Soundtrack meines Lebens

  • 1. Sarah McLachlan - Fallen

    Die Eröffnungsnummer der letzten Platte von Sarah McLachlan, ein wunderbarer Song. Ich weiss nicht genau, woran es liegt - der Track (oder fast das ganze Album, "Afterglow") ist irgenwie ein bisschen wie nach Hause kommen. Warm, vertraut, ruhig, Balsam für die Seele. Genau das, was meinem Alltag fehlt - das muss des Rätsels Lösung sein. Grund genug jedenfalls für eine Nennung in dieser Liste.

  • 2. Tori Amos - Silent all these years

    Tori Amos hat dieses Talent für Ohrwürmer der besonderen Art. Eigensinnige Melodien, Texte und Arrangements, dabei mit Ohrwurm-Charakter und musikalischer Qualität. Dieser Song begleitet mich seit bald zwölf Jahren und war/ist/bleibt einer meiner Favourites. Kürzlich habe ich entdeckt, dass es meinem acht Jahre jüngeren Bruder, der sonst eher in den härteren Gefilden der modernen Musik zu Hause ist, genauso geht. Muss was mit den Genen zu tun haben. Weiter Anspieltipps auf dem Album "Little Earthquakes": Crucify, Happy Phantom

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  • 3. Johnny Cash - The Gambler

    Mein verstorbener Freund mochte diesesn Song sehr. Bei seiner Trauerfeier wollte ich partout keine Orgelmusik hören, und weil er ja diesbezüglich nie Wünsche geäussert hatte, habe ich die Musik für den Gottestdienst aus seinen CDs zusammengestellt. Ich musste unwillkürlich lächeln, als wir den "Gambler" spielten - der Text des Stückes hat so viel von ihm. Nach der Feier habe ich das von ganz vielen Leuten gehört, die ihn gut kannten. Wenn ich diesen Song höre, sehe ich ihn immer vor mir, bis heute.

  • 4. Frank Sinatra - Misty

    Ein Jazz Standard und eine der schönsten mir bekannten Liebesschnulzen ever recorded. Meine Gesangslehrerin hat mich kürzlich darauf gebracht - und ich habe mich prompt in diesen Song verliebt. So einfach war das.

  • 5. Thomas D - Solo (featuring Nina Hagen)

    Ich mochte den Song schon seit langem, eigentlich. Nach dem Tod meines Freundes hab ich das Ding immer und immer wieder gehört... Obwohl es da gar nicht ums Sterben geht, sondern darum, dass sich ein Paar auseinander lebt. Aber nach seinem Suizid hab ich mich manchmal gefragt, ob das bei uns nicht auch so war. Ob ich den Menschen überhaupt wirklich gekannt habe, der da mit mir zusammen lebte - und ob er mich kannte, oder nur die Person, die er gerne in mir sehen wollte. Jedenfalls sind da für mich ein paar grosse Wahrheiten drin... "Jetzt bist du weg, neben mir ein leerer Fleck auch ich bin leer und suchen hat keinen Zweck mehr denn da, wo vorher Glück stand hat der Schmerz sich breit gemacht mich von hinten überrascht fast schon böse über Nacht (...) den Himmel, den du mir versprachst hast du mir nie gegeben und deine wundervolle Welt blieb an dir kleben jetzt wart ich auf die Zeit die meine Wunden heilt während mein Kopf und mein Herz bei dir verweilt (...) Ich hab es dir erlaubt hab dir vertraut hab an uns geglaubt, das war nicht schwer hast mir gesagt das deine Liebe ewig wär hast mein Herz ausgeraubt, jetzt ist es leer es zerbrach und das größere Stück ist bei dir, doch du bist nicht hier. Ich hab mich leergeliebt, es tut mir sehr weh doch mich ohne dich zu spüren tut noch mehr weh (...) Ich fühl mich tot, tief in mir drin und nur der Schmerz läßt mich wissen, das ich am Leben bin und jetzt lieg ich da verletzt und alles tut weh dafür hass’ ich dich jetzt weil ich dich liebe" Ja, so war das.

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  • 6. Eric Clapton - My Father\'s Eyes

    Ich war 21 - er 45, Engländer und während einiger Wochen Gast in dem Hotel, in dem ich arbeitete. Ich hatte eine Kupfer-Haartönung, er ein ausgesprochenes Faible für Rothaarige. Er machte mir von Beginn an den Hof - nachdem ich ihm zu Anfang einige Male erklärt hatte, dass 24 Jahre Altersunterschied in meinen Augen ein Irrsinn waren, hat's mich dann irgendwann doch auch erwischt. Die Sache war von kurzer Dauer - nach den ersten paar Schlucken aus dem Jungbrunnen erinnerte er sich mit einem Mal auch wieder an die 24 Jahre und fand, das sei tatsächlich etwas viel, was ich ihm zu diesem Zeitpunkt dann ziemlich übel nahm. "My Father's Eyes" hörten wir vor dem darauf folgenden Drama und meinen Wutausbrüchen. Heute sind wie sowas wie gute Freunde und... naja, wahrscheinlich ist es wohl doch ganz gut, dass er drüben in England sitzt und ich hier. Ich denke, das bewahrt uns vor einigen Dummheiten. Manchmal wird man mit dem Alter irgendwie auch nicht schlauer. ;-)

  • 7. Herbert Grönemeyer - Demo (Letzter Tag)

    Ich weiss, alle fanden "Mensch" toll, und "Der Weg". Sind auch schöne Songs - aber das Highlight dieses Albums ist für mich eindeutig dieser Track. Einmal mehr fehlt mir eine schlüssige Erklärung... ausser der Gänsehaut, die ich jeweils kriege und dem sich mit jedem Mal wiederholenden Ärgernis, dass ich als Kind nicht auf die Idee kam, Geige spielen zu lernen. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass meine Eltern sich das hätten antun wollen.

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  • 8. Züri West - Mojito

    Züri West sind hier bei uns in Bern quasi Lokalmatadoren und machen - selbst ohne heimatschützerische Blickverschleierung, ich schwör's - klasse Musik. "Mojito" ist nur einer meiner Lieblingstitel und mein ganz persönlicher Hangover-Song - zumal ich dazu neige, es mir in langen Sommernächten hier auf der kleinen Schanze beim besten Mojito der Stadt gut gehen zu lassen. Und es ist ganz genau so, wie es in dem Song heisst: der vierte ist definitiv und hochgradig zu viel. Hätte ich bloss besser hingehört.

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