Soundtrack meines Lebens

  • 1. Yann Tiersen - Comptine D'un Autre Ete : L'apres-midi

    Ein wunderschoener song, wenn man nachts unter dem dach am offenen fenster stand und wusste: man wird bald gehen. Ein wunderschoener song zum zug fahren und leute beobachten, in all ihrer stille, die hinter ihnen durcheint. Ein noch schoeneres lied, wenn man es selbst spielt, am klavier, immer und immer wieder

  • 2. Yann Tiersen - Comptine D'un Autre Été

    Ein wunderschoener song, wenn man nachts unter dem dach am offenen fenster stand und wusste: man wird bald gehen. Ein wunderschoener song zum zug fahren und leute beobachten, in all ihrer stille, die hinter ihnen durcheint. Ein noch schoeneres lied, wenn man es selbst spielt, am klavier, immer und immer wieder

    Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
  • 3. Yann Tiersen - Summer 78

    Ein trauriges Lied. Ein munteres Lied. Leicht, meistens zumindest, einen schweren Nachgeschmack hat es wohl. Aber nicht schleppend. Ich hoere dieses Lied nicht zum hundersten Mal, ich hoere es zum zweiten Mal. Doch ich spuere, dass dieses Lied einen unumgaenglichen Platz in meinem Soundtrack des Lebens finden wird. Es spiegelt keine Phase in meinem Leben wieder, keine vergangene „Aera“ an die ich mich in suesser Wehmut erinnern wuerde. Keine Nostalgie also, keine „Hach wie war es damals schoen“- Gefuehle wie bei so vielen anderen Liedern. Ich hoere es zum zweiten Mal, mein Freund hat es mir vorhin gezeigt. Als wir geredet haben und ich ihn so schrecklich vermisst hatte, es aber nicht schon wieder sagen wollte. Aber nein, ich rede nicht ueber vorhin. Jetzt ist jetzt. Jetzt ist dieses Lied. Ich nenne es bewusst Lied, denn es ist kein Song – das kann ich nicht erkaeren, aber es wuerde nicht passen. Jetzt ist dieses Lied. Und das Gefuehl, dass ich etwas Grosses machen moechte, aus meinem Leben. Jetzt ist dieses Lied. Und der Vogel der unter einem alten Zug sein Nest gebaut hat. Meinen habe ich soeben verpasst. Und so sitze ich hier am Bahnhof, im Sommer. Mit diesem Lied, das keinen Sommer beschreibt, obwohl es „Summer 78“ heisst. Es ist ein Leben. Es ist alle Jahreszeiten dieses Sommers den ich gerade spuere. Hier, am Bahnhof, mit Traenen in den Augen und diesem Lied in den Ohren. Es faengt alles ein, alle Gerueche und Bilder dieser Minute. Kindlich, fast naiv faengt es an, dieses Lied und zieht mich in den Bann. Mitlerweile hoere ich es das dritte Mal. Es wird immer schwerer, aber nur ganz leicht. So dass man es kaum merkt, wenn man sich nicht an den Beginn zurueck versetzt. Es spielt und spielt. In meinen Ohren, in diesem Moment. Es hoert auf – der Schluss ist ein Bruch, der mich immer wieder fast erschuettert, denn er ist so unerwartet. Aber passend. Und das Lied ist zu Ende. Koennte ich es nicht eigentlich doch Song nennen? Ich sitze hier, am Bahnhof, meinen Laptop auf dem Schoss und blicke in die schwuele Vorabendssommerluft. Alle Musik, die jetzt noch ist ist Wind. „Summer 78“ ist vorbei und ich kann es nicht noch einmal hoeren. Doch auch das ist dieses Lied.

  • 4. Staind - Waste

    Getrieben von Schuldgefuehlen, Wut, Verachtung, Ekel, Hass, vor allem Selbsthass, Verzweiflung und (Selbst-)Zerstoerungswut, war dies der Song einer Zeit, in der ich nichts wollte als sterben. Oder leben. Allerdings schien ich zu Letzterem nicht in der Lage zu sein. Langsam verrecken an den selbstzugefuegten Wunden, ersticken an der Selbstquaelerei. Melodisch war dieses Lied, du singst leise mit, so lieblich an manchen Stellen, dass es fast wehtut, vor allem an den „Bruchstellen“, die dieses Lied zur Genuege kennt. „Did Daddy not love you?“ frag dieses Lied, so kindlich-naiv und streichelt dir zaertlich den gluehenden Kopf. Und sobald du dein gesenktes Gesicht mit leeren Augen hebst und fragend dreinschaust, haut dir dieser Song erstmal voll eine rein. So empfinde ich „waste“ und so empfand ich diese Zeit. Es ist anklagend und zerstoererisch. Mitlerweile vermeide ich weitesgehenst, es mir anzuhoeren. Dann das Konzert. Eine Februarnacht in Koeln. Die graue Masse derer, die nicht dazu gehoeren wollen, zur grauen Masse. Eine grosse neblige Halle mit stechendem Neon-Licht. Der „Zusammenbruch“: jeder schreit, aus einem Mund, so anklagend, so voller Hass und so verzweifelt: die staerkste Stelle dieses Liedes, die Stelle, die „waste“ fuer mich erst zu „waste“ macht: "WELL FUCK THEM! AND FUCK HER! AND FUCK HIM! AND FUCK YOU! FOR NOT HAVING THE STRENGTH IN YOUR HEART TO PULL THROUGH! I’VE HAD DOUBTS! I HAVE FAILED! I’VE FUCKED UP! I’VE HAD PLANS! DOESN’T MEAN I SHOUD TAKE MY LIFE WITH MY OWN HANDS" now leave me alone.

  • 5. Santana & Everlast - Put Your Lights On

    und ganz tief in mir drin ist diese traurigkeit, das schwere. die traurigkeit, an die ich nicht herankomme. meistens spuere ich sie nicht einmal. nur manchmal bei bestimmten liedern, da wird sie direkt angesprochen und reagiert mit einer intensitaet, die zwar zurueckhaltend ist und auch immer weit unten bleibt, aber zieht, und eigentlich doch hinaus moechte, in die welt. die den toenen dieser lieder mit anstimmen will, die umgewandelt werden will in eine melodie. vielleicht um auch andere traurigkeiten durch musik herrauszulocken aus ihren verlassenen und oft vergessenen kerkern. vor allem „will“ aber diese traurigkeit, sie „moechte“ nicht. es ist ein seltsames gefuehl, was in diesen momenten angesprochen wird und entsteht. ich schaetze, ich befuerchte, dass dies nur und aussschliesslich durch musik so zum klingen kommen kann. das ist schade. aber solange ich diese lieder habe, vergesse ich sie zumindest nicht, die dunkle macht in mir, die ich gefangen nehme, meistens, und die mich gefangen nimmt. dann, in diesen situationen. wenn ich diese lieder hoere und sie in mich hineingesogen werden, so wie ich selbst auch; von aussen nach innen gekrempelt. zusammen gezogen und gestrecht. als wuerde santana nicht auf seiner gitarre spielen, sondern ganz zart an meinen eingeweiden rupfen. “put your lights on“ ist einer dieser songs, die dieser intensitaet fuer sich bewahren. “cuz there’s a monster, livin under my bed, whispering in my ear but there’s an angel with a hand on my hand, sayin i got nothing to fear”

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