Soundtrack meines Lebens

  • 1. Sportfreunde Stiller - Ein Kompliment

    Wenn mich früher jemand fragte, was denn mein Lieblingslied sei, war für mich die Sache klar. Ein Kompliment halt, die Schaumkrone der Woge der Begeisterung. "Früher", das war zu Zeiten, als ich noch gar nicht in die Lokale durfte, in denen diese Art von Musik gespielt wurde. Als die guten Sachen in erster Linie aus den Boxen meiner Schwester kamen und wir Abende damit verbrachten, mit Deos als Mikrophon auf ihrem Bett herumzuhüpfen und diesen Song zu grölen. Als die Sommerferien am Schwimmbad und die Abende mit Mario Party uns wie ein halbes Jahr vorkamen und man schon eine leise Ahnung vom Leben bekam. Wäre dieses Lied nicht gewesen, wäre ich heute wahrscheinlich nicht die gleiche. Man kann schon sagen, dass ich den drei Münchner Herren meinen Musikgeschmack verdanke. Als die anderen aus der Schule dann langsam bei Reggae ankamen, Patrice und Freundeskreis toll fanden, waren's für mich immer noch und immer wieder die Sportfreunde Stiller. Gottseidank, kann ich heute sagen. Und so schön, dass man nie darauf verzichten mag.

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  • 2. Editors - The Racing Rats

    Ich kannte ihn zwar schon lang, diesen Song, aber so richtig Wirkung zeigte er das erste mal auf dem Frequency Festival 2009. An diesem saukalten Regentag, an dem das Konzert der Editors sowieso so wahnsinnig gut in's Konzept passte. Es war ein komischer Sommer gewesen, davor. Nicht, dass ich nicht glücklich gewesen wäre, zumindest in großen Teilen davon. Aber irgendwo fehlte die Unbeschwertheit, die zum Beispiel den vorangegangenen Frühling so unvergesslich gemacht hatte. Aber naja, vier mal durch seine Führerscheinprüfung fallen und das seltsame "Ende" dieser einen wunderbaren Freundschaft - einiges hatte da seine Spuren hinterlassen. Aber dann. Dann kam the racing rats. Slow down little one, you can't keep running away. You mustn't go outside yet. It's not your time to play. Und Gänsehaut. Es war einer dieser Slow-Motion-Augenblicke, die manchmal tatsächlich stattfinden. Boah. Und das Lied ging auch daheim nicht mehr aus dem Kopf. Standing at the edge of your town with the skylight in your eyes Reaching out to gods. The sun says it’s goodbyes. Und dann kam eine Art Wendepunkt, mit dem Ende des Sommers. Man therapierte sich mit fünf Maß Bier am Abend und einer Menge Menschen um sich herum, wer hätte gedacht, dass sowas helfen kann. Aber so gut ging's mir schon lange nicht mehr. Urlaub. Vom Urlaub. Man beschloss, die Pechsträhne für beendet zu erklären. Und ja. Das war sie dann auch, wie es scheint. Eine wunderbare Zeit, diese beiden Wochen. Fast ein bisschen so wie der Frühling damals. Unbeschwert. I push my hand up to the sky, shade my eyes from the sun As the dust settles around me - suddenly night time has begun.

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