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Hm, meh...

Soundtrack meines Lebens

  • 1. The Righteous Brothers - Unchained Melody

    Wir liegen nebeneinander auf meinem Bett, ich auf der Seite und du auf dem Rücken, und sind eigentlich beide schon ziemlich müde. Das Adrenalin, ausgeschüttet durch deine bloße Anwesentheit, durch die Tatsache, dass wir zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren, körperlich, nicht nur online oder via Telefon, lässt uns aber nicht einmal ans Schlafen denken. Im Hintergrund läuft leise das Mix-Tape welches deine beste Freundin dir für unser erstes gemeinsames Wochenende aufgenommen hat und wir reden über deine Zugfahrt und darüber, wie sehr Emiliana Torrini sich doch wie Björk anhört, wenn sie „Gollum's Song“ singt. Dabei streichen meine Finger schüchtern über deine und du erwidert es. Ich spüre deine Fingerspitzen an meinem Handgelenk und Handrücken... Für einen Moment werden wir ganz still, konzentrieren uns nur auf diese langsamen Bewegungen, bis ich den Text des grade laufenden Liedes wahrnehme: I've hungered for your touch a long lonely time von den Righteous Brothers. Ein Lied, das ich eigentlich furchtbar kitschig finde, doch jetzt erscheint es mir wie ein Wink mit dem Zaunpfahl. Darüber muss ich ein wenig grinsen, denn ich würde wirklich nichts lieber tun, als dich zu küssen, traue mich aber nicht. „Was denn?“ fragst du mit dieser warmen weichen Stimme und schaust mich erwartungsvoll an. „Es ist nur... dieses Lied...“ sage ich und mein Herz pocht so laut in meiner Brust, dass ich denke, du kannst es auch hören. „Ich muss dir jetzt etwas sagen...“ füge ich hinzu, bevor mich der Mut dazu wieder verlassen kann. „Ja?“ fragst du leise und natürlich weißt du schon was ich sagen will. Oder du hast zumindest eine Ahnung, da bin ich mir sicher, und wenn ich diese drei Worte ausspreche, sie zu dir sage, nicht am Telefon, sondern zum ersten mal in deiner unmittelbaren Gegenwart, klingt meine Stimme rau und zittrig. Glücklicherweise stört es dich nicht. Du lächelst, atmest sie ein, und gibst sie mir zurück. Von da an passiert alles wie in Zeitlupe. Bis sich unsere Lippen treffen ist nur der Bruchteil einer Sekunde vergangen, doch dieser Moment kommt mir vor, wie zehn Minuten. Dann spüre ich deine Lippen auf meinen und alles daran ist perfekt...

  • 2. Echt - 2010

    Dieses Lied hat eine Freundin am 1. Januar 2010 in ihrem Blog gepostet, und ich weiß nicht warum ich es angeklickt habe, ich mochte "Echt" nichtmal in der Zeit als sie erfolgreich waren. Jedenfalls habe ich es da wieder gehört, nach mindestens zehn Jahren, und fühlte mich total angeprochen. 2010 werde ich mein Studium endlich beenden und "meine Zeit wird kommen", ich werde aufhören, nur zu existieren und anfangen, zu leben. Und "Echt" mag ich inzwischen, das muss ich an dieser Stelle jetzt mal zugeben.

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