Soundtrack meines Lebens

  • 1. Eva Cassidy - Songbird

    Erinnerungsleer, beinahe harmlos kam er daher im Film "love..actually": unbedarft, wunderschön, melancholisch sanft rührte er mein Herz. doch dann: -Leo- "for you, there'll be no crying. for you, the sun will be shining" Meine Hymne eines alt gewordenen Sommers, unserer in den Kinderschuhen erstickten Liebe und zerbrochener Hoffnungen.

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  • 2. Warren G - Regulate

    Eine Handvoll Jugendlicher, ein flotter Mercedes, 6h Autofahrt nach Praha. Damit wir dem Berufsverkehr entfliehen konnten, schon um 3:30 losgefahren. Und mit dabei: eine Kasette, auf der die Maxi aufgenommen war. Das hieß im Klartext ununterbrochen mehrere Versionen des immergleichen Songs über Stunden; die Baesse wiegten mich sanft im Schlaf-noch heute kann ich mich nicht gegen ein Gefühl von Abenteuer, Aufbruch und Freude wehren, wenn der Song irgendwo zufällig zu hören ist..

  • 3. Chris de Burgh - Missing You

    Die erste CD, an die ich mich erinnern kann.. Gekauft von meinen Eltern, im brandneuen "CD"-spieler dann rauf und runter gehört. In meiner Vorstellung passte zum Schmelz in Stimme und Musik nur ein engelhaftes Gesicht mit blonden Haaren und blauen Augen-meine damalige Vorstellung eines schönen Mannes. Und so träumte ich mich von Schnulze zu Schnulze, bis irgendwann ein Foto von ihm auftauchte. Ich hab den Schock lange Zeit nicht verwunden ;) aber dabei schon früh gelernt: bei Musik zählt nicht der äußere Schein.

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  • 4. Thomas D - Solo (featuring Nina Hagen)

    "jetzt wart' ich auf die Zeit die meine Wunden heilt während mein Kopf und mein Herz bei dir verweilt" "der Schmerz lässt mich wissen dass ich am Leben bin und jetzt lieg ich da verletzt und alles tut weh dafür hass ich dich jetzt weil ich dich liebe" .."hab dich geliebt als ob es kein morgen gibt bis der Morgen kam" Die große (erste) Liebe und ihr Zerbrechen. Dazu Texte von Thomas D, die genau treffen, anrühren, ausdrücken vermögen, wo es mir die Sprache schon längst verschlagen hatte. Und seither mein Suchen nach dieser Intensität der Gefühle, Ausschließlichkeit in Liebe.

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  • 5. Julien Clerc - Les Séparés

    "N'écris pas, je suis triste et je voudrais m'éteindre. les beaux étés sans toi, c'est l'amour sans flambeau. J'ai refermé mes bras qui ne peuvent t'atteindre et frapper à mon coeur, c'est frapper au tombeau" Zum Abschied von meiner Gastfamilie ein Raclette, jede Menge "petits pains au chocolat" und ein Mixtape geschenkt bekommen-darauf unter anderem dieser Song

  • 6. Reinhard Mey - Die Würde Des Schweins Ist Unantastbar

    In den guten alten Napsterzeiten zog ich mir fleißig (zu Beginn noch mit 28,8er Modem- oh Graus) alle möglichen Interpreten und Songs. Irgendwie fiel mir damals dieser Titel in die Hände, und nach dem ersten Hören war ich so aufgelöst, dass mein Entschluss schnell gefasst war, Vegetarier zu werden. Leider hielt ich das aus verschiedenen Gründen nicht sehr lange durch..geblieben ist jedoch der Wunsch, wieder fleischlos zu leben, jedes Mal, wenn ich das Lied höre.

  • 7. Francis Cabrel - C'était L'hiver

    durch Zufall irgendwann darüber gestolpert und dabei kalt erwischt worden- genau so fühlte ich mich zu dem Zeitpunkt-Herz gebrochen, Mut verloren, Verzweiflung stärker als die Kraft zum Leben. Mit dem Unterschied, dass mich der Song mit dem Gefühl gelassen hat, dass es immer jemanden gibt, dem man wichtig ist, der trauern würde, wenn man sich ganz verliert. Und deswegen mein Song zum emotionalen Suhlen, wenn alles schwarz und sinnlos erscheint..

  • 8. Antonio Vivaldi - Piccolo-Konzert: Largo

    Die groteskeste und unerwarteste Situation: dieses Stück Musik im Abspann eines Historienfilms aus den 70er Jahren eines Regisseurs aus Québec. Für alle im Saal bedeutungslose klassische Musik, die nicht der Rede oder Aufmerksamkeit wert war. Für mich, eine andere Welt, das Zeichen, das mir mit wenigen Noten die Augen geöffnet und mich wie ein Wegweiser zurück zur Musik gebracht hat.

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