Soundtrack meines Lebens

  • 1. the get up kids - Don't Hate Me

    Meine erste große Liebe und seine große Liebe zu den Kids. Er war der erste und einzige Mann der mir massenweise Mixedtapes aufnahm, ich hüte sie bis heute wie einen Schatz. Ob ich jemals nochmal ein so ein richtig klassisches Tape bekomme, voll mit guten, mit Liebe zusammengestellten Songs, wage ich zu bezweifeln. "Don't hate me" Gehört. Geliebt. Bis heute gehören die Kids zu meinen unangefochtenen Favourites. Dieses Jahr mußte ich von ihrer Auflösung erfahren. Ich hätte heulen können. Dann bekam ich eine Mail von ihm: "All good things have endings" (the get up kids) Bis heute nehme ich jeden seiner Musiktipps sehr ernst, denn er hat fast immer Recht, wenn er mir sagt: Du wirst es lieben!

  • 2. sublime - what i got

    "Hör Punk Rock!" sagte der Junge zu mir. Er konnte gut küssen und hatte diesen Hundeblick, dem man einfach nicht widerstehen kann, wenn man 17 ist und Lust hat auf die wilden Dinge. Das Tape steckte wenig später in meiner Tasche und kam dann auch nicht mehr heraus aus dem Recorder. Rauf und runter und zurück. Dass dieser Song ja dann doch nicht wirklich Punk Rock war, wurde mir erst nach und nach klar, aber da hatte sie mich schon in ihren Fängen, die laute, ehrliche Musik mit den wilden Kerlen. Auch wenn der schöne Junge mit dem Hundblick mich noch viele Tränen kostete, so habe ich es doch ihm zu verdanken, dass ich über Sublime den Einstieg fand in diese schöne Droge. Den Rocknroll.

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  • 3. Alice Cooper - Zorro's Ascent

    Familienurlaub. In den ich –Gott sein Dank– meine beste Freundin Annette mitnehmen durfte. Sie fand Alice nicht ganz so geil wie ich, aber gab sich dennoch, mir zuliebe begeistert. Es war ein Scheißurlaub. Zu ruhig. Zu öde, wir wollten etwas ganz anderes. Zum Trost hörten wir Alice, bis meine Eltern die Krise bekamen. Wir waren in der fiesesten Pubertät, schwierig zufrieden zu stellen und immer zwischen cool sein und kichern. Wir hatten weißen Puder im Gesicht und dunkle Kajalaugen. Alice Cooper hing schwarz-weiß und riesengroß in meinem Zimmer und bescherte meiner Mutter Albträume. Irgendwann (Jahre später) bekam ich einen Rappel und verkaufte fast alle CDs auf dem Trödel. Bis heute geißel ich mich dafür jeden Abend. Die meisten CDs habe ich mir im Nachhinein wieder angeschafft, um der alten Zeiten willen.

  • 4. Ben Harper - Walk Away

    Ben Harper "Walk away" Emilie. Französischer Austausch einer sehr guten Freundin. Ich kam jedoch viel besser mit ihr klar als meine Freundin. Wir saßen stundenlang in ihrem Zimmer, rauchten uns die Lunge blutig, redeten über Jungs und den Sinn des Lebens und hörten Ben Harper. Nachdem sie zurückgegangen war, habe ich nie wieder von ihr gehört, war aber auch nie wirklich traurig darüber. Manche Begegnungen sind gut so wie sie sind und gehören in bestimmte Zeiträume. Jetzt wo ich Jack Johnson für mich entdeckt habe, taucht auch der Ben wieder öfter aus dem CD Regal auf..

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  • 5. Elvis Presley - Heartbreak Hotel

    Eine Dokumentation im TV. Schwarz-weiss. Ich bin hin und weg und verliebe mich unsterblich in den Hauptdarsteller. Es ist zwar nicht wirklich Elvis, aber das ist egal. Ich besorge mir seine Musik u.a. aus der Plattensammlung meiner Eltern und beschließe ihm mein Leben zu widmen. Elvis. Die absolut große Liebe meines Lebens. Mein roter Faden. Jeder DJ, der einen Elvis Song bringt, hat mich bis heute auf seiner Seite...und auf der Tanzfläche.

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  • 6. Damien Rice - The Blower's Daughter

    Die Teelichter flackern in ihren buten Gläsern und ich räume barfuß irgendwelchen Kram von rechts nach links und wieder zurück, halte Rahmen an Wände und verstaue sie dann doch wieder in Kisten, weil sie nicht das zeigen, was ich sehen will. Der Dielenboden ist warm unter meinen Füßen und ich scheuche mahnend die Wollmäuse zurück in ihre Ecken. Ich will lachen und weinen gleichzeitig. Was wird? Ich weiß es nicht. Morgen stehe ich erstmal wieder auf. Wir werden sehen.......Hallo Hamburg!

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  • 7. Refused - New Noise

    Dieses Lied verbinde ich definitiv mit dem Planet. Die erste richtige Rockdisse die ich besucht habe. Eine Stunde Fahrt. Drei gerade volljährige Schüler im alten Passat von Ninas Eltern. Aufregung. Anspannung. Dann rein. Gewölbe gefüllt mit netten Jungs und guter Musik. Tanzen. Trinken. Gucken. Genießen. Auf der Rückfahrt ist es ganz still im Auto, was wir jedoch nicht hören, da die Ohren fiepen wie Sau. Die Sonne geht am Horizont auf und taucht alles in ein unwirkliches Licht. Gerötete Bieraugen schauen seelig lächelnd in den jungfräulichen Tag und fühlen sich endlich erwachsen. New Noise knallt bis heute. Die Platte hab ich mir trotzdem erst vor ein paar Wochen gekauft. Im Angebot. Schande über mein Haupt!

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  • 8. Tiger Lou - Oh Horatio

    Bye bye 2005. Ein Jahr geht zuende und ich bin kein bisschen traurig darüber. Es hat sich viel geändert. Um mich und vor allem in mir. Ein bisschen Licht in das Dunkel gebracht, ein bisschen Ordnung in das Chaos. Ich stehe im Molotow. Es ist brechend voll. Das Publikum hat sie nochmal auf die Bühne geholt, den Tiger und seine charmanten Kerls. Er stimmt Oh Horatio an und ich bin für 3 Minuten der glücklichste Mensch im ganzen Raum. Dieses Lied hat mich durch die letzten Monate begleitet. Jeden Tag. Er stieß erst spät in diesem Jahr zu mir, der Tiger, deshalb nehme ich ihn gern mit in das neue, in das, wo mein Bauch siegt, wo ich nein sage, auch wenn ich Menschen damit vor der Kopf stoße und in dem ich das einfordern werde, was mir zusteht. Please don't go. Oh, doch. Bitte geh. Mach Dich dünne, Du seltsames, wackelndes, fragezeichendurchflutetes 2005. Willkommen 2006! Mit einem lauten Oh Horatio.

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