Soundtrack meines Lebens

  • 1. Kate Nash - Nicest Thing

    Ich lag in meinem Bett und hörte mir drei Lieder an, die mir soeben geschickt worden waren. Ich glaube, mir war in dem Moment alles egal, weil ich dachte, ich hätte d a s verloren, zu dem Zeitpunkt, als jeder dachte, ich hätte gefunden, wonach ich suchte. Ich hörte. ich dachte. Dann hörte ich auf. Ich hörte auf das, was das Lied mir mit seinen wunderbaren Zeilen zuflüsterte. Der Wahnsinn war, dass ich ganz plötzlich und ohne jede Vorwarnung wusste, was ich verloren hatte und dass ich bereit war, es wieder zu suchen! Außerdem ist das Lied Kaddy. Weil Kaddy das Lied ist.

    Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
  • 2. Oasis - Wonderwall

    Meine Freundin Janna hatte sich eine E-Gitarre gekauft und auf ganz merkwürdige Art darauf zu spielen gelernt. Sie hat nämlich nicht einzelne Noten und Akkorde gelernt, sondern immer gleich ganze Lieder zusammen. Das erste Lied welches sie spielen konnte war Wonderwall von Oasis, einen Song, den ich bis zu dem Zeitpunkt immer nur flüchtig (über)hört hatte. Sie saß morgens nach irgendeiner wilden nacht auf ihrem Bett, spielte diesen wunderbaren Song und ich lag daneben und lauschte dem Geklimper der Gitarre. Ich glaube, das war der Anfang eines ICHs, dass ich bis dahin noch nicht gefunden hatte. Dafür bin ich Janna sehr dankbar, dass sie da saß und klimperte. Jetzt vermisse ich sie fürchterlich.

    Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
  • 3. Scala & Kolacny Brothers - Hungriges Herz (originally performed by Mia.)

    Es sind da diese Momente. Diese Momente die man in Musik fassen will. Das sind verschiedene Momente. Es sind manchmal äußerst schöne Momente oder Momente, die man gerne noch mal GENAU SO zu GENAU DIESEM Song erleben möchte. Ich möchte behaupten, dass "Hungriges Herz" in dieser Version eines meiner Lieblingslieder ist, ich aber unter keinen Umständen einen schönen Moment damit verbinde und ihn unter keinen Umständen SO noch einmal erleben möchte. Der Moment war ein Tag. Drei Stunden vielleicht, aber für mich war er drei Jahre, zwei Monate und zweiundzwanzig Tage, die an diesem Tag zu Ende gingen. Ich erinnere mich daran, wie an einen Unfall. Da war dieser Streit, dann das Unverständnis, die Respektlosigkeit und das nächste woran ich mich erinnern kann, ist, dass ich zusammengebrochen auf dem Boden lag, mir die Seele aus dem Leib schrie, die Welt verfluchte und so stark und heftig zu Weinen begann, dass ich mich danach ganz leer fühlte. So leer, so hüllig, dass mir das lange Liegen auf dem harten Boden vorkam als wäre ich der Teppich. Ich mag den Ausdruck "Mir brach das Herz" nicht. Er ist so abgegrabbelt. Er liegt bei Rossmann ganz vorne im Regal, wird von allen angefasst, niemand will ihn hinterher mitnehmen und doch schmücken sich alle mit seinem Duft. Aber doch: Ich finde einfach keinen anderen Ausdruck dafür. Mir "brach" also "das Herz". Und in der Endlosschleife: Dieser Song.

0 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  •  

Lottibananes Freunde

Seite: 1 2