Soundtrack meines Lebens

  • 1. Air - All I Need

    Dieser Song ist der einzige Song, der meinem inneren Rhythmus entspricht. Ich weiß nicht, seit wann ich ihn kenne. Ich weiß nur, dass ich ihn unwillkürlich summen muss, wenn ich dieses Gefühl bekomme. Bei Sonnenuntergängen. Windrädern. Am Meer. Auf dem Bahnhof zwischen den vielen Leuten. Freunde von mir nennen diese Musik "Sexmusik", ich denke, sie ist besser als Sex. Aber vielleicht kann man sie auch dabei summen- allerdings nur, wenn der Sex es wert ist. Dieser Song nimmt mich gefangen und verwandelt mich. Ich liebe ihn.

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  • 2. Aerosmith - I Don't Want To Miss A Thing

    Er hatte Geburtstag und ich war der einzige Gast..Unsere Beziehung war einen Monat alt; wir hatten uns auf einem Jahrmarkt kennengelernt. Ich kam mit einer Kuschelrock als Geschenk an und er legte sie sofort ein. Wir hatten noch nicht einmal den Kuchen gegessen, den seine Mutter gebacken hatte, als wir auf dem Sofa in seinem Zimmer lagen und mein Geschenk hörten: Aerosmith. Wir küssten uns, es war das erste Mal, dass ich überhaupt einen Jungen küsste. Er trug mich auf Händen ins Wohnzimmer und als seine Freunde später kamen, musste ich den Knutschfleck auf meinem Hals verstecken. Er hat mich zwei Monate später betrogen- ich trennte mich. Er hat mir noch zwei Jahre lang Briefe geschrieben- parfumiert und mit gemalten Herzen.

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  • 3. Nirvana - Come As You Are

    Ich fuhr gerade mit meiner besten Freundin und meinen Eltern in den Winterurlaub. Ihr Bruder- einige Jahre älter- stiftete die ReiseCDs dazu und weil wir ihn bewunderten, bewunderten wir auch seine Musik. Smashing Pumpkins. REM. Pearl Jam. Placebo. Allen voran: Nirvana. Wir hörten die acht stunden autofahrt nur come as you are und es wurde sowas wie unsere hymne. Die hymne, die uns zu grungern machte. Zu schwarzangezogenen Trinkern und Rauchern. Zu headbangenden Girlies. Zu einem Teil einer Jungendbewegung. Zu Bandgründern. Zu Regionalrockerinnen. Zu "Jemandem". Alles nacheinander, aber konsequent fortschreitend. Und unglaublich cool.

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  • 4. Rage against the machine - Killing In The Name Of

    Als ich vor 4 jahren begann, erwachsen zu werden, tat ich das vornehmlich an wochenenden unterwegs mit freunden, mit einem joint in der hand, meinem freund an den lippen, musik im ohr und vor allem in den beinen. wir fuhren von see zu see, übernachteten in abgewrackten gartenhäusern, feierten feste und fuhren zum "tanz" in das mekka der skurilität, einem alten saal auf einem dorf. dort bestand die lichtanlage aus einem scheinwerfer, der auf einer leiter hing, die tanzfläche war gesäumt von altmodischen holztischen mit wachstischdecken und der dj war dick, aber wurde angebetet. das publikum bestand aus punks, gothics, skins, psychos, bauernsöhnen auf der balz, drogenopfern, außenseitern- wir liebten uns und unsere freiheit, alles tun zu können, weil hier alle anders waren- es war egal, wie du aussahst oder dich bewegtest- und bei killing in the name of sprangen alle auf und schüttelten ihre mähnen, als würden sie dadurch erlösung erfahren. ich habe seitdem keine vergleichbar belebenden nächte erlebt.

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  • 5. Carpark North - Human

    Dieser Song kam zur richtigen Zeit. Ich bin dabei, Abschied zu nehmen von hier. Abschied von meinen Freunden. Abschied von meinem Leben, das so 18 Jahre gedauert hat. Abschied von meinem Leben mit meiner Band- die Band, mit der ich erwachsen geworden bin. Seit sechs Jahren hat sich alles nur um sie gedreht- jeder Groschen ging für equipment drauf, für Spritgeld, für Aufnahmen und jede freie Minute wurde geprobt, gefeiert, gespielt. Meine Eltern meinten irgendwann, sie werden vegessen, wie ich aussehe, wenn das so weitergeht. Doch nun läuft meine Spielzeit aus: zwei von uns studieren weit weg, einer verpflichtet sich beim Bund für ewig, ich gehe nach Italien. Es ist aus. Zu unserem Abschiedskonzert am 27.Mai 2006 spielen wir unsere "Hits" und ein paar Cover. Human wird dabei sein, Human MUSS dabei sein. Ich will mit einem Knall gehen, ich will, dass dieser Song mein Abschiedssong wird: Is this human? Did you noticed? Dieser Abschied ist nicht "human", er ist die schlimmste Trennung, die ich jemals durchleben musste, weil sie mir einen Teil von mir wegnimmt. Ich höre Human zur Zeit an die 50mal pro Tag- er meißelt sich ein in meinem Gedächtnis als der Song, der das Gehen musikalisch unterlegt, es irgendwie erträglicher macht. Stelle mir vor, wie ich diesen Song ins Mikro brülle und das letzte Mal mit meinen Leuten das Publikum rocke. Dieses Lied hat mir meine letzte Zeit hier versüßt, hat mich begleitet, nun wird er mir auch an diesem Tag, bei diesem Auftritt helfen. Ich weiß schon, dass ich ihn danach wohl kaum noch hören werde. Hören KANN, denn dieser Song ist Abschied, kraftvoller Abschied, MEIN Abschied. Verdammt, das ist nicht fair.

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  • 6. Jamiroquai - Love Foolosophy

    ich weiß nicht, wie ich das überhaupt geschafft habe. nun verkaufe ich seit eineinhalb jahren meine rockerseele an den teufel, der auf den namen "live-house" hört-und habe es noch nicht einmal gemerkt, dass da was nicht stimmte! vor einiger zeit spielten wir bei einer bigbandnight und waren- als einzige nicht-bigband an dem abend- reichlich fehlbesetzt. in der ersten reihe saß ein gutaussehender typ, der sozusagen "rockig" gekleidet war, und ich stand auf der bühne: mit fast nichts an mir, mit schweiß, der über mein gesicht lief, mit liedern, in der kehle, die ich mir wohl freiwillig nie auf CD anhören geschweigedenn dazu tanzen würde. ich sang gerade "love foolosophy" und dieses lied erschien mir plötzlich wie ein anzeiger, wie falsch ich hier war. Ich dachte an den Typ untern im Publikum, der dachte: Ah ja, die mag also house. Und in meinem inneren Auge sah ich mich zurückschreien: "Nein nein! Ich bin doch ganz anders!" normalerweise sang diesen song unser (an dem tag abwesende) sänger, nun stand ich da und wollte aufspringen und rufen: "`tschuldigung, diese band ist nett, aber ich verschwende meine zeit hier! ich gehe jetzt!" während ich dieses lied sang, fiel es mir wie schuppen von den augen: diese welt hier war mir zu verglittert, zu gut gelaunt, zu oberflächlich und..ja, autritte halbnackt zu spielen ist nicht jedermanns sache..ich sang dieses lied und seitdem ist es, als sei ich "erleuchtet" oder so und jamiroquai fungiert als mein verbündeter, der einzige, der davon weiß, weil es sein song war, der mir klar machte, was ich eigentlich tue...jedesmal seit diesem tag, wenn ich die backloops für love foolosophy singe, denke ich nun, dass wir beide türmen sollten aus dieser welt..der jamiroquai und ich gehören da nicht hin- jemand hat uns da falsch verstanden..

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