fantatierchen

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- stoned in paradise -

Bücher meines Lebens

  • 1. Sophie Senoner - Nachtaktiv

    600km weit weg von Zuhause ein Stück Heimat in den Händen gehalten, gelesen und gelacht. Nervig-liebenswerter, extrem echter Parlando-Stil, den man direkt aus meinen Gedanken geklaut haben könnte.

  • 2. Sara Pennypacker - Clementine

    Zweites Semester, Lesung auf der KiBuM im Rahmen eines LitWis-Seminars. Der Anfang von allem: ihm, mir - meinem Leben, meiner Zukunft, meiner Liebe. Ein Gefühl, so groß, dass es die ganze Welt umarmen könnte, begann mit der Geschichte eines kleinen Mädchens.

  • 3. Otfried Preußler - Das kleine Gespenst

    Kindheit. Oma. Eierkuchen. Angeln vom Balkon im dritten Stock. Jeden Tag dieses Buch vorgelesen bekommen und trotzdem nie genug davon haben.

  • 4. Elizabeth Gilbert - Eat. Pray. Love.

    "Beantworte mir eine Frage. In all den Jahren, in denen du dich ausgezogen hast vor einem Herren, hat dich je einer gebeten zu gehen? Hat dich je einer stehen lassen, ist gegangen?" - "Nein." - "Weil es ihn nicht interessiert! Er ist im Zimmer mit einer nackten Frau. Das ist doch ein Volltreffer! Ich bin es so Leid... Nein zu sagen oder morgens aufzuwachen und alles durchzugehen, was ich den Tag zuvor gegessen hab. Und jede Kalorie zu zählen, um dann genau zu wissen, wieviel Abscheu vor mir ich in die Dusche trage. Ich mach's jetzt einfach."

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  • 5. Paolo Giordano - Die Einsamkeit der Primzahlen

    Ein Buch, so klar im Stil und so verloren in sich selber, dass es zu meinem Zuhause geworden ist. Ein Dimensionsloch, das alle Gefühle in sich einsaugt, aufbewahrt, festhält, die es zuvor ausgelöst hat. Grandios. Ein Meisterwerk. Mit einem Ende, das eine tiefe, vibrierende Leere hinterlässt.

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  • 6. Mirjam Pressler - Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen

    6. Klasse, Vorlesewettebewerb, Schulentscheid. Der unbekannte Text war aus diesem Buch. Die Worte kullerten wie Murmeln aus meinem Mund, klackerten melodiös aneinander und berührten mich mit ihrer kindlich-tiefen, weisen Naivität, die mich auch nach meinem Sieg an diesem Tag so oft zum Weinen und Lachen gleichzeitig gebracht hat.

  • 7. Katz und Goldt - sowie der Berliner Fernsehturm aus der Sicht von jemandem, der zu faul ist, seinen Kaktus beiseite zu schieben

    Ich stand bei Big Brobot und lachte. Und lachte. Und lachte. So sehr, dass sich meine Begleitung peinlich berührt und möglichst unauffällig von mir entfernte. Nachher quatschte mich eine andere Kundin an und fragte, über welches Buch ich so furchtbar gelacht hätte. Sie hat es gekauft. Und ich es zu Ostern geschenkt bekommen.

  • 8. Jostein Gaarder - durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort

    Mit eines der anrührendsten Bücher über Krebs, den Tod und Glauben. Oh man, habe ich geflennt. Und jetzt schon bei der Erinnerung daran furchtbar viel Pipi in den Augen.

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  • 9. Horst Evers - Die Welt ist nicht immer Freitag

    In einem Antiquariat in der Bergmannstraße ergattert, gerade als ich einer Freundin klarmachen wollte, dass es keine Bücher mehr auf dieser Welt gibt, die mich interessieren könnten - Jackpot. Auf dem Rückweg in der Bahn hysterisch gekichert und so laut gelacht, dass mich die umstehenden Personen misstrauisch beäugt haben. Konnte es aber einfach nicht unterdrücken. Und kann es immer noch nicht.

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  • 10. Andreas Steinhöfel, Anja Tuckermann - David Tage Mona Nächte

    "Ich wollte dir schreiben: Dass ich die Nächte inzwischen lieber habe als die Tage [...]. Nachts sitze ich am Fenster und denke an dich, denke, wenn das immer so wäre, dass einem [...] der Mond irgendwann vertrauter wird als die Sonne, dass Briefe sich nicht mehr um ein Datum kümmern, und dass dir heute etwas gleichgültig ist, was dir gestern noch wichtig war, und wichtig, was dich gestern noch gleichgültig gelassen hat... dann wäre Berlin noch viel heller erleuchtet um diese Zeit, die Luft würde rauschen und wispern vor Geflüster und Liebesschwüren, und niemand würde mehr älter werden, weil alle die Zeit vergessen hätten, weil keine Uhren mehr tickten."

  • 11. Dagmar Chidolue - Lady Punk

    Die eigenwilligste, mutigste und wunderbarste Protagonistin meiner Jugend. Chapeau, Chidolue, dafür, dass Sie dieses Mädchen lebendig gemacht habe,

  • 12. Sylvia Plath - The Bell Jar

    Gelesen im Englischunterricht in der Sek II und schon damals tief getroffen von der Tatsache, dass das Buch, das ich in den Händen hielt und das so positiv endet, geschrieben wurde von einer Frau, die sich nur wenige Jahre danach das Leben nahm. Vergänglichkeit begriffen. Verzweiflung. Und dass Leben dazwischen stattfindet, in den kurzen Momenten des Glücks.

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  • 13. Paulo Coelho - Elf Minuten

    Weil es mich fasziniert, wie sehr ein Mann es geschafft hat, die intimsten Momente der weiblichen Sexualität schonungslos und sensitiv zugleich offenzulegen. Danke dafür.

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  • 14. Maurice Sendak - Wo die wilden Kerle wohnen

    MM 7, MM Heaven - FaDiGz und Superheldenpower... Nutella aus dem Glas essen, riesige Mindmaps erstellen und noch im Schlaf die 11 Aspekte literarischen Lernens von Spinner rezitieren. Wo die wilden Winkis wohnen! Meine schönste Zeit im Studium. Horrend intensiv. Viele Grüße gegen Hausaufgaben!

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  • 15. Reinold Funke - Sprachliches im Blickfeld des Wissens. Grammatische Kenntnisse von Schülerinnen und Schülern.

    Meine Bibel. Der Grundstein des Anstoßes meiner Masterarbeit. Und damit das Ticket für meine Zukunft. Die jetzt Gegenwart sein kann und darf.

  • 16. Tilde Michels - Kleiner König Kalle Wirsch

    Eines der drei Bücher, die meine Mutter als Kind besaß und das sie an mich weitergegeben hat, weil ich es genaus geliebt habe wie sie es tat.

  • 17. Michael Ende - Die unendliche Geschichte

    Jedes Mal bis zu der Stelle gelesen, wo der Hund in dieser verlassenen Stadt der Verrückten angekettet war, und mich dann so gegruselt, dass ich es wieder weglegen musste. Bis ich irgendwann stark genug war, weiterzublättern, der gruseligen Illustration zu trotzen und endlichendlich zu wissen, wie es weitergeht... Allein die Typographie ist es wert, dieses Buch sein Leben lang zu feiern. Es macht mich traurig, daran zu denken, dass es vermutlich kaum noch von jüngeren Generationen gelesen wird und exakt das, was Ende beschreibt, immer weiter und weiter voranschreitet: Fantasien zerfällt.

  • 18. Astrid Lindgren - Die Brüder Löwenherz

    Ohne Worte. Wunderschön. Tieftraurig. Wunderschön.

  • 19. Marjorie Weinman Sharmat, Detlef Kersten, Friedbert Stohner - Nick Nase

    Die ersten Bücher, die ich ganz alleine gelesen habe. Der Beginn einer gigantischen Liebe zwischen Tinte, Papier - und mir (:

  • 20. Wolf Erlbruch - Ente, Tod und Tulpe

    Ein so schweres Thema ganz federleicht gemacht. Hinterlässt nur einen Hauch von Trauer, der schmerzt und gleichzeitig unendlich gut tut.

  • 21. Bárður Oskarsson - Das platte Kaninchen

    Lese ich eigentlich nur Bücher über den Tod...? Hm. Egal. Das hier ist eins übers Fliegenlernen, glaube ich. Unvergessen der Moment, als ich es meiner Mutter zum lesen gegeben habe und wir an der Stelle "Meinst du, es gefällt ihm?" plötzlich beide angefangen haben zu heulen.

  • 22. Walter Moers - Schöne Geschichten

    Aber jetzt wieder was Erheiterndes! (: Weihnachten, Geschenkübergabe, Entschuldigung meiner Mutter: "Ich dachte, es wären _wirklich_ schöne Geschichten..."

  • 23. Zsuzsa Bánk - Die hellen Tage

    Noch nie war das Dreieck weniger Hipster. Gelesen, gefühlt, geheult und gelebt. Obwohl eigentlich nichts passiert, passiert alles, und es bleibt nicht auf dem Papier, sondern springt dich Buchstabe für Buchstabe an, schmiegt sich an dich und lässt nicht mehr los.

  • 24. airen - strobo

    "Ja, krasser Ort, Jugend, da bin ich, da werde ich gewesen sein." Und da bin ich. Da werde ich gewesen sein. Jetzt. Hier.

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3 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Da kommen (Kindheits-) Erinnerungen hoch! Fast alle diese Bücher habe ich gelesen/vorgelesen bekommen und heiß und innig geliebt! 

    26.06.2013, 01:26 von Grossstadtreh
    • 1

      Danke also für's Erinnern an so manchen fast vergessenen Bücherschatz!

      26.06.2013, 01:27 von Grossstadtreh
    • 0

      ...und ich muss nach deiner Beschreibung endlichunbedingtmal Die Unerträgliche Leichtigkeit Des Seins lesen - ahhh! Es klingt so gut.

      Merci für die Kommentare und das Herzen, ich freu mich sehr (:

      02.07.2013, 14:03 von fantatierchen
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