Soundtrack meines Lebens

  • 1. Deftones - Digital Bath

    die deftones. für mich irgendwie nur bedingt ne gute band. oftmals ist die ganze musik einfach zu ungelenk. mit digital bath jedoch haben sie ein stück geschrieben, welches sich schon allein aufgrund tempi und lärmpegel von ihren restlichen songs abhebt. diese feststellung traf ich als ich genau das gegenteil wollte. ich war mies drauf. ich wollte die deftones wie mann sie kennt. laut. lauter. betäubend. ich wollte damit meine laune in die welt hinaus brüllen. alle sollten an meinem mühsam gepinselten bild der abneigung teil haben. doch es kam anders. mitten unter slipknot, etc. kam digital bath. ich war verwirrt. kann diese band nicht verstehen, dass ich keine experimente, sondern ihre paradestücke hören wollte? der song war demnach schnell übersprungen. doch schon am nächsten tag erinnerte ich mich wieder daran. da war doch dieses komische lied, welches nicht passte... ich fand es relativ schnell in der schier endlosen playliste des winamp. dann die erste richtige hörprobe - der song ist genial. seit dem nehme ich mir vor, mir einen sampler zu brennen mit liedern wie diesem. lieder, die unheimlich chillig sind und nicht in das gewohnte lineup der band passen. wie z.b. auch everything von limp bizkit - aber das ist eine andere geschichte :)

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  • 2. Muse - Uno

    tja. bei diesem liedchen handelt es sich praktisch um mein erstes "hallo" von muse. ich, meines zeichens auf dem highfield festival in erfurt. es ist (wenn ich mich noch recht entsinne) samstag nachmittag und ich liege im sand. kein mensch interessiert sich für die bands, welche um unchristliche uhrzeiten, wie 1400 uhr ihre stücke zum besten geben. nur mich. aber auch nur muse. diese band weckte mich auf. ich steh also langsam auf. drei kleine männchen, welche eine atmosphäre versprühen, als würden sie sich gerade die weltherrschaft erspielen. ich schau sie mir also genauer an und nach wenigen minuten gehöre ich zu dem sehr kleinen kreis von zuhörern direkt vor der bühne. im nachhinein hab ich mir nun sämtliche cds von ihnen gekauft und sie auch noch zwei weitere male live gesehen. immer wieder gut. auch haben sie mich mehr für die bands an festival-nachmittagen sensibilisiert. nun findet man mich kaum beim headliner auf der hauptbühne. nein. oft lieg ich schon um 1100 uhr vormittag unter einem baum und suche nach neuen perlen der musik. (mit dem negativen beigeschmack, dass ich beim headliner dann meist bereits keine muse mehr verspühre, weiter zuzuhören)

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  • 3. dover - Death Rocker

    tja. in anlehnung an muse - uno geht es hier weiter. dover ist neben bs2000 und den hives meine liebste festival-entdeckung. es war wieder ein samstag nachmittag. diesmal 1330 uhr. dover betreten die bühne und schrubben erst mal ihre gitarren fast zu tode um dann anschließend gute musik zu spielen. leider hatten sie als samstag nachmittag band nur etwa 45 min zeit, ihre songs wiederzugeben. in anbetracht, dass sie dabei gerade ihr viertes album promoten, recht dürftig. was für mich an diesem konzert das beste war: die band hatte offensichtlich sehr viel spass. dies zeigte sich vorallem zum schluss, als der schlagzeuger nur noch in socken von seinem set vor auf die bühne kam. dieser nackte mann sprang herum wie vom affen gebissen. schlug räder und überschläge und ließ sich zum schluss vom gitaristen von der bühne tragen. seit dem muss ich immer an dieses grandiose finale denken, wenn ich ein lied von dover höre. death rocker hab ich deshalb gewählt, weil es das letzte lied gewesen sein müsste, falls ich mich noch recht entsinne. danach kam die eben beschriebene aktion :)

  • 4. Linkin Park - In the End

    linkin park auf rip '01. das war eine feine sache. schon allein deshalb erinnere ich mich gern an rock im park. 2001 freute ich mich also nun zusammen mit vielen, vielen anderen auf linkin park. die jungs lieferten dann auch ein super konzert ab und gewannen bestimmt auch einige neue fans. am zweiten tag müsste es dann gewesen sein, sagten slipknot ihren gig ab. kurzerhand sprangen linkin park für sie ein und spielten noch einen zweiten gig (diesmal nicht auf der center stage, sondern spät nachts als midnight-special im alternatent - wenn ich mich recht entsinne). leider waren dort dann viel mehr slipknot als lp-fans, wodurch die jungs kein leichtes spiel mit dem publikum hatten. ich für meinen teil blieb diesmal weiter hinten. ich hatte sie ja schließlich am vortag schon aus der nähe. mit mir war noch eine gute freundin dabei. diese war hoffnungslos übermüdet und wollte unbedingt lp sehen. nach etwa einer halben stunde ließen dann aber ihre koffeintabletten nach. sie wurde also schlagartig ends-müde. so kam es, dass wir beide knapp neben dem mischpult-tower uns aneinander lehnten und einschliefen. um uns herum das wilde toben/pogen/tanzen der fans mit dem dazugehörigen gekreische und mittendrin wir beide als kleiner fels der ruhe. zugegeben. der boden war ewig versifft. richtig schlafen konnte man nicht und beim wieder aufstehen tat uns beiden alles weh. aber es war einfach ein schöner moment, an den ich mich jedes mal erinnere, wenn ich ein lied von lp hör.

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  • 5. wizo - Die Letzte Sau

    ach ja... wizo. eigentlich muss ich doch jetz schon nichts mehr sagen, oder? es war einfach immer die bessere band der welt. nahezu jeder hat damit seine jugend verbracht oder als rebellischer 20er die jungs im auftrag des herren zu feiern. tja. und da war es nun. die neue cd. anderster. guter name. der inhalt - naja. aber hey! wer hätte schon dieser erwartungshaltung gerecht werden können!? dann die tour. ich bekomm tickets - die besten gseschenke macht man sich einfach immer selbst :) die vorband - rock n'roll stormtroopers. gut. auf solche urgesteine muss man stehen. ich nicht. der anfang. düstere musik. dann wird erst mal die letzte sau am kreuz gefolgt vom wizo-sarg auf die bühne gebracht. da machte sich bei mir schon etwas trauer breit. axel verschob diese stimmung mit fiesen mosi-witzen auf später. gut. dann ein wirklich grandioses konzert (wenn man den bayern-patriotismus bei seite schiebt/nicht hat zumindest). der vorhang fällt. viele gehen. ich denke mir: ne, da fehlt noch was. die müssen die sau doch begraben. und so kam es auch. nachdem etwa ein viertel die halle verlassen hatte, kamen sie zurück. und begruben die letzte sau. und das blut spritzte. nicht auf der bühne. nein, mein herz blutete. die jungs zu sehen, wieviel spaß und energie sie in den gig steckten, etc. - es war grandios. und dann wissen, dass es das letzte konzert ist - mein herz blutete. danach war ich dann wirklich etwas melancholisch und wünschte mir, dass im sinne des musikalischen gleichgewichts alexander, max, brosis, sugarbabes und wie sie sich alle nennen, auch aufhören. schade. aber die hoffnung bleibt.

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