Soundtrack meines Lebens

  • 1. Pearl Jam - Even Flow

    Es ist komisch, aber man hört lieder und liebt sie, man weiß, dieses Lied bleibt, und so wars bei Even Flow, und auch bei Alive, und auch bei Black, den drei Pearl Jam Liedern die an der ersten Wasserhausparty in meinem ganzem Leben liefen. Gespielt von einem Freund, gehört von vielen Freunden, wusste ich sofortm dass mich diese band begleiten wird, und das tut sie noch heute. Sie hat mich aufmerksam gemacht auf die Rockmusik außerhalb der breiten Masse, mir gezeigt, wie man sich wandeln kann, ohne den eigenen Stil zu verlieren, wie man mit Erfolg umgehen kann, und wie man Musik macht, weil man es liebt und den Menschen etwas sagen will. Noch heute denke ich bei diesem Lied an alle schönen Wasserhauspartys, die so klein angefangen haben und diesen Sommer zu einem ganz besonderen gemacht haben, in dem ich so viele liebe Leute kennen gelernt habe und von denen mir noch viele wichtig sind... Ich sage Danke

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  • 2. dredg - The Canyon Behind Her

    ich stehe auf gras, in dem schönsten festival das ich jemals besuche und freue mich dredg zu sehen. auf der bühne nette leute, diverse instrumente und eine singende säge. was für eine band. was für eine stimme. was für ein lied. selbst im freien, wo nur der himmel deinen raum beschränkt, versteht es diese band sphären zu brechen und neue zu bauen, klangwelten zu erschaffen die einen an ein kaleidoskop erinnern. am besten mit geschlossenen augen genießen.

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  • 3. Bright Eyes - Method Acting

    Seit zwei Jahren ist man bekennender Bright Eyes Conor Oberst Saddle Creek Fan und nun steht man in feucht warmen Wetter mit ein paar anderen Leuten vor einer Bühne und sieht, wie zwei Schlagzeuge, ein Keyboard, Gitarren, Flöten und eine riesige, wunderschöne Holzharfe auf die Bühne getragen werden. Spätestens jetzt muss man merken: das wird was ganz besonderes! Obwohl ich ein paar Lieder nicht gekannt habe, haben sie mich wegen ihrer tiefen Ehrlichkeit direkt berührt und es sind diese Geschichten die erzählt werden. Jedes Lied hat keinen direkten Songtext, sondern erzählt eine richtige Geschichte, manchmal gut, manchmal böse, manchmal abgrundtief bitter und resignierend, oft aufbauend... Method Acting ist für mich nun einfach ein ganz besonderes Lied, weil es geschafft hat, die Gefühle des Loslassens und Weggehens so beschreibt, dass es der darauf folgenden Einsamkeit die Traurigkeit nimmt und man einfach gesagt bekommt, hey, es geht weiter... To shed this skin, be born again, it starts with an ending. So thank you friends for the time we shared. My love stays with you like sunlight and air. Oh how I truly wish I could keep hanging around here but my joy is covering me. Soon, I will disappear. Größte freude für 2005: zwei neue Platten im Januar und ein Konzert im Februar! and the story goes, it goes on and on and on and on...

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  • 4. jupiter jones - Raum Um Raum

    Jupiter Jones, großartige Band, großartige Musik, großartiges, rundum begeisterndes Alles. Es ist also Samstag der 25.09.2004 und ich stehe mit etwa 90 rockig aussehenden Leuten in einem kleinen Raum im Haus der Jugend und freue mich auf einen Abend, der mein Herz mit Glück erfüllt. Jupiter Jones, aus meiner Gegend kommend, schon etliche male live gesehen, feiern ihre CD-Release Party, mit den Bands Milkbar und Aurelia als Support. Das Publikum ist zurecht begeistert und ich denke: schön, trotz schwankender Märkte, Castingshows, Popkomerz und Einheitstrott, zunehmenden One Hit Wonders, hat eine junge Band noch die Chance, sich eine Platte zu erarbeiten und Lohn für das ewige Durch-Jugendräume-Tingeln sieht. Toll. Und Raum um Raum ist nun das erste Lied, dass man an diesem Abend spielt und auch der Namensgeber fürs Album, das von ruhigen Liedchen zum schweißtreibenden Kracher, gepaart mit brillianten Texten und Hesse- Zitaten, alles zu bieten hat. In diesem Sinne: "Weil wir morgen noch da stehn, wo das Herz am Haken hängt, weil die Erde sich beim Drehen sich nicht drum schert, wer an dich denkt. Weil wir Raum um Raum verzieren, wo mal Grau war sind Geschichten und dann Traum um Traum verlieren, verzichten"

  • 5. kettcar - Mein Skateboard Kriegt Mein Zahnarzt, Den Rest Kriegt Mein Frisör

    Man ackert sich also drei Wochen im Weinberg die Hände traubenfarbig und hält schließlich die Belohnung in Form eines kleinen, tragbaren Musibspielgerätes in den Händen. Zwei GB bieten zwar viel Platz, und doch ist das Bespielen wie das Reflektieren jener Musik, die einen am meisten, am unabhängigsten und einfach immer und überall begleiten kann. Als erstes muss bei mir also Pearl Jam drauf und dann Kettcar, die für mich interessanteste, wortgewandetste, vielschichtigste, lyrischste, aktuelle deutschsprachige Band. Und nach dem Album, alle mir bekannten B- Seiten und raren Tracks, von denen mir das Skateboard Lied besonders am herzen liegt, weil es so improvisiert ist, irgendwie leicht, aber gleichzeitig auch so melancholisch...es erinnert mich an alle meine Konzerte, ans Verliebtsein, an Gras unter den Füßen, Dankbarkeit und Worte, die auch wenn sie sich nicht reimen, irgendwie zusammen gehören und gleichzeitig die schönsten Liebeserklärungen an das Leben oder auch nur an eine bestimmte Person sein können: "Und am besten auf dich, reimt sich immer noch mich; und auch sehr schön auf Tost, reimt sich immer noch Prost. und am besten auf Liebe, reimt sich immer noch Angstschweiß; und am besten auf Herz reimt sich immer noch Sargnagel"

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  • 6. Oasis - Half the world away

    Im Jahre 2000 fahre ich also mit der Kathrin (meiner Schwester) nach Trier zur Voruntersuchung. Erst ein Knubbel, dann ein Knötchen, und jetzt muss es raus. Sieben Tage Krankenhaus, wer weiß schon ob es positiv oder negativ ist? nochmal Untersuchungen, vier Stunden warten, also gehen wir noch in die Stadt und was hilft besser gegen Angst und Unsicherheit als Musik? An diesem Tag kaufe ich mir The Masterplan. Abends höre ich zum ersten Mal Half the world away und mir wird zum ersten Mal bewusst was da auf uns, und vor allem auf sie zukommt. Was das bedeuten muss, wie schwer es für sie sein muss, wenn ich bei dem gedanke an das, was kommen könnte, schon fast anfange zu heulen wie ein Baby. Ich nehm ihr also eine Kasette fürs Krankenhaus auf, und dieses wird das erste Lied: I would like to leave this city This old town don't smell too pretty and I can feel the warning signs running around my mind And when I leave this island I'll book myself into a soul asylum And I can feel the warning signs running around my mind So here I go, I'm still scratching around in the same old hole My body feels young but my mind is very old So what do you say? You can't give me the dreams that are mine anyway You're half the world away Half the world away Half the world away I've been lost I've been found but I don't feel down. So here I go still scratching around in the same old hole My body feels young but my mind if very old So what do you say? You can't give me the dreams that are mine anyway You're half the world away Half the world away Half the world away I've been lost I've been found but I don't feel down Vier Wochen später weiß man: alles gutartig, schöne Narbe!

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  • 7. Ton Steine Scherben - Halt dich an deiner Liebe fest

    Ich bin also alleine gelassen worden, verlassen, hinter ihm gelassen... Nachdem man sich vier Wochen nicht gesehen hat, liege ich im Bett, auf der einen Seite erleichtert, auf der anderen traurig, über die Art des Endes und ich höre Rio Reisers wundervolle Stimme die mir sagt: behalte deine Liebe und behalte die damit verbundenen schönen Erinnerungen. Aber es will nicht richtig funktionieren, es macht mich traurig, die schönen Erinnerungen schmerzen, die schlechten sind mir entfallen... Ich schätze, ich werde das Lied im laufe der folgenden zwei Jahre noch 100000000 mal hören, versuchen zu verdrängen, wieder Schmetterlinge zu fühlen und den ganzen Tag grinsen zu müssen bis zu diesem Tag, an dem ich mit 2000 anderen Menschen an einem See stehe und Judith Holofernes es singt. Alles ist wieder da, alles kommt nochmal hoch, aber es ist gut, ich denke an die guten Erinnerungen und es schmerzt nicht, es macht mich lächeln, verdrängen geht nicht mehr, ich schließe die Augen und auch wenn es vorbei ist, war es eine schöne Zeit...

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  • 8. slut - Time Is Not A Remedy

    Rheinkultur 2004, eine der schönsten, kaputtesten, lustigsten und überraschendsten Fahrten, die ich jemals gemacht habe. Morgens machte man sich auf den Weg, zu fünft von Cochem aus, dabei: ein Langhaariger, ein Assi, ein Baltes, "der feine Herr Junglas" et moi. Abgesehen natürlich von denjenigen, die sowieso immer in den Rheinauen anzutreffen sind, die man dann entweder den ganzen Tag sucht, und trotzdem nicht findet, oder die einem mehr als unerwartet plötzlich vor die Nase hüpfen. So geschah 's im Slut Konzert, dritte Reihe, Pulk, Schweiß, rote Konzertwangen, Lärm, Regenhaare, Lächeln und dann dreht man sich um und denkt: "Moment, das Gesicht kennst du doch! Zwar noch nie getroffen aber schon viel erzählt", und dann die Frage: "Sagen wer ich bin, Ja? Nein? Ansprechen?" trotz Pulk, Schweiß, roten Konzertbacken, Lärm, Regenhaaren?" man denkt an das Lächeln und kommt zu einem Entschluss, in meinem Fall: Ich stelle mich vor, sage Hallo und für einen moment macht die Band Pause. Reden, Wundern, Gucken, nächstes Lied: Time is not a remedy, neuer Pulk und sich aus den Augen verlieren. Man hört ganz lange nichts von einander, und wieder ein Zufall und jetzt würde ich soweit gehen und es eine Freundschaft nennen... Was ein schöner Tag!

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  • 9. incubus - Pardon Me

    Durch den gesamtem Winter 2001/ 2002 verbreitete die Morning View eine sommerliche- gute- Laune- Rockmusik- Stimmung in meinem Gemüt, wenn immer ich sie hörte, ließ sie mich an Urlaub und Sonne denken, bis zu diesem Tag, an dem eigentlich eine gute Freundin mit zu mir kommen wollte, und mich mein Papa anruft und sagt: "Vielleicht ist es besser, wenn die Ariane heute nicht mitkommt, der Opa ist heute morgen gestorben." Ich weiß alles noch, als ob es gestern gewesen wäre: 25. januar, so gegen 11.00 uhr, ein Freitag, ich glaube, es gab sogar Zeugnisse. Ich komme jedenfalls heim und spüre, wie mir die Tränen in den Augen stehen, aber weinen kann ich erst bei der Beerdigung. In dieser zeit schwang ich von der Morning View zurück zur Make Yourself und meinem eigentlichen Lieblingslied von Incubus: I need you to hear, I need you to see, that I have had all I can take and exploding seems like a definite possibility to me. so pardon me while I burst into flames. I've had enough of this world and It's people's mindlless games. so pardon me while I burn and rise above the flame. pardon me, pardon me, I'll never be the same. Zwei Tage nach der Beerdigung war ein Incubus Konzert in Köln, für dass ich Karten hatte, die mein Opa mir noch zur Hälfte bezahlt hat. Erst haben meine Schwester und ich lange überlegt, aber dann sind wir gefahren und es war eins der intensivsten und gleichzeitig glücklichsten Momente meines Lebens, Pardon Me in einer Akustik Version, ich weiß, dass er noch da ist. Vielleicht sogar in diesem Lied...

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  • 10. the cooper temple clause - Talking To A Brickwall

    Ich liebe The Cooper Temple Clause und durch mein gesamtes Jahr 2003 haben sie mich begleitet: fünfmal live gesehen, dreimal die Gelegenheit gehabt, sie zu treffen und ein paar Worte zu wechseln, lustige Zeichnungen, Deutschversuche und dann das Konzert, irgendwann im September, Festivalsaison schon lange her und die Vorfreude wächst... Ein ganz lieber Freund ist aus Wien angereist, nennen wir ihn schmetterlingsflügel, um mitzufahren zum Konzert und was passiert? Vor der Auffahrt zur Autobahn bleibt Fridolin = das Auto liegen... wargh?! Was soll das? Warum gerade jetzt? Auto? Hallo? NEIN! Also warten, telefonieren, frieren, trauern, ums Auto besorgt sein und wieder warten, Pannendienst, Abschleppwagen fahren, überfreundliche Versicherungsmenschen am Telefon hören und Ersatzwagen: olé olé. So kommt man schließlich doch noch im Prime Club an und verpasst sogar nur die Vorband und kein einziges Lied der Wuschelhaarmänner aus Reading. Und dann Talking to a Brickwall und die Gefühle kochen über... Freude und Mühen und Stress, die schließlich mit einem signierten Poster gewürdigt wurden und anschließend Pizza. Herrlich! Es stellte sich heraus, dass der Keilriemen das Übel heraufbeschworen hatte und schließlich beschloss man die Werkstatt zu wechseln, in welcher Fridolin, nur eine Woche vor dem Konzert, noch in der Inspektion war.

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Pfefferfressers Freunde

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