Soundtrack meines Lebens
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1. Ennio Morricone - Chi Mai
Bei meinem ersten Versuch, euch meine Verbindung zu dem Lied zu beschreiben, habe ich mich irgendwann in Unmengen Zeilen Text verloren, in denen es darum ging, dass diese Verbindung gar nichts negatives hat. Ich werde dieser Versuchung nicht noch einmal erliegen und das nun einfach ohne Begründung voraussetzen: Meine Verbindung zu diesem Lied hat nichts negatives, das bedauert, betrauert, bemitleidet oder sonst wie in Gedanken behandelt werden muss. Ich verbinde Chi Mai von Ennio Morricone mit meinem Tod. So kommt auch die zunächst vielleicht etwas merkwürdige Angabe "Jahr: Noch nicht soweit. Ort: Unbestimmt." zu Stande. Wenn ich sterbe, soll mich Chi Mai begleiten. Und das war mir schon klar, als ich das Lied das erste Mal hörte. Ich wusste damals noch nicht, dass es zur Filmmusik zu "Le Professionel" gehört, und auch nicht, dass Jean-Paul Belmondo zu eben diesem Lied tatsächlich dort - stirbt. Überhaupt habe ich mich in das Lied verliebt, bevor ich die entsprechende Filmszene kannte, und liebe die Szene, die ich inzwischen im französischen Original auf Youtube gesehen habe, ohne dieser Sprache mächtig zu sein und ohne den Film bisher gesehen zu haben. Ich nahm dieses Lied damals in meinen Soundtrack auf - natürlich noch ohne diesen "Soundtrack" zu nennen, ich wusste nur, dass mich das Lied begleiten soll, eben bis zu meinem Tod. Und wenn es soweit ist, egal wie ich sterbe, wenn ich die Möglichkeit habe, dieses Lied zu hören, ob live von einem Orchester, monophon aus einem alten Handy oder dann doch nur in meinem Kopf, dann hat mein Tod etwas sehr perfektes und über die anderen Umstände mach ich mir keine Sorgen.
Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
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2. Ton Steine Scherben - Schritt f?r Schritt ins Paradies
Es ist die Auflösung, Erlösung eines wunderbaren, wunderbar traurigen Theaterstückes. Nach allem Schrecken den man noch gerade auf der Bühne zelebriert hat, ein so positives Lied, nicht nur für die Zuschauer, die ihre anderthalb Stunden Depression auch einmal ganz gut gebrauchen können, sondern vorallem für die Darsteller, die nach unendlichen Probenstunden und vielen vielen Auftritten endlich aus dem Stück befreit werden. Eine der schönsten Erinnerungen meines Lebens. Danke Christoph!


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