Musikgeschmack, der sich zwar weiterentwickelt hat, aber in Tendenzen immer noch da ist. Sollte mir vielleicht peinlich sein, ist es aber nicht! :-) Das Album Look Sharp, war der erste Kassette (!) die ich mir gekauft habe. Auf einer Shoppingtour mit einem Kumpel in der nahegelegenen Großstadt Cloppenburg. Ab diesem Tag wurden die Touren in die Stadt ein fester Bestandteil meines Lebens und alles verfügbare Taschengeld wurde in den Erwerb von Tonträgern investiert. Keep me waiting ist zwar nicht von dem Album Look Sharp, aber mein absolutes Favourite, weil es mich an meinen Schüleraustausch nach Frankreich erinnert und ich das Intro selbst heute noch auf der Gitarre spielen kann.

  • 3. Def Leppard - Stagefright

    Realschule ... wieder neue Lehrer, neue Freunde, neues Leben, ... und auch wieder neue Musik. Wovon wohl fast jeder rockambitionierte pubertierende Teenager träumt ist Musiker zu werden ... ergo Band gründen. Der erste Auftritt war auf einem Bandcontest. Gespielt wurde ein Def Leppard Cover: "Armageddon it". Im laufe der Zeit bekamen wir schon ein kleines Set zusammen, mit dem man ein bis zwei Stunden spielen konnte. Von AC/DC über Guns 'n Roses, Iron Maiden, Metallica bis Warlock und ein paar eigene Stücke. Mein Lieblingsauftritt war in einer kleinen Dorfkneipe, in der sich ein paar Altrocker auf eine Jam-Session getroffen haben. Wir wollten eigentlich nur zuschauen, aber als diese gerade eine Pause gemacht hatten und sich in Richtung Theke begaben, setzten wir uns an die Instrumente und fingen an zu spielen. Es wurden keine festen Stücke gespielt, die Instrumente wurden zwischendurch gewechselt und auch die Besetzung aus uns Teenagern und den "erfahreneren" Musikern wurde vermischt. Das Publikum war zwar klein (vll. 30 bis 40 Leute) aber voll dabei und absolut Rock! Bei dem Def Leppard Song "Stagefright" muss ich immer wieder an die Zeit denken wo wir mit Lampenfieber auf unseren Auftritt gewartet haben. Das waren sehr intensive Momente in meinem Leben, denen ich schon ein bisschen melancholisch nachtrauere. Die Band trennte sich wie so oft aus den bekannten Staralüren, in denen es darum ging, wer welche Position in der Band bekleidete. Mit den meisten bin ich heute immer noch sehr gut befreundet.

  • 4. Nirvana - Come As You Are

    Alternative / Punk / Rock / Metal / Gothic Kneipe in der Nähe von Oldenburg. Wochenende und feiern - mit 14/15 Jahren die jüngsten vor Ort. Aber keinen Bock auf die normalen Diskotheken, Schützenfeste und Parties auf denen unsere Klassenkameraden zu finden waren und bei denen die 90er Jahre Dancefloor-Scheisse überall rauf und runter lief. In dieser der Zeit entwickelte sich mein Musikgeschmack von Rock und Metal zu Grunge und Punk. Green Day, Nirvana, Offspring, Rage against the Machine und Therapy waren meine neuen Helden. Agressiver, politischer, rebellischer ...

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  • 5. Dr. Motte & Westbam - Sunshine

    Die Musik der 90er entwickelte sich weg von Dance Floor und hin zu Techno mit seinen vielen Unterkategorien Acid, Ambient, Breakbeatz, Drum n Bass, Electronic, Gabba, Goa, Hardcore, House, Jungle, Rave, Schranz, Trance, 2Step, ... Eigentlich das komplette Gegenteil meiner musikalischen Überzeugung, Massenware statt Handarbeit, Digital statt Analog, Steril statt Verzerrt, DJ statt Live Band, Monotoner Rhytmus statt Soli und Gesang, ... aber absolut Tanzbar. Da die Clique, die sich duch äußere Einflüsse inzwischen in Richtung Techno-Anhänger entwickelte, sich spontan entschied zur Loveparade zu fahren, konnte ich mich durch die Basisdemokratie (oder Herdentrieb, Gruppenzwang, whatever) nicht wehren und kam mit. Ein Wahnsinns Erlebnis. Über eine halbe Millionen Leute feierten absolut friedlich im Berliner Tiergarten. (Bei uns auf dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gibt es selbst bei einem Schützenfest mit 500 Besuchern mindestens 3 Schlägereien.) Mit Hin- und Rückfahrt, Parade und anschließendem Clubbing: 36 Stunden wach, 36 Stunden feiern, 36 Stunden Sommer, 36 Stunden Techno, 36 Stunden ein anderer Mensch ... Die Hymne der Loveparade 97, erinnert mich zurück an diese Über-Parties, die wir danch bis 2001 regelmäßig besuchten. 363 Tage im Jahr Rock und ein Wochenende Techno.

  • 6. Die Schröders - Blues

    Das Ende meiner ersten großen Beziehung (4 Jahre). Hatte meine Ausbildung gerade abgeschlossen. Ich wollte weiter zur Schule, mein Abi nachholen, studieren, halt noch ein wenig "leben" ... Sie wollte heiraten, ein Haus, ein Kind, einen Kombi. (Keine zwei Jahre später hatte sie alles das, nur halt mit jemand anderem) ... Gab ein sehr böses Ende, an dem ich recht lange zu knabbern hatte. Das Lied der Schröders steht stellvertretend für alle Lieder die einen bei Liebeskummer noch weiter runterziehen. Eine Auswahl meiner Favourites: Die Ärzte - Nichts in der Welt (Ein Meisterwerk) Coldplay - Trouble Counting Crows - Colorblind Thomas D. - Solo Travis - Why does it always Rain on me?

  • 7. Die Ärzte - Nie Wieder Krieg, Nie Mehr Las Vegas

    Sommerzeit - Festivalzeit. Hard Pop Days, Hannover. Line Up: Die Fantastischen Vier, Bloodhound Gang, Bad Religion, Fünf Sterne Deluxe, ... und Headliner: DIE ÄRZTE ... AUS BERLIN. Das erste Mal, dass ich die Ärzte live gesehen habe. Ich kannte die Musik schon so lange, und fand sie auch schon immer gut, hatte alle Alben, aber seit diesem Konzert war ich addicted. Die Ärzte spielten weit über 2 Stunden. Es kam alles von den alten Klassikern bis zu den neuen Stücken. Auf der Bühne wurden die ärztetypischen Jokes gemacht, Riesen Gwendoline Puppen, mit dem Minimotorrad auf der Bühne rumfahren, ... und in der Menge eine Stimmung ... unbeschreiblich. Und dann kam "Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas". Pogen, Moschen und ... mein erstes Mal CROWDSURFEN. Unvergesslich.

  • 8. Die Fantastischen Vier - Tag Am Meer

    Das Lied meiner Studienzeit. 5 Jahre an der Fachhochschule Wilhelmshaven studiert und die meiste Zeit auch dort im Studentenwohnheim gewohnt. Wilhelmshaven ist bei weitem nicht die schönste Stadt (inoffizieller Kosename: Schlicktown), aber man kann sie lieben lernen. Alleine die Nähe zum Meer ist genial. Ich bin kurz vor Ende meines Studiums nach Oldenburg gezogen, denke aber bei dem Lied immer noch gerne wieder zurück an diejenigen, die ich dort kennen gelernt habe, die Partys und die Tage am Meer ...

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