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Soundtrack meines Lebens

  • 1. Tool - Aenima

    Mein jetziger Freund hat mir Tool und vor allem diesen Song nahe gebracht, im Sommer letzten Jahres. Schon damals war mein Musikhorizont, sagen wir: recht ausgeprägt, und ich glaubte alle Bands, die mir überhaupt wichtig sein konnten, schon zu kennen. Das stellte sich mit "Aenima" als Irrtum heraus; er hatte den Song auf Kassette, und wir haben ihn abends auf dem Weg zu "Rock am Grill" im Auto gehört. Schon tags darauf ging mir Lied nicht mehr aus dem Kopf. Es hatte den perfekten "Lauf-Takt" für mich, meiner Schritt- und somit Vor-mich-hinsing- Geschwindigkeit angepasst: "Learn To Swim, Learn To Swim...". Man kann sagen, dass dieses Lied mitverantortlich für unsere Beziehung ist - der Weg zum Herzen einer Frau führt eben nicht nur über ihren Magen, sondern auch über ihr Musik-Gehör. Blöd bei der ganzen Sache war nur, dass ich zu dem Zeitpunkt, zu dem ich begann mich für dieses Lied (und diesen Kerl) zu interessieren, ich eigentlich "anderweitig liiert" war... Es folgte eine seeehr lange Zeit von Verwirrtheit, Unentschlossenheit und - rückblickend - Selbstbetrug meinerseits, bis ich mich schließlich zu meinem "Kassettenmann" bekennen konnte. In dieser Zeit jedenfalls habe ich "Aenima" ziemlich oft gehört: Der Song vermittelte mir eine äußerst passende Mischung aus Weltuntergangsstimmung, Raelitätsflucht und Bewegungsdrang. Alles in Allem natürlich nicht sehr aufmunternd, aber Aufmunterung war auch nicht gerade das, was ich mir erhoffte zu der Zeit. Allein die Tatsache, dass die Stimmung des Liedes und meine eigene so gut zusammenpassten, hatte eine quasi (oder pseudo-) heilsame Wirkung. Den Song habe ich mir nach kurzer Zeit selbst auf Kassette gebannt, auf die A-Seite ("passive aggression"), zwischen Korn, Placebo und die Queens Of The Stone Age. Auch heute noch ein willkommener Gast in meinem Walkman, v.a. wenn's mir mal grade dank irgendwelcher Grübeleien nicht so gut geht, wie es könnte oder sollte... "Aenima" hat es schon oft geschafft, mich noch einen Tick weiter runterzuziehen, wenn ich eh schon unten war- und somit gleichzeitig hochzubringen. Warum das Lied das schafft kann ich nicht sagen, das vermochten bis jetzt nicht viele... "The only way to fix it is to flush it all away", das scheinbare Paradoxon.

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  • 2. Red Hot Chili Peppers - Otherside

    Zu den Chili Peppers habe ich relativ früh in meiner Musik-Sozialisation gefunden, und die "Californication" hat mich anno dazumal die Pubertätszeit begleitet. Vor allem "Otherside" hatte es mir angetan, erst recht nach dem ich dann das erste mal das Video auf Viva 2 (ach ja, das war MEIN Sender) gesehen habe: Diese surreale Landschaft, der riesige Bass.. Zusammen mit dem etwas suizidlastigen Songtext ergab das die perfekte Mischung für eine kleine depressive Pubertierende, die, wenn sie mal so richtig der Welt eins auszuwischen gedachte, sich Selbstmordphantasien hingab à la "Dann soll'n se alle ma sehen, wenn ich net mehr da bin, dan vermissen sie mich, haha.." Auch heute gibt mir der Song noch einiges- wenn auch zum Glück nicht mehr Anlass für solche Phantasien... Es gibt eben Lieder, die einen das ganze Leben begleiten können. Ich denke, später werde ich sagen können: "Otherside", das ist so ein Lied.

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  • 3. Mother Tongue - In The Night Time

    Ich habe mir die "Ghost Note" erst vor ein paar Monaten zugelegt, aber seitdem routiert sie in regelmäßigen Abständen in meiner Anlage. Mein Lieblingssong davon ist ja eigentlich "Dark Side Baby", aber auch "In The Night Time" hat es mir angetan. Vor allem zu solchen Tagen, an denen ich darüber grübele, ob das, was ich tue/getan habe/zu tun gedenke, auch das Richtige ist. Ob ich mir zu viel herausgenommen habe, ob ich egoistisch war, ob ich es hätte sein lassen sollen, ob ich dies, ob ich das... Der Song spricht dann meistens den kleinen Mephisto auf meiner linken Schulter an: "In the night time / wrong is right..." - Komm schon, tu es doch, ist doch nichts dabei... Zum Glück höre ich ja nicht immer auf das Teufelchen... Mein Song für die unentschlossenen Tage - und meine Platte für die Ewigkeit.

  • 4. The Offspring - Self Esteem

    Was wohl ohne Offspring gewesen wäre... womöglich würde ich heute noch immer schlechten Chartspop und noch schlechteren Kinder-Techno hören, wie mit 11, 12 Jahren... Ich danke euch, Offspring! Ich danke euch auf Knien! Ihr habt mir den Punk gebracht, ihr habt mir die Gitarre gebracht! Ohne euch säße ich heute vor meiner Bravo Hits XY, und würde mich an den deutschen Superstars ergötzen... Aber ihr brachtet mir die Gitarrenmusik. Ihr wart meine Eintrittskarte zu der Achterbahnfahrt, die man "Erwachsen werden" nennt. Ich danke euch! "Self Esteem", was verbinde ich damit? Tequila-Abende mit meinen Freundinnen, A-Capella-Aktionen am Surfsee, Gruppen-Im-Kreis-hüpfen auf den Partys... Spaß haben. Auch die Pubertät konnte mal lustig sein. Dieser Song steht für die guten Tage... und begleitet mich heute auf meiner Autofahr-Kassette. "Lala Lalalala, Lala Lalalala..." - alle mitsingen!

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  • 5. Bloodhound Gang - Fire Water Burn

    Ich gestehe es... mit 14 war ich Bloodhound Gang-Fan. Ich habe alle ihre CDs, ich habe die Songtexte auswendig gelernt, ich war auf ihrem Konzert in Frankfurt, ich stand auf DJ Q-Balls Arsch, ich habe ihre Auftritte im Fernsehen verfolgt... Die anonymen Bluthund-Anhänger... "Hallo, mein Name ist Lisa, und ich stand tierisch auf die Bloodhound Gang." - "Hallo Lisa". Aber, auch wenn meine damalige Sympathie für die 5 Querköpfe vielleicht etwas ausufernd war: Immerhin, einem Boyband-Faible bin ich nie verfallen. Spaßmucke. Das war es. Spaßmucke ist's noch heute. "Fire Water Burn" - vorgestern auf der Semesteranfangsparty, da haben sie's gespielt. UND DAS DACH BRANNTE... alle haben gegrölt. Mir inklusive. Ein Riesenspaß, nach ein paar Bier intus und mit den richtigen Leuten... Tja. Die alten Laster. Man kriegt sie nie so richtig los. Muss man zum Glück auch gar nicht. In Maßen sind sie nämlich äußerst erträglich... vor allem, wenn sie ein kollektives "Ach Jaaaa!"-Retro-Spaß-Gefühl hervorzurufen vermögen. "Hallo, mein Name ist Lisa, und ich steh auf Fire Water Burn." - "Hey cool, ich auch!"

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  • 6. Alanis Morissette - Ironic

    Ich kann nur sagen: Sie spricht mir aus der Seele, die gute Frau. Ironische Begebenheiten: Für solche bin ich prädestiniert. Zum Glück verbinde ich aber in erster Linie keine Peinlichkeiten oder Schicksalsschläge mit dem Song, sondern eine schöne Erinnerung an meine Abschlussfahrt Klasse 12 mit dem Englisch-LK nach Kerry. Ich kann nur sagen: Wir waren DER Renner im Pub, auf der Karaoke-Party haben wir geglänzt... zwinker zwinker. Und die Iren verstehen echt zu feiern. All in all: Eine tolle Zeit. Und das meine ich nicht ironisch.

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  • 7. Stereophonics - Mr. Writer

    Ach, wie ich seine rauchige Stimme liebe! Die Stimme des werten Herrn mit dem schönen Namen trifft mich jedesmal mitten im Rückenmark, wo sein Gesang dann wohlig rauf und runter wandert... frrrr. Zu schön. Es gibt eigentlich gar keine spezielle Situation, die ich mt "Mr. Writer" verbinde... Der Song gefällt mir einfach jedesmal, egal in welcher Stimmung ich ihn höre. Er passt zu allem. Ein Universal-Song, wenn man so will. Und natürlich ein schönes Thema für eine (hoffentlich) angehende Journalistin...

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  • 8. Dusty Springfield - Son Of A Preacher Man

    "Son Of A Preacher Man" steht für mich einerseits in unauslöschbaren Zusammenhang mit - logisch - "Pulp Fiction", einem der besten Filme aller Zeiten; und andererseits mit meiner Erinnerung an die Abende im letzten Herbst, an denen ich, begleitet von diesem Soundtrack, zusammen mit meinem Seelenverwandten am Fenster stand, mich von angenehm zarten Rauchschwaden habe hinfort tragen lassen und über Gott und die Welt philosophiert habe... Was soll ich sagen... das Lied ist einfach sexy.

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  • 9. Die Ärzte - Hurra

    Definitiv mein Song für die sonnigen Tage. Im Grunde sind viele Lieder der Ärzte meine Songs für die sonnigen Tage- "Westerland", "Gehn wie ein Ägypter" und "Meine Ex(plodierte Freundin)", um nur die wichtigsten zu nennen. Spaßmacher, die auf jede Geschenk- oder Autofahrkassette gehören. Stimmungsauffrischer. Partyburner. Was man so hört, wenn's einem grade echt saugut geht. Was unterscheidet "Hurra" dann aber von den eben genannten? Schwer zu sagen. Der Song lässt einfach meine Endorphine noch einen Tick schneller rotieren, that's all.

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  • 10. Muse - Muscle Museum

    Zum ersten Mal kamen mir Muse bei Viva 2 unter die Ohren... Rest in peace, mein Lieblingssender! Das Faszinierende am Video zu "Muscle Museum" war wohl, dass ich anfangs nicht auf das Video geachtet habe, und mir nur in der Mitte des Liedes dachte: "Wow, mein Gott, was bringt der die Gitarre zum weinen!" - Und dann schaue ich hin, und tatsächlich: Lauter weinende Menschen. Weinende Menschen im Garten, weinende Menschen beim Frühstück, weinende Menschen im Waschbecken... Ein plärrendes Drecksstück von einem Song. Und ich liebte ihn! Das muss jetzt schon ca. 4 Jahre her sein, und ich bin Muse nach wie vor verfallen. Das Video habe ich leider schon längere Zeit nicht mehr gesehen - für die verbliebenen Musiksender sind die vielen Tränen wahrscheinlich zu deprimierend. Wobei es ja nicht zwangsläufig verstörend wirken muss, andere Menschen weinen zu sehen. Es kann auch befreiend sein: Wenn andere sich gehen lassen können, dann kann ich das auch. Ich für meinen Teil habe seit diesem Song weniger Hemmungen, was das betrifft.

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  • 11. Farin Urlaub - Phänomenal Egal

    Siehe die Story zu "Aenima". Selbstbetrug lässt grüßen...

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  • 12. Seeed - Dickes B

    Seeed waren der erste neuere (also abgesehen von Mr. Marley...) Reggae-Act, den ich als für mich interessant deklarieren konnte. Und bis auf die Irie Révoltés sind sie auch bis dato die einzige "zeitgenössige" Reggae-Ragga-Dancehall-whatever-Band, die ich so richtig mag, und für deren CDs ich bereit bin Geld auszugeben... "Der Asphaltboden zittert, es wummert im Ohr..." - das riecht nach Studentenparty, Desperados und Schoß-an-Schoß-Tanzen. "... als ich an eine dicken Beat mein junges Herz verlor..." - das unterschreib ich, her mit dem Vertrag! Schnell noch den krakeligen Namen drunter gesetzt, und dann wieder ab auf die Tanzfläche, bevor ich noch den ganzen Spaß verpasse! Und ab dafür...

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  • 13. The White Stripes - I Just Don't Know What To Do With Myself

    Der Song beschreibt ganz gut die Stimmung, der ich momentan relativ häufig fröhne... allerdings nicht im lethargischen Sinne, sondern eher so wie das, was man einem ungehorsamen Kind sagen könnte: "Ach, was soll ich bloß mit dir anstellen??". Ach Mensch, Mädel, du weißt doch was du tun solltest, warum hältst du dich nicht dran? Abgesehen davon sind die White Stripes außerdem Götter; weiß-rot-schwarze Götter. Ich liebe ihre Songs- konzentriert auf das Wesentliche, direkt, auf den Punkt, und doch nie langweilig. Einfach gut.

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  • 14. Nirvana - Heart shaped box

    Ohne mir anmaßen zu wollen, den tieferen Sinn des Textes bis ins Detail verstanden zu haben: Das Lied trifft unumwunden ins Mark. Heart Shaped Box berührt, dringt ein, und schüttet den ganzen Weltschmerz mitten in deine Brust; und du musst zusehen, nicht an ihm zu ertrinken. Ein gewisser Sänger hat dies vor zehn Jahren irgendwann nicht mehr vermocht. Zum Leidwesen derer, die ihn kannten, derer, die ihn zu kennen glaubten, und derer, die einfach nur mit ihm fühlten... Rest In Peace, Kurt.

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  • 15. Queens Of The Stone Age - The Sky Is Fallin'

    Mein Lied, wenn mir mal wieder die Decke auf den Kopf fällt. Oder gleich der ganze Himmel, wenn's richtig dicke kommt.

  • 16. Primus - Too Many Puppies

    Kennen gelernt habe ich Primus durch diesen Song, im Frühjahr vergangenen Jahres. Das war bei "Back To Something New" im O25 Ffm (Vorsicht, Schleichwerbung...), und ich habe mich gleich in das Lied verkanllt. Sowas von tanzbar einfach! Seitdem vergeht kein Monat, in dem nicht einmal wenigstens eine der Primus-Platten in meiner Anlage rotiert. Schade, dass ich ihren Zenit verpasst habe, auf ihren Konzerten hätte ich sicher einen Mordsspaß gehabt...

  • 17. 3 Doors Down - Loser

    Gut, dass ich dieses Lied erst kennen lernte, als ich pubertäts-technisch schon aus dem gröbsten raus war: Es beschreibt zu gut die Stimmung, der ich mit ca. 14 so oft verfallen war. Am Ende hätt ich mir wohl noch was angetan- Dieser Song wirkt reichlich destruktiv auf mich. Ich mag ihn ja eigentlich, aber er impliziert für mich einen gewissen Grad an Selbstzerstörung, psychischer Art. Deshalb höre ich ihn nicht häufig, vorsichtshalber...

  • 18. Foo Fighters - Learn to Fly

    Fliegen lernen. Von jeher einer meiner Lieblingsträume. Schon als Kind: Arme aufspannen, auf die Zehenspitzen, und vom Wind wegtragen lassen... Bei diesem Song glaube ich an den Traum. An das Gefühl, wie es sein muss, zu fliegen. Auf dieser Melodie hinwegzuschweben. Ein aufbauendes Lied.

  • 19. Die Toten Hosen - 10 Kleine Jägermeister

    Damals als "Zehn kleine Jägermeister" veröffentlicht wurde, war ich noch im Konfirmantenunterricht, und nahm die Sache vielleicht einen Tick zu ernst... Jedenfalls hatte ich lange Zeit einen bösen Gewissenskonflikt darüber, ob ich diesen Song überhaupt gut finden durfte- was ich tat, definitiv! Aber der Text, der Text... mit meiner damaligen Vorstellung von Glaube und Religion so gar nicht vereinbar... Was bleibt zu sagen? Ich glaube, der Song hat eindeutig gewonnen.

  • 20. Sepultura - Chaos AD

    Als ich einmal mit einer Freundin von mir in die Schule gefahren bin, war mal wieder Thema der Unterhaltung "Musik". Ich erzählte vom vergangenen Samstag Abend, und wie alle im Club so toll auf Chaos A.D. von Sepultura abgegangen seien. Da der Name Sepultura meiner Freundin nichts sagte, und auch die anderen von mir herangezogenen Vergleiche das in ihrem Gesicht stehende Fragezeichen nicht verschwinden ließen, musste kurzentschlossen eine anschauliche Intonation meinerseits herhalten... Und da es nicht gerade an ihrer Tagesordnung ist, meine Wenigkeit mit einer so weit wie möglich auf Bass getrimmten Stimme und ziemlicher Lautstärke "CHAOS A.D.!" brüllen zu hören, ist meine Freundin vor Schreck einige Zentimeter von ihrem Aurositz hochgesprungen. Vor Lachen hab ich das Auto dann fast in den Graben gesetzt... Also liebe Kinderchen, keine Sepultura-Karaoke-Einlagen am Steuer, zumindest wenn der Beifahrer Sepultura nicht kennt!

  • 21. The Smashing Pumpkins - Tonight, Tonight

    Der Song hat mich durch eine recht schwere Zeit letzten Jahres begleitet. Besonders verbinde ich mit ihm einen Tag, an dem ich mit zwei guten Freundinnen zusammen saß, und es uns allen drei grad richtig mies ging. Wir saßen im Zimmer und haben die CD rauf und runter gehört, immer wieder, während wir an uns rumpsychologisierten... anstrengend und deprimierend. Geteiltes Leid ist ja halbes Leid, aber was ist, wenn alle drei Beteiligten die gleiche Menge an Leid aufnehmen wie abgeben? Naja... Jedenfalls durchfährt mich heute noch ein kalter Blitz gepaart mit einem leisen Stich im Herzen, wenn ich dieses Lied höre... deprimierend, nach wie vor. Auch wenn das Problem von damals schon längst verflogen ist: Das Gefühl bleibt wohl auf ewig mit diesem Song verhaftet.

  • 22. Monty Python - Always look on the bright side of life

    Eins vorweg: Monty Python sind die Größten!!! Und was den Song betrifft, um es mit den Worten eines Bekannten von mir zu sagen: "Das Leben ist schön. Denkt mal drüber nach..." Wozu das Leben so schwer nehmen? Über die Hälfte seiner Probleme (fast alle manchmal) macht man sich selber! Es könnte doch wirklich schlimmer sein... und auch wenn man denkt "Jetzt kann es nicht mehr schlimmer werden", und wenn just in dem Moment ein Platzregen einsetzt, und man dann denkt "Also JETZT kann es aber nicht mehr schlimmer werden", selbst dann gilt doch: "Don't grumble, give a whistle / And this'll help things turn out for the best..." Take it easy, folks!

  • 23. The Mars Volta - This Apparatus Must Be Unearthed

    Dieser Song war neben dem „Lightsabre Cocksucking Blues“ von Mclusky mein Einstieg in die lustige bunte Welt des Noise... Erworben habe ich die CD von Mars Volta, auf der sich das gute Stück befindet, im Sommer letzten Jahres in Lissabon – der erste Urlaub mit meinem Freund. Ich weiß noch, wie wir in diesem Musikladen auf dem Expo 98-Gelände waren: Ich stand da mit den Kopfhörer auf den Ohren, während er am anderen Ende des Ladens kruschte. Da habe ich mich zum ersten Mal von dieser Platte umpusten lassen; nach den ersten Klängen klappte mir die Kinnlade runter, und ich glaube spätestens beim zweiten Lied habe ich quer durch den Laden gebrüllt, er soll gaaaanz schnell herkommen, das MUSS er sich anhören... Das sich der halbe Laden nach meinem Urschrei umdrehte war mir in dem Moment mehr als egal... Was für ein Klangfeuerwerk! Das war bereits mein erster Gedanke gewesen, als ich „This Apparatus Must Be Unearthed“ kurz vor dem Urlaub zum ersten Mal auf der VISIONS-CD gehört hatte. Und dieser erste Eindruck stellte sich als äußerst beständig heraus: In dieser oder einer ähnlichen Form kommt er mir noch heute – jedesmal, wenn ich die CD einlegte. Eine Platte für die Ewigkeit, auf der es bei jedem neuen Hören neue Aspekte zu entdecken gibt...

  • 24. Ween - I Can't Put My Finger On It

    An einem tendenziell depressiven Abend hole ich meine Videokiste raus und lege mein, noch nie bewusst geschautes, Zwobot-Video ein. Das Video ist von anno dazumal, als Viva 2 noch existierte.. und passt hervorragend zu Retro- und ähnlichen Stimmungen... Da glaubt man, es ist doch traurig, dass es nichts mehr gibt, was einen überraschen kann, und dann kommt so was: Ein Ween-Video. Ein paar verwuschelte farbverzerrte Typen stehen vor einem Döner-Laden und grölen bzw. rotzen in die Kamera und fuchteln mit langen Messern umher, und unterbrochen wird die Szenerie von einem am Strand spazierenden Männeken, das mit seiner Klampfe eine so bestechende süße Melodie fabriziert, dass man mit den Möwen wegfliegen möchte. Treibend, einlullend, und... verwirrend. Meine Depri-Stimmung jedenfalls ist wie weggeblasen. Gut, dass es noch Dinge gibt, die einen überraschen. Gut, dass es Ween gibt.

  • 25. Melissa auf der Maur - Followed The Waves

    Dieser Song begleitet - bzw. verfolgt - mich jetzt seit fast einem Vierteljahr (oder noch mehr? Ich weiß es nicht und will nicht mal darüber nachdenken), was zwar einerseits für seine Eingängigkeit, treibende Kraft und fast sphärische Schönheit spricht; aber mir andererseits auch immer wieder meine... Zerrissenheit?- vor Augen führt. Ich weiß nicht mal ob man es Zerrissenheit nennen kann... im Grunde steht mir nur meine eigene Fantasie im Weg: Diese gaukelt mir vor, dass derjenige, den ich haben könnte, für den Augenblick (wenigstens so verständig ist meine Fantasie, dass sie nicht so dreist ist zu behaupten, mit demjenigen wäre die Zukunft schöner) besser sei als derjenige, den ich habe (und auch haben und behalten will). Oder wahrscheinlich gaukeln es mir eher meine Triebe vor, zumal das doch nicht die gleiche, nette Fantasie sein kann, die mir einen so schönen weiteren Weg mit dem, den ich habe, vormalt... Das kann doch nicht die gleiche Fantasie sein wie die, die mir so schmutzige, betrügerische Gedanken in den Kopf setzt?? So lange ich jedenfalls diese Gedanken nicht losgeworden bin, wird mich der Song vermutlich weiter verfolgen. Es könnte schlimmer sein... Es könnte ein schlechter Song sein.

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