Soundtrack meines Lebens

  • 1. Refused - New Noise

    Das Stück hat zu viel Drive! Der sich überträgt, unmöglich etwas dagegen tun. Ich sollte dabei nicht Auto fahren oder einparken. Denn auch wenn sich die Energie dieses Stücks ausbreitet: Tiefgaragenpfeiler bleiben stoisch.

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  • 2. Shock Therapy - Hate Is A 4-Letter Word

    Dieses Lied mochte ich in meiner dunklen Zeit. Als die Band in der feinen Independent-Disco meines Heimatdorfs auftrat, musste ich unbedingt hin. Mein erstes Konzert. Ich kannte den Türsteher. Auch wenn man es mir ansah: Er wusste, dass ich noch lange nicht volljährig war. Nach dem ersten Stück hat er mich wieder hinausgeworfen. Als ich 18 war, war die Disco pleite.

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  • 3. Thievery Corporation - Lebanese Blonde

    Daniel’s Palace ist mit dreizehn Stockwerken eines der höchsten Gebäude im Zentrum Mailands. Die ehemalige Polizeikaserne dient heute als Wohnheim für internationale Austauschstudenten. Uniformierte »portieri« regeln noch immer den Zutritt und sorgen für die Einhaltung der Hausordnung. Diese regelt unter anderem, dass in den Doppelzimmern der unteren sechs Stockwerke die männlichen Studenten untergebracht sind und in den Stockwerken sieben bis zwölf die Studentinnen wohnen. (Der dreizehnte Stock ist Doktoranden und Angestellten vorbehalten.) Als wunderbar lässiges Stück untermalte immer wieder »Lebanese Blonde« entspannte Wintersonntagabende im zwölften Stock. Die Aussicht auf die Stadt und vor allem unübertreffliche »österreichische« Unterhaltungen bei Tee machten die langen Abende perfekt. Der Klang der Thievery Corporation ist für mich ein Nachhall dieser Zeit.

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  • 4. B-Movie - Nowhere Girl

    Während der dreizehn Monate Wehrersatzdienst ging ich regelmäßig donnerstags aus. Leider gab es damals noch keine »After-Work-Parties«. So war es eher »Before-Work«. - 22.00h Treffen - 23.30h Eis am Stiel aus der Tankstelle - 23.40h Abfahrt - 00.15h Ankunft Diskothek - 00.30h Nowhere Girl Dieses Stück hieß bei uns »Übergangslied«. Damit wurde regelmäßig der Übergang von »Dark Wave« zu der Musik eingeläutet, für die wir uns damals mit selektivem Tanzen die Nacht um die Ohren geschlagen haben. Oder aber mit stundenlangem Sching-Schang-Schong-Spielen: Wer drei Mal verloren hat muss zum nächsten Lied tanzen. Egal was kommt. - 03.30h Abfahrt - 04.30h Schlafen - 07.30h Dienstbeginn Wann sind wir eigentlich erwachsen geworden?

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  • 5. K's Choice - In Your Room

    Fremde Stadt, fremdes Land. Der erste Tag. Und die beunruhigende Aussicht, ein halbes Jahr auf engstem Raum mit wem auch immer leben zu müssen. Im Nachbarzimmer legt jemand die »Cocoon Crash« von K's Choice ein. Die Freude über die bekannten Klänge übertrifft (noch) den Schock, dass die Wände wie aus Pappe sind. Der neue Zimmernachbar hat jedenfalls den richtigen Ton getroffen. Ich sage ihm Hallo. Er kommt aus Flandern. Hätte ich mir auch denken können.

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