Soundtrack meines Lebens

  • 1. Anouk - Nobody's Wife

    Teencamp TEN SING & Brass in Michelstadt. Ich darf den Theater-Workshop leiten (juchuh!) und ausserdem ganz viel beim Sing & Fun auf der Bühne stehen (wenn die Teilnehmer sich nicht trauen braucht man ja erst mal Mitarbeiter die das machen). Ich hatte mit der Band schon Sachen gesungen die ich schon kannte, am nächsten Tag wollten sie Nobody's Wife spielen. Wir hatten das Lied auf unserem letzten Konzert gemacht und eine Freundin von mir hatte es fantastisch gesungen, ich kannte allerdings noch nicht mal den Text des Refrains richtig auswendig. Nachts als die Teilis im Bett waren haben mir zwei Freunde das Lied dann beigebracht und seit dem ist es mein liebstes Bühnenstück. Es ist ein Lied zum alles rausschreien, zum richtig abgehen, zum sich-die-Seele-aus-dem-Leib-singen, es macht einfach Spaß.

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  • 2. Luka Neuser - Wie Vor Jahr Und Tag

    Ich genieße immer total lange Autofahrten, bei denen ich nicht selber fahren muss, sondern hinten im Auto sitzen kann, meinen Discman ganz laut aufdrehe und draussen die Welt vorbeiziehen sehe. Die CD mit "Wie vor Jahr und Tag" muss auf jeden Fall dabei sein. Ich kann daran keine spezielle, einzigartige Geschichte binden. Es begleitet mich einfach seit drei Jahren auf diesen Touren, es ist mein Träumlied und ganz bestimmt mein "Verliebt-sein" Lied, weil es mir immer wieder alles über Liebe erzählt. Es ist eine Art Wegbegleiter. Und vielleicht das Lied meines Lebens.

  • 3. Frank Sinatra - Moonriver

    Kein Song, der mich an eine bestimmte Situation erinnert, sondern ein Lied, das mir begegnete und das ich danach einfach verfolgen musste. Mein Daddy und ich waren im Auto unterwegs zu meinen Großeltern, es war Muttertag und der Rest der Familie konnte nicht, also legten wir die einstündige Strecke zu zweit zurück und hörten dabei eine Frank Sinatra CD. Und dann kommt dieses wunderschöne Lied und ich höre eine Zeile die mir eine Gänsehaut macht: "My huckleberry friend". Solche einzelnen Fragmente, Sätze und Wörter entdecke ich mit viel Glück immer wieder in Liedern, Filmen und Büchern, die anderen vielleicht nicht auffallen oder nicht wichtig sind, für mich aber die einzig wahre Poesie. Meinen Vater muss ich auf den Rest der Autofahrt ganz schön genervt haben, ich habe nämlich immer wieder dieses Lied spielen lassen und es ist noch nicht mal besonders lang :)Aber dieser Song gibt mir seid damals so ein zu Hause Gefühl. Ich weiß, dass ich ihn hören kann zum wohlfühlen aber auch zum traurigsein. Er berührt mich ganz, ganz tief drinnen, da, wo man es nicht mehr erklären kann. Darum - auf ewig - im Soundtrack meines Lebens.

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  • 4. Sarah McLachlan - Angel

    So 'ne Kuschelrock hat doch fast jeder von uns zu Hause im Regal stehen. Ja, ist jetzt auch egal wie "uncool" das ist, ohne meine "Kuschelrock - Best Movie Songs" würd ich dieses traumhafte Lied nicht kennen. Der Film dazu - natürlich Stadt der Engel. "Angel" war lange Zeit mein Einschlaflied. Es strahlt so viel Ruhe aus, dass es dazu perfekt geeignet war. Dann wurde es aber zu meinem liebsten Klavier-Sing-Stück. Mit meinem "Klavier-Sing-Stücken" ist das so: Ich habe eine gute Freundin, die mittlerweile Musik studiert, die hervorragend Klavier spielen kann. Wir wurden irgendwann Klavier-Sing-Partner - also, wirklich entwickelt hat sich das, nachdem sie mir einmal zum Geburtstag das Lied "Never saw blue like that" von Shawn Colvin "geschenkt" hat - sie wusste wie sehr ich das Lied mag und hat es für mich auf dem Klavier gelernt. Danach war unsere "Karriere" nicht mehr zu bremsen :) Angel ist unser Lieblingsstück. Vielleicht schon immer gewesen, weil wir es unabhängig voneinander entdeckt und lieben gelernt haben, und dann miteinander immer wieder so viel Freude mit diesem Lied haben dürfen. Und wenn ich das Lied höre, dann denke ich sofort an diese Freundin, die ich jetzt leider nicht mehr so oft sehen kann... Vielleicht auch deshalb. "In the arms of the angel, may you find some comfort here."

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  • 5. Cher - The Shoop Shoop Song

    Das allererste Konzert. Das erste mal mit dem Chor auf der Bühne stehen. Die Chorsätze können. Nicht zuschauen, sondern voll dabei sein. Ich liebe die Bühne. Und dann komm ich. Mein allererstes Solo! Ich hatte den Song vorher ungefähr zweimal mit der Band gesungen, war also meganervös. Aber irgendwie hat es geklappt. Ich stand zwar recht hilflos auf der Bühne, wusste nicht was ich machen sollte, wie mich bewegen während des Singens - und in dem einzigen Moment in dem ich wirklich ganz still stehen wollte bemerkte ich dann dass mein Bein wie blöde am zittern war - aber ich hab es geschafft. Meine Stimme hat nicht versagt. Danach hätte ich so oder so die Welt umarmen können (jeder der schon mal auf der Bühne stand und Applaus bekommen hat weiß, was für ein tolles Gefühl das ist), und dann kam noch der Schröder zu mir und sagte "Hey, du hast richtig gut gesungen." Das erste Lob, das ich an diesem Tag ernst nehmen konnte, weil es von einem Menschen kam, den ich praktisch nicht kannte. Ich habe danach noch viele Male auf der Bühne gestanden und ich habe es immer geliebt. Aber dieses Gefühl, das erste wahre, richtige Lob zu kriegen, das Gefühl, vielleicht wirklich stolz oder auch einfach nur zufrieden sein zu dürfen, das hat mir nur dieses Solo gegeben. Weil es das erste war. Und weil es - thank the lord - geklappt hat.

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