Soundtrack meines Lebens

  • 1. Metallica - Of Wolf and Man

    Uuuf, schwer zu beschreiben, was mir das Lied bedeutet. Der Text hatte es mir angetan: „I hunt, therefore I am, harvest the land, taking of the fallen lamb“, “roaming the land while you sleep“, „nose to the wind, feeling I’ve been, all senses clean, back to the meaning of life“ oder “in wildness is the preservation of the world, so seek the wolf in thyself”. Eine sehr „karnivore“ Variante des Themas „Mensch und Natur“. Gleichzeitig auch eine schöne Beschreibung des Mythos „Wolf“. Zugegeben etwas übertrieben, aber dadurch meiner Meinung nach nicht ohne Ironie. „So seek the wolf in thyself“ war lange mein geheimes „Motto“. Deswegen auch „einmana úlfur“ (einsamer Wolf).

  • 2. Arrested Development - People Everyday

    Wenn ich irgendwann mal individuellen Musikgeschmack bewiesen habe, dann mit dieser Band. Einige werden sich sicherlich noch an den damaligen „Smash-Hit“ „Tennessee“ erinnern. Ein paar Hits folgten, aber nach der zweiten Platte und einem Unplugged-Album löste sich die Band auf. Heute kennt keiner mehr ihren Namen. Selten habe ich das Glück, dass sich ein Song heutzutage noch auf die Turntables eines DJs verirrt. Meist ist es „People Everyday“. Bei mir zu hause läuft die Musik immer, wenn ich Sonne brauche. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich nach 11 Jahren noch fast alle Texte auswendig kann, obwohl ich das Booklet zum ersten Album nur Wochen nach dem Kauf verloren habe.

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  • 3. Kettcar - Landungsbrücken Raus

    Ich fahre mit Nils im Auto. Nils ist einer von denen, die immer einen Geheimtip auf Lager haben und ihre Freunde auf missionarische Art und Weise zu einem besseren Musikgeschmack bekehren wollen. Wir sitzen also im Auto als er mich fragt, ob ich Kettcar kenne. Da ich verneine, wird sofort die CD eingelegt und zum Lieblingslied „gespult“. Ich lausche... und höre „... als man damals nach Hamburg kam...“. Der Satz weckt Bilder in mir. Ich erzähle Nils, wie schön ich es finde, wenn ich auf der A7 nach Hamburg reinfahre, durch die Kölbrandbrücke und den Hafen begrüßt werde und in die Container hinein in den Elbtunnel eintauche. Den Blick habe ich schon als Kind geliebt, wenn wir aus dem Urlaub zurückkamen. Er lacht. Davon handelt auch der Refrain: „Landungsbrücken raus. Dieser Blick verdient Applaus...“ Zugegeben, die A7 hat nichts mit den Landungsbrücken zu tun, aber eines haben beide gemeinsam: Hamburg, Faszination Hafen. Heute sind meine Kettcar-Lieblingslieder „Balkon gegenüber“ und „Ich danke der Academy“, aber diese Geschichte funktioniert nur mit „Landungsbrücken raus“. Guter Tip von Nils. Ich lass mich jederzeit gerne von ihm bekehren. Nur mit „The Robocop Kraus“ konnt’ ich nicht so viel anfangen...

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  • 4. Stereophonics - I Wouldn't Believe Your Radio

    herrlich sinnentleerter text: „if i had myself a flying giraffe, you’d have one in a box with a window“

  • 5. Á Móti Sól - Áfmæli

    eigentlich geht es in dieser anekdote, um ein anderes lied der band. das ist aber leider nie auf einem Album erschienen und deswegen mit dem Songnetzwerk hier nicht kompatibel. auf unseren langen autoreisen in island haben wir im radio ein paar mal eine originelle coverversion von eminems “stan” gehört. unplugged mit gitarre, schneller als das original und auf schottisch gerappt. „stan“ ist ja wahrlich nicht mein lieblingslied, aber bei der version lagen wir vor lachen unter der rückbank. ich habe stunden damit verbracht, das lied im internet zu suchen. umsonst. es sollte noch eine weile dauern bis ein paar freunde mich mit zu einem konzert einer isländischen popgruppe mitnahmen. meine freude war groß als diese das lied anstimmten. erst ein halbes jahr später hab ich es zufällig auf deren homepage zum runterladen gefunden. wer interesse hat, kann ja mal suchen: www.amotisol.is.

  • 6. Take That - Back for good

    Ja, heute traue ich mich zuzugeben, dass ich zu den Mädels gehörte, die sich damals Fans nannten bzw. genannt wurden. Natürlichen gehörten meine Freundinnen und ich zu den gemäßigten. Die wirklich verrückten sind schließlich immer die anderen. Trotzdem waren wir verrückt genug 199x ab 9 Uhr morgens in Berlin vor der Deutschlandhalle auf den Einlaß zum Konzert zu warten. Ein lokaler Radiosender beschallte die Wartenden mit Musik. Immer wenn „Back for good“ lief, wurde lauthals mitgesungen. Hach, wat warn dat noch für schöne Zeiten.

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  • 7. Garou - Et si on dormait

    Der Text dieses Liedes spricht mir aus der Seele. Hier ein Ausschnitt: « Personne ne m’avait dit qu’il fallait se battre jour et nuit, allongé à tes côtés, je n’ai pas envie de me lever …et si on dormait encore un peu » Will sagen : „Niemand hat mir gesagt, dass ich Tag und Nacht kämpfen müsste. An Deiner Seite liegend, habe ich keine Lust aufzustehen. Warum schlafen wir nicht noch etwas?“

  • 8. Linkin Park - In the End

    3 Uhr nachts auf einer isländischen Landstraße. Wir fahren von Selfoss in Richtung Reykjavík. Nach Reykjavík müssen wir noch über 100km fahren bis wir zu hause sind. Wir haben bei einem Freund Geburtstag gefeiert. Ich sitze auf dem Beifahrersitz und Peter hinterm Steuer. Auf der Rückbank wird geschlafen. Am Horizont sehen wir schon den Lichtschein von Reykjavík, obwohl wir noch eine halbe Stunde entfernt sind. Hier ist alles etwas klarer. Tiefhängende Wolken leuchten Rot im Schein der Stadt. Sogar ein kleines Bauernhaus rechts auf dem Feld erreicht mit seinem Licht die Wolken. Links hinter den Bergen muss auch eine Siedlung liegen. Hinter den schwarzen Gipfeln leuchtet der Himmel auch. Um uns herum betonen die angestrahlten Wolken die schroffen Kanten der umliegenden Berge. Alles ist in Schwarz- und Rottöne getaucht. Endzeitstimmung. Und im Radio läuft von Linkin Park „In the end“. Passt irgendwie. Einen kurzen Augenblick führt die Straße scheinbar endlos schnurstracks geradeaus. In unserem Fernlicht bilden die reflektierenden Straßenbegrenzungen eine seltsame Symmetrie in dieser unwirtlichen Landschaft. Peter bemerkt: „Guck mal, die Poller stehen Spalier.“

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  • 9. The Offspring - Self Esteem

    Klassenreise nach Eckernförde, neunzehnhundertweißichnichtundneunzig. Klassenreisen begleitende Lieder kennt wahrscheinlich jeder. Alle lieben das Lieb und es läuft non-stop. Ich hab’s gehasst. Aber man kann sich ja nicht immer die Lieder aussuchen, die das eigene Leben begleiten.

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  • 10. Disturbed - Down with the Sickness

    Letztes Jahr sind wir möglichst früh bei Rock am Ring angereist. Wir hatten alle genug Zeit und wollten den Massen entgehen. Außerdem wollten wir auf dem Platz A7 campen, der genau gegenüber des Haupteingangs lag. Da muss man früh da sein. Also waren wir schon am Dienstag da, obwohl es erst am Freitag losging. Die Camper von A7 sind die am besten ausgerüsteten. Generatoren, Kühlschränke, hausähnliche Zelte und mannshohe Boxen. Die Besitzer der mannshohen Boxen, mehrere an der Zahl, konkurrierten um die Aufmerksamkeit der Zelter. Teilweise so stark, dass wir mit unserem mitgebrachten Kassettenrekorder sogar bei maximaler Lautstärke nicht dagegen ankamen. Die konzertfreien Tag haben wir meist stundenlang damit verbracht, gemütlich mit einem Bier in der Hand in Campingstühle gegossen den Hobby-DJs zu lauschen. Negativ-Highlight war z.B. die Dauerdudelei des gesamten Evanesence-Albums, auf dem sich jedes Lied wie das andere anhört - oder sie haben eine Single auf Repeat gespielt, egal, war furchtbar. Zwischendurch tauchte aber immer wieder ein Lied auf, bei dem ich jedes Mal fragen mußte, was das denn sei. Jedes Mal bekam ich mit gesteigerter Genervtheit die selbe Antwort: „Disturbed“ ... „Catherine, das ist immer noch Disturbed!“ Ich war allerdings nicht die einzige, die unter solchen Aussetzern litt. Ein Zeltnachbar fragte immer wenn Queens of the Stone Age „No One Knows“ lief, was das denn sei. Faulheit macht dumm.

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