Soundtrack meines Lebens

  • 1. Sheryl Crow - There Goes The Neighborhood

    14.12.03 Mein erstes Sheryl Crow Konzert. Und mein erstes richtiges Rockkonzert überhaupt. 4h vor Einlass alles abgefroren, was sich mit Nervenbahnen rühmt. Soundcheck durch die Tore gehört. Aufregung. Sehr nette Leute. Fiese Security am Einlass ("nee, diese Reihe machen wir zu, müsst euch in der andern hinten anstellen")Durchgekämpft, erste Reihe. Ben Taylor Band: toller Support. Und irgendwann fand ich mich in Extase. Nie hätte ich gedacht, dass dieser Song, den ich ohnehin schon so liebte, mich live dazu bewegt, rumzuspringen, mitzu"singen", einzig und allein den Song zu leben, mit den anderen, mit Sheryl Crow (there is nothing sexier than a girl with a bass, auch wenn sie schon 41 ist)Der Song steht stellvertretend für sämtliche des Konzerts, für all die Momente. Den, in dem sie auf mein selfmade-"CROW"shirt zeigte und sagte, dass sie´s really likes. Den, in dem ich ihr Plektrum (ich glaube immer noch, das war nur für mich)versucht habe zu fangen und es erst am Ende des Konzert am Boden gefunden hab. Den, in dem sie mich angelächelt hat (ich dachte immer, das klingt doch übertrieben und verrückt; ist es nicht) bei der Zeile "...my name is father tim" beim Song "Sweet Rosalyn" und ich grinsend mitsang. Den ganzen Gänsehautmomenten. Dem Gefühl: Das ist es. ...meine Güte, wie hört sich das alles an... Ich zitiere mal die Cowboy Junkies: "Music is the drug." It is.

  • 2. Wir sind Helden - Du erkennst mich nicht wieder

    dieses Lied ist ganz einfach eines der besten, die je geschrieben wurden. Weil ich jedesmal eine Gänsehaut bekomme, beim hören. und das schaffen nur sehr wenige Songs. Judiths Stimme, ihre Gitarre und wie sich langsam Bass, Keyboard und Schlagzeug dazugesellen bis man es vor vor lauter Schönheit nicht mehr aushält und der Song ausatmet, mit den einsetztenden verzerrten Gitarren. Und der Text. Ich kenne wenige vergleichbare. Warme Nachtluft, oh ja, so fühlt sich das Lied an. Liebe, aber auch Traurigsein, ein Stadtpark in der Nacht, nachdenken, ans Ende der Stadt, ans Ende der Welt und über den Rand und live noch viel weiter! Wie sich das potenzieren kann, hätte ich nicht vermutet. 11.03.2004 in Düsseldorf: der Beweis. Eng war´s, vorne in der ertsne Reihe. Ich hab meine Arme kaum zum klatschen rausbekommen. Weil all die blöden Teenies da waren, denn die Helden waren ja grad hip. Mitsingen können die aber nur "Denkmal", denn das haben die auf ihren Landjugend-dumm-sauf Zeltpartys schon mal gehört. Aber das Ärgern wird dann doch von Judith on stage in pures Glücksgefühl verwandelt. Danke, danke. Als ich aus der Halle kam, erkannte man mich nicht wieder. Überall blaue Flecken, Quetschungen....aber auch ein bekifftes Grinsen im Gesicht. Ans Ende der Welt und über den Rand...

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  • 3. Sheryl Crow - Anything But Down

    Ganz einfach: Der Song war der erste, den ich auf Gitarre gespielt habe! Das Album "The Globe Sessions" von dem er stammt, war mein "Einstieg in die Musik" und es ist immer noch unumstritten die beste Platte, die ich kenne. Und weil die anderen Songs entweder für Akustikgitarre nicht geeignet, oder ganz einfach zu schwer waren, war es dann "Anything But down". Sechs verschiedene Akkorde ist ganz schön viel als Einstieg (vor allem das blöde "F"), aber ich hab richtig gearbeitet, um den Song spielen zu können. Seitdem ist kein Tag ohne Gitarre spielen vergangen... Danke Sheryl, und danke Hannah, die mir ihre Yamaha Konzertgitarre ein Jahr lang geliehen hat, bis ich das Geld für ne eigene (Western) hatte.

  • 4. Heather Nova - Sugar

    Heather Nova, gleich nach Sheryl Crow. Wer sie kennt und liebt, weiß, wieso sie so großartig ist. Alle anderen hören sie sich unbedingt an! (aber bitte nicht nur einen Song. Denn wie alle guten Künstler/Bands ist so vielseitig, dass ein Song kaum exemplarisch ist) Jedenfalls ist "Sugar" mein Lieblingssong, wenn das möglich ist. Ein Song den ich hätte live hören/sehen/erleben können. Wenn da nicht die blöde, unwichtige Matheklausur gewesen wäre und wir unsere Prioritäten richtig hätten setzten können. Heather Nova spielt am 10.10.2001 in Münster. Quasi direkt vor der Haustür! (von Coesfeld, wo ich herkomme, sind´s nur 30min mit dem Auto) "Nein, das geht nicht, wir schreiben doch am nächsten Tag Mathe" Meine Güte, wir waren in der 11., da zählen die Noten eh nicht! Naja, zu unserer Verteidigung: wir kannten Heather´s Musik noch nicht sooo gut und haben auch recht kurzfristig von dem Gig erfahren. Aber es hätte noch Karten gegeben! Und dann muss man im Forum lesen, das Heather als Intro zu dem ohnehin schon so genialem Sugar einen Teil von Rammsteins "Ich will" gespielt hat! Tolles Experiment und wir´s hams verpasst. All die Schauer die sie uns über den Rücken gejagt hätte! Das schafft sie ja schon auf Platte! Fuck!!! Bis heute hab ich´s nicht geschafft, auf ein Heather Nova Konzert zu gehen.Die waren auch immer weit weg, was ein Grund ist. Deswegen ärgert mich das verpasste in Münster auch so. Und jetzt hat sie ein Baby, ihre Musik wird viel zu seicht ("Storm") und sie spielt nur noch Akustik-Gigs. Sieht aus, als hätte ich´s unwiederbringlich verpasst. Fuck. Bleiben nur die grandiosen Live-CDs, die zu hören aber eigentlich qualvoll ist, weil man weiß, man hat´s verpasst. So Heather, please plug in and play (in Münster)!

  • 5. Aimee Mann - How Am I Different?

    Ich schließe halb die Augen, blinzle in die Sonne. Die Luft riecht gut, ich bin (annähernd) glücklich. Ein Song für den Moment. Die Gitarre rollt relaxed und verhalten optimistisch in den Song, genauso, wie ich mich fühle. Aimee singt und weiß um die Kostbarkeit des Augenblicks. Doch sie wäre nicht Aimee Mann (und ich nicht ich), wenn sie nicht gleich leise zweifeln würde: Cause this show is too well designed...

  • 6. Sportfreunde Stiller - Frühling

    Mein Zivildienst. Eine Scheißzeit. Ehrlich. Warum? Ich hatte einen Job im Büro eines Pflegedienstes und durfte den ganzen Tag spülen, kopieren, saubermachen, rasenmähen, Pflastersteine hochnehmen, neu pflastern, die übergelaufene Abwasserdingsbumsgrube im Keller saubermachen, als das Rohr verstopft war etc. Am Anfang gab es wenig zu tun und da es eine Stempeluhr gab, saß ich oft Stunden davor und hab auf 17:00 gewartet. Später viel zu tun und dazu eine unfaire Chefsekretärin, die garnicht wusste, was ich alles zu tun hatte, aber wieherte: "der macht, was er will" nur weil ich ihr nicht prompt einen scheiß Kaffee machen konnte. Hab ihr die Meinung gesagt, es gab Zoff. Alles furchtbar. Dann kamen die Sportfreunde. Auf dem Weg zur Arbeit dieser Song: "Ich hoff´ der ganze Frust verschwindet, der mich solange schon umgibt. Ich wäre gerne ein Magnet, der warmes Licht anzieht..." Peter S. Brugger sprach mir aus der Seele. Auf ihren Konzerten ist das immer mein Lieblingssong, da singe und springe ich noch mehr als üblich. Der Song und das Album haben mir über ne echt trostlose Zeit geholfen. Ein Kompliment an euch, Sportis!

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  • 7. Sheryl Crow - If It Makes You Happy

    I've been long, a long way from here Put on a poncho, played for mosquitos, And drank til I was thirsty again We went searching through thrift store jungles Found Geronimo's rifle, Marilyn's dildo And Benny Goodman's corset and pen Well, o.k. I made this up I promised you I'd never give up If it makes you happy It can't be that bad If it makes you happy Then why the hell are you so sad? You get down, real low down You listen to Coltrane, derail your own train Well who hasn't been there before? I come round, around the hard way Bring you comics in bed, scrape the mold off the bread And serve you french toast again Well, o.k. I still get stoned I'm not the kind of girl you'd take home We've been far, far away from here Put on a poncho, played for mosquitos And everywhere in between Well, o.k. we get along So what if right now everything's wrong? If it makes you happy It can't be that bad If it makes you happy Then why the hell are you so sad? Wow, was für ein Text, was für ein Song. "Is it about drugs?" fragte ein holländischer Interviewer. Sheryl Crow: "Well, if it is ´bout drugs for you, it is about drugs" Ich finde, genauso sollten Songs sein. Was bedeutet er für dich? Für mich bedeutet er, dass ich mein Studium schmeißen kann, wenn es keinen Spaß macht. Why derail my own train? Wenn er bei mir läuft, schnappe ich mir jedesmal meine Fender Telecaster und spiele mit. Ich glaub´ nur wegen dem Song hab ich sie mir gekauft. Play for the Mosquitos (oder mücken, hier in D) Ich denke an die drei Konzerte in Köln, Berlin und Dublin. Die Vorfreude nach ungefähr der Hälfte der Show: gleich kommt der Song. Er kommt, alle singen laut den Refrain, ich z.B. furchtbar schief, but it can´t be that bad! Weil Sheryl Crow, sind die Lyrics nicht ganz unzweideutig (wie ihr gemerkt haben werdet). Schmeiße ich mein Studium, macht mich das sicher kurzzeitig glücklich. aber was dann? Why the hell are you so sad? Could somebody bring me comics in bed and scrape the mold off the bread?

  • 8. Sheryl Crow - Leaving Las Vegas

    Ja, schon wieder Sheryl Crow. Der Song mit dem coolsten "feel", den ich kenne. Dabei sitzt man auf einem Sofa im Keller, es stehen und liegen ein paar Gitarren rum und man trinkt Jim Beam mit Pepsi on the rocks. Oder man fährt mit dem Auto und diesem Song durch die Abendsonne im Sommer. Und folgende Line aus dem Song ist für mich essentiell geworden: "such a muddy line between the things you want and the things you have to do"

  • 9. Tori Amos - Mr. Zebra

    Eine gute Freundin und ich kommen aus dem Kino wieder, nachts. Die Autobahn ist absolut leer, wir hören Tori Amos. Es kommt "Mr.Zebra". Sie sagt, sie mag den Song nicht so. Ich sage, dachte ich auch aber hör´mal. Und wir hören. Immer wieder, um den Text zu verstehen. Das geht natürlich daneben denn "ratatouille strychnine" oder "she thinks she´s Kaiser Wilhelm or a civilised syllabub" versteht natürlich kein Mensch und ich hab´s grad abgeschrieben. Als wir zuhause ankommen, liebt sie den Song auch. "Figure it out, she, she is a goodtime fella"

  • 10. Dover - Big Mistake

    Der letzte Song des Soundtracks. Zu wenig Platz, natürlich. Viele Sheryl Crow, Aimee Mann oder Sportfreunde Songs hätten noch reingemusst, aber eine spezielle, "situative" Erinnerung haftet ihnen (meist) nicht unbedingt an. Sie bedeuten mir einfach viel, sei´s z.B. weil die Lyrics großen Einfluss auf mich hatten. Aber s´wird ja auch langweilig, wenn ich immer schreibe "Echt Leute, was für´n geiler Text ist das denn??". Hier also ein Song mit situativer Erinnerung: "Big Mistake" steht für das ganze tolle Dover Album "I was dead..." und somit für den Sommer 2004. Mein Zivi war zuende, und ein guter Freund und ich hatten nichts zu tun, als durch die Gegend zu fahren. (Aber nur selten mit dem Auto. Da muss man den Whiskey zu oft zuhause lassen) Während wir also auch gerne zweimal an Sommerabenden durch den McDrive zuckelten, lief irgendwie immer diese CD.(Wie gut, dass Dover aus Spanien kommen, sonst käme man sich noch vor wie ein amerikanisches Middleclass-Kid) Und wenn wir dann spätabends über die Landstraßen fuhren lief sie immer noch.

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