Soundtrack meines Lebens

  • 1. Placebo - Special K

    Mit diesem Lied fing im Prinzip meine musikalische (Neu)Orientierung und damit auch Rettung an. Er lief öfter auf meinem Lieblingsender (delta radio :) (ich hoffe, dass es ihn noch gibt, so wie ich ihn in Erinnerung habe)) als ich noch im Norden und bei meinen Eltern lebte. Er ist aber besonders der Inbegriff einer schönen Zeit, der Zeit vor dem Abi, als es noch sowas wie eine "heile Welt" gab, als der Sommer noch Sommer und Winter noch Winter war, als das behütete Elternhaus noch nicht in angebrachter Weise geschätzt wurde.

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  • 2. Muse - New Born

    Nach dem Abi ging es gezwungenermaßen mit den Eltern ab in eine neu Stadt (wohl eher Dorf), da ich noch keinen Studienplatz hatte, geschweige denn wusste, was ich überhaupt studieren soll und kann. Obwohl ich mit diesem Umzug meine Hoffnung auf das Finden eines Freundes aufgegeben hatte (denn ja, bis dahin hatte ich immer noch keinen näheren Kontakt mit dem anderen Geschlecht gehabt), fing ich nun an, mich langsam aber sicher dem "Feind" zu nähern. Wenn auch diese Begegnung rein virtuell blieb (es lebe das www), so eröffneten sich für mich ungeahnte Möglichkeiten und vor allem Dimensionen. Ich fühlte mich tatsächlich zeitweise wie "neugeboren", aber genauso oft wie "ewig begraben". Dieses Lied, mit dem ich Muse kennen und lieben lernte, steht nicht nur für eine Zeit voller neuer Entdeckungen, sondern auch für eine Zeit mit erbärmlichen Jobs, z.B. als Nachhilfelehrerin für rülpsende Teenis (ich werde es nie vergessen!)

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  • 3. Coldplay - The Scientist

    Das Lied "the scientist" von Coldplay ist mitunter eines der besten Songs dieser Band. Es erinnert mich an jemanden, in den ich unglücklich verliebt war (zumindest erweckte er das Bedürfnis nach erfüllter Liebe in nicht geringem Maße); er selbst war in eine andere Frau verliebt, die ihn aber auf Distanz hielt. Um seine Gefühle zu dieser Frau auszudrücken, schickte er mir dieses Lied ... und ich fand genau das, was ich mir auch immer wünschte. Zugegeben, das wirkt vielleicht etwas kitschig und allzu romantisch, aber wer wünscht sich nicht, dass jemand einen so sehr liebt, dass er alles tun würde. Das Lied begleitete mich aber auch weitere Jahre, nachdem ich die Bekanntschaft schon längst abgehakt hatte. Denn es drückt genau das aus, was ich feststellen musste, nachdem meine erste Beziehung zu Ende war; was es bedeutet eine Beziehung zu führen: "nobody said it was easy, no one ever said it would be so hard"

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  • 4. Radiohead - Let Down

    Radiohead lernte ich kennen und lieben, als ich bereits ein Jahr auf dem Dorf, in das ich mit meinen Eltern ziehen musste, lebte. Mit dieser Band lernte ich auch einen netten Mann kennen :). Der lebte zwar im Bundesland Berlin-Brandenburg (ich damals in Niedersachsen), aber das war ja egal, ich wollte eh nichts von ihm und dabei stand zu dieser Zeit auch fest, dass ich für ein Praktikum nach Berlin ziehen würde. Es war wirklich das Beste, was mir passieren konnte! "Let down" erinnert mich gerade an diese Zeit, mit halbem Fuß noch bei den Eltern, aber in Gedanken schon in der großen Stadt. Mir war damals nicht bewußt, auf was ich mich da eigentlich einließ. Dass ich von dem Praktikum nicht mal die Miete bezahlen könnte, schien ich vergessen zu haben, ich war optimistisch, dass es schon irgendwie passen wird. Ich hatte das Gefühl, als ob mir Flügel gewachsen wären, wie es auch in dem Lied heißt "one day I am going to grow wings - a chemical reaction". Eigentlich ist der Text des Liedes ziemlich pessimistisch, aber ich hab irgendwie sowieso die Angewohnheit, dass ich gerade die schönsten Dinge mit textlich negativen Songs verbinde.

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  • 5. Sigur Rós - Viðrar Vel Til Loftárása

    Als ich schließlich nach Berlin gezogen war, in ein kleines Zimmer bei einer älteren Dame, lernte ich den netten Mann noch etwas näher kennen. Es war irgendwie eine komplizierte Sache, was wohl daran gelegen haben mag, dass ich kompliziert und vor allem ängstlich war; in Bezug auf seine Annäherungsversuche. Dieses Lied von sigur rós hörte ich in dem Moment (und erinnert mich seither daran) als ich in diesem kleinen Zimmer saß, mit dem Blick auf eine Häuserfassade und feststellte, dass ich mich verliebt hatte. Ich kann mich immer noch erinnern, wie es in dem Zimmer gerochen hat und wie ich mich fühlte. Ich habe zu diesem Lied auch das schönste Bild gemalt, dass ich meiner Meinung je zustande gebracht habe. Es ist für mich der Inbegriff des Verliebtseins, obwohl es in dem Lied um eine gescheiterte Liebe geht ... was wohl schon das Ende dieser Beziehung vorausdeutete. Komischerweise kann ich mich nicht mehr daran erinnern, was ich gehört habe, nachdem wir nicht mehr zusammen waren.

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