Soundtrack meines Lebens

  • 1. Paul Oakenfold - Southern Sun

    Neuseeland. Irgendwo nördlich von Auckland. In einem Wohnmobil machen Tom, Björn, Mel, Angie, Nadine und ich Kiwi-Country mehr als unsicher. Und das Beste: die Kiste hat sogar einen CD-Player. Southern Sun, der zweite Song auf Paul Oakenfold´s Debütalbum Bunkka ist genausowenig aus unserer "Fat Lady Isuzu" wegzudenken wie die gute Laune, die unser ständiger Begleiter ist. Der Song geht nicht nur ins Ohr. Nein, er geht direkt ins Herz und scheint außerdem die Ausschüttung einer Menge Glückshormone anzuregen. Wir hören ihn andauernd. Er verkörpert für uns Freiheit, Lebensfreude und das ständige Fernweh, welches uns immer weitertreibt. In diesen Momenten sind wir glücklich. Verdammt glücklich.

  • 2. Manu Chao - Clandestino

    Damals in Florenz! Ich sitze auf den Stufen einer Kirche auf dem Piazzo Santo Spirito. Die Sonne scheint mir ins Gesicht und ich bin unheimlich ruhig. Neben mir spielt ein spanischer Student „Clandestino“ auf seiner Gitarre und ich schaue meiner Freundin in die Augen. Ich wünschte, dieser Augenblick würde nie vergehen. Die Freundin ist mittlerweile Vergangenheit. Der Song nicht.

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  • 3. Hooters - All You Zombies

    Die erste große Krise in meiner ersten großen Beziehung. Sie ist für eine Woche mit ihren Klassenkameradinnen in einem Schullandheim und hat mir einen Brief zum Abschied dagelassen. Ich bin am Boden zerstört. Ich versuche das Schlimmste abzuwenden. Mit einem Brief. Einem langen Brief. Dazu höre ich Musik und bleibe bei den Hooters hängen. Irgendwie entspricht "All You Zombies" genau meiner Stimmung und ich zwinge meinen CD-Player, es Stunde um Stunde zu wiederholen. Komischerweise bin ich es nie leid geworden. Auch heute noch nicht. Vielleicht, weil sich damals doch noch alles zum guten gewendet hat.

  • 4. Massive Attack - Karmacoma

    Bei diesem Song kann man einfach der Welt entschweben, auf den gleichmäßigen Wellen des Rythmus reiten und sich vom Gesang hypnotisieren lassen. Ein Klassiker, von dem ich mich immer wieder gerne davontragen lasse. Und wer je Massive Attack live auf einem ihrer Konzerte gesehen hat, weiß was ich meine. Gänsehaut garantiert.

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  • 5. Smetana - Die Moldau

    Manchmal sitze ich in meinem WG-Zimmer und ernte irritierte Blicke aus der Küche. Meistens dann, wenn ich Smetanas Moldau höre. Irgendwie mein liebstes klassisches Stück. Smetana war ein Genie. Hat mal eben mir nichts dir nichts den Verlauf der Moldau verakustisiert! Großartig. Man hört förmlich, wie die Moldau gerade fließt. Und auch schon die Sportfreunde sangen: "Es kommt mir hier so vor, wie meilenentfernt von draußen vor der Tür plötzlich so leicht zuvor war alles schwer es fließt hierm als wenn ich Smetanas Moldau hör. Alles klingt zusammen wie bei einer Symphonie woanders gibt's das selten oder nie." Recht ham´se!

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  • 6. The Rolling Stones - Paint It, Black

    Irgendwann in den 80ern lief im Fernsehen irgendeine Vietnam-Serie. Logischerweise handelte sie vom Vietnamkrieg. Ich kann mich an keinen einzigen Fitzel der Serie erinnern. Weder wie sie hieß, noch wer darin mitspielte und erstrecht nicht, was darin passierte. Nur an eins kann ich mich erinnern - an das Titellied. Paint It, Black! von den Rolling Stones. Jedesmahl wenn ich den Song höre hab ich das Bild von Hubschraubern überm Dschungel im Kopf. Und das Bild will da auch nicht raus. Wie dem auch sei, ich liebe diesen Song. Er ist energiegeladen, trotzig und trotzdem traurig. "No more will my green sea go turn a deeper blue I could not foresee this thing happening to you If I look hard enough into the settin’ sun My love will laugh with me before the mornin’ comes"

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  • 7. Culture Beat - Mr. Vain

    So, jetzt mal zur dunklen Seite meiner musikalischen Selbstfindung. Ich war 14, die Schule war ein Laster, mit dem ich ganz gut fertig wurde und der Sommer war heiß. Wir hatten damals einen Freundeskreis (nein, damals hatten wir ja eine "Clique"), aus dem eine kleine nette Hobby-Baseball-Mannschaft wurde. Jeden Nachmittag haben wir uns mit einem Haufen Mädels und Jungs an einer gut geformten Wiese am Wald ("Zeckenwiese") getroffen um Bälle zu schlagen, zu werfen, Homeruns hinzulegen und natürlich um ordentlich zu flirten. Tom hatte damals als erster einen tragbaren Kasi mit CD-Player. Und er hatte diese CD - Mr. Vain von Culture Beat. Die Scheibe lief bei uns in Endlosschleife während der Kasi ein Batteriemagazin nach dem nächsten gefressen hat. Ich fand damals alles verdammt unbeschwert. Die Zukunft war weit weg und ich war sauglücklich. Wir alle waren sauglücklich. "Call him Mr.Raider call him Mr.wrong Call him Mr.Vain He'd say: I know what I want and I want it now I want you cause I'm Mr.Vain" Is klar, oder?! ;-) Jaaaaa, das war eine geniale Zeit.

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  • 8. Foo Fighters - Times Like These

    Tom, Björn, ein gemieteter Mitsubishi Galant und ich. Und Kalifornien. Oder besser gesagt wir auf unserer ersten persönlichen Californication-Tour. Ob auf den versifften Vorstadt-Straßen L.A.´s, auf den sündigen Wegen Las Vegas´, in den endlosen Weiten der Wüste, in den bunten Gassen San-Francisco´s oder irgendwo in der endlosen Schönheit des Highway No 1 – unsere ständigen Begleiter waren die Foo Fighters. Und die sangen meistens „Times Like These“ für uns. Auf die Klimaanlage haben wir gepfiffen, die Fenster geöffnet, den amerikanischen Traum durchs Auto und die Musik durch den amerikanischen Traum wehen lassen. “It’s times like these you learn to live again It’s times like these you give and give again It’s times like these you learn to love again It’s times like these time and time again” Mein persönlicher Dream of Californication!

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  • 9. Coldplay - Yellow

    Wer verliebt ist, hat einen Song, der sowohl zu seiner Situation und zu seinen Gefühlen als auch zu seiner Angebeteten passt. Bei mir war es "Yellow" von Coldplay. Zu der Zeit hat sich meine Welt und mein Universum nur um eine einzige Frau gedreht. Zeit war uns unwichtig, weil sie einfach nicht existierte. Entweder verging sie schnell oder sie verging gar nicht, schien still zu stehen. Wir waren zeitlos. Doch statt Zeit war Raum. Raum der uns trennte. "Look at the stars, look how they shine for you And everything you do Yeah, they were all yellow I came along, I wrote a song for you And all the things you do And it was called yellow." Noch heut zaubert dieser Song ein Lächeln auf mein Gesicht und eine leichte Melancholie in mein Herz.

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  • 10. Muse - Uno

    Anno 1999 (oder war es 1997?) in D´Dorf. Ich bin beim Rock Christmas Special des WDR Rockpalast in der Philippshalle. Ein Künstler, der da sein sollte aber nicht kommt, ist Bernhard Butler. Pech für ihn. Gut für mich. Denn stattdessen kommen Muse. Und die singen "Uno". Spätestens als die drei Briten den Song spielen, ist es um mich geschehen. Und nicht nur um mich. Schon mit dem ersten Song rocken Muse das Haus und machen es unmöglich stillzusitzen geschweige denn stillzustehen. Eine Welle, die Harmonie, Melancholie, Energie und irrsinnige Gitarrensolos des Leadsängers Matthew Bellamy in sich vereint, schwappt durch die Halle und reißt alle mit sich, die Ohren und Augen haben. Seitdem ist mir klar: Das ist meine Band. Ich liebe sogut wie jeden Song von ihnen. Für immer! "You could have been number one And you could have ruled the whole world And we could have had so much fun But you blew it away You're still nothing to me And this is nothing to me And you don't know what you've done But I'll give you a clue"

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  • 11. Kim Wilde - Cambodia

    Du und ich und dieser Song. Du bist mein bester Freund und wir sitzen im Dunkeln mitten in der Nacht in Deiner alten roten Ente auf dem Parkplatz an der Scheune vor dem Teich. Wie immer wenn wir uns treffen, verquatschen wir die ganze Nacht. Und diesmal halt im Auto. Immer wieder spulen wir in Deinem Radio die Kassette mit der 80er-Jahre-Mucke zurück. Und immer wieder hören wir Kim Wilds "Cambodia". Als ich vor ein paar Wochen in einer Kneipe war, hab ich diesen Song wieder gehört. Unerwartet. Mitten in der Nacht. Und plötzlich warst Du da und ich habe geweint. Denn vor mehr als einem Jahr hast Du uns verlassen. Für immer.

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