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Soundtrack meines Lebens

  • 1. Queen - We will rock you

    Unterstufenparty, Klasse 5-7. Ich und meine Freundinnen fandens natürlich arschcool, das is fast wie in ner richtigen Disco... dachten wir zumindest. Herausgeputzt mit Schlaghose und Batikshirt (aus heutiger Sicht: urgs) wartete ich auf Nirvanas 'smells like teen spirit' und stand betont lässig in der Ecke, um von dort aus meinen Schwarm Thomas zu beobachten: lange Haare, die linke Schädelhälfte ausrasiert. Gespielt wurden immer die selben Songs: 'hard life', '51 state', 'time warp'... Schulpartymucke ebent. Gegen Ende dann das Highlight: 'we will rock you' von Queen! Euphorisch warfen wir uns auf die Knie und klatschen mit unseren Patschehändchen auf den dreckigen Boden. Tja, das waren noch Zeiten...

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  • 2. The Sisters of Mercy - Temple Of Love

    der Song, zu dem ich zum ersten Mal in einer Diskothek tanzte ich war knapp 15, mein ältere Schwester nahm mich mit in ihre Stammdisse, das Waldhaus. meine größte Sorge war das man mir direkt ansehen könnte wie jung ich war & die Leute "oh neee, ab mit dir in den Kindergarten" dachten. "with the fire from the fireworks up above me" Eldritchs eindringliche Stimme zog mich auf die Tanzfläche (ermutigt durch 2 Weißweinschorle). "bloß nicht aus dem Takt geraten" dachte ich und tanzte mit geschlossenen Augen, schön gruftikonform zwei-Schritte-vor-zwei-zurück. heute mag ich den Song immer noch ganz gerne, tanzen würd ich jedoch nicht mehr drauf - 'temple of love' ist einfach zu lang und nach spätestens 3 minuten wirds langweilig...

  • 3. Blur - Trimm Trabb

    der erste urlaub mit der ersten großen liebe. im mitgebrachten kassettenrekorder das tape, das ich extra für kreta aufgenommen hatte. ich war zu dieser zeit ein riesengroßer blur fan, ergo bestand gut die hälfte der kassette aus blur songs. mein damaliger freund fand die eigentlich nicht so geil, aber 'trimm trabb' gefiel ihm auch verdammt gut, deshalb lief der song auf hot rotation. wir saßen nachts auf dem viel zu kleinen balkon unserer low-budget-bettenburg, die luft war warm und salzig. total entspannt, die beine auf dem geländer, saßen wir da und rauchten einen joint, eingehüllt in süßlichen rauchschwaden und damons stimme: let it flow, let it flow... that's just the way it is...just the way it is...just the way it is...

  • 4. Bran van 3000 - Drinking in L.A.

    Mhm, wann ich den Song zum ersten Mal gehört habe? Weiß ich gar nicht mehr so genau... Aber eines weiß ich - das 'Drinking in L.A.' einer dieser Songs ist, an denen ich mich wohl nie satt hören werde. In einem verrauchten Raum, eingeklemmt zwischen zwei guten Freunden auf einem ausgeblichenen Sofa sitzend, die Zigarette in der einen, den Cocktail in der anderen Hand... genauso sollte man diesen Song hören....und genau deshalb wird er auf jeder god damned Party aufgelegt. Bis in alle Ewigkeit. Amen.

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  • 5. Faith No More - Angel Dust

    Mein erstes selbstgekauftes Album Ich war 11 oder 12 Jahre alt, mein Musikgeschmack schon in den richtigen Bahnen – meiner älteren Schwester sei Dank. Dann bekam ich meinen ersten CD Player geschenkt. Toll! Leider macht so ein Teil ohne CDs nicht allzu viel Sinn. Also nix wie Papa angeschnorrt und ab zum Musikfachverkäufer – was ich wollte, wusste ich ganz genau. ‚I’m easy’, derzeit auf hot rotation auf MTV, und ich fands so richtig klasse. Nach einigem Suchen hatte ich sie dann in der Hand: ‚Angel Dust’ von Faith No More, die Platte, auf der ‚I’m easy’ zu finden war. Gekauft! Stundenlang konnte ich dieses Album hören (na ja, was sollte ich auch anderes hören, hatte ja nur diese eine CD). Meine Mutter war genervt, ich rockte zu „Jizzlobber“ und „Kindergarten“. Einen Lerneffekt hatte die Anschaffung auch noch: Im Deutschdiktat schrieb ich „aggressiv“ richtig, weil dieses Wort in „Be Aggressive“ so schön buchstabiert wird. Da soll noch mal einer sagen Rockmusik bildet nicht!

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  • 6. Alphaville - Big in Japan

    3 Freundinnen starten einen Kurztrip nach Malmö, Schweden. Das war zu diesem Zeitpunkt das günstigste Anflugziel, das Ryan Air anbot. Abends gings in die Diskothek, ‚Heartbreak’ hieß der Schuppen. Eigentlich ganz nett, mehrere Tanzflächen und ein Karaoke Raum. An der urigen Theke, die ein bisschen an 'From Dusk til dawn' erinnerte, bestellten wir billiges Fuselbier (die Schweden nehmens echt von den Lebendigen) und gingen in den Raum wo 80er Hits liefen. Eines können die Schweden: Feiern! Kaum standen wir an der Tanzfläche, wurden wir von gröhlenden Schweden auf selbige gezogen. Aber es sollte noch besser kommen: Eine Schwedin sprach uns auf Deutsch an, sie hatte als Au Pair in St. Moritz gearbeitet, konnte deshalb deutsch. Nach ein bisschen Smalltalk ging sie und unterhielt sich mit dem DJ, der zu uns herüber linste. Der junge Mann sah mit seiner Mopfrisette aus wie Björn Borg in den 80ern. Ne kleine Solariumpause hätte ihm auch ganz gut getan. Dann ertönte ‚Big In Japan’ von Alphaville und die Schwedin von eben strahlte uns an: „Das ist deutsche Band, ihr musst tanzen!“ Ok, nicht gerade unser favorit Song, aber warum nicht. Direkt im Anschluss wieder etwas Altbekanntes: „Rock me Amadeus“ von Falco. Year. Björn Bork lächelte uns begeistert zu, während wir versuchten, den Amadeus zu rocken – auf einer fast leergefegten Tanzfläche. Mann, können 3 Minuten lang sein! Aber Björn verstand es, noch eins drauf zu setzen. Gerade wollten wir uns von der Tanzfläche schleichen, dann das Grauen: „Ein bisschen Frieden“ von Nicole! Hilfe! Die Schweden gingen total ab auf den Song, Björn zwinkerte uns zu, die Gewissheit in den Augen, an diesem Abend 3 deutsche fruar glücklich gemacht zu haben.

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  • 7. The Doors - Riders on the Storm

    Es gewittert. Gießt wie aus Kübeln. Ich lege 'Riders On The Storm' auf und setze mich ans Fenster. Jedes Mal. Das Regengeprassel des Songs vermischt sich mit dem da draussen. Kitschig, ich weiß. Aber auch ein sehr schönes Ritual.

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