Soundtrack meines Lebens

  • 1. Moloko - The time is now

    Ich hatte einen 20 Jahre alten, sehr sehr schönen, sonnengelben Käfer mit gelben Sitzen. Im ebenso sonnigen Sommer vor vier Jahren habe ich mir eine neue Anlage dafür besorgt. Ich verbrachte die halbe Nacht in der Garage meines besten Freundes, um sie einzubauen. Als ich schließlich alles verkabelt und angeschlossen hatte, drückte ich den Power-Knopf und: Alles funktionierte! Ich öffnete das Handschuhfach, legte eine CD ein und es lief the time is now. Kein Lied hätte diese Stimmung besser treffen können. Es war eine absolut unbeschwerte Zeit, das Lied der Inbegriff von Freiheit, bisher der beste Sommer, den ich erlebt habe. Wir saßen im Auto, hörten Musik, wickelten zwischendurch etwas Rollrasen und genossen diese schönen Klänge. Am nächsten Morgen wollte ich nach Hause fahren, aber ich kam leider nicht mal aus der Garage. Die Batterie war leer.

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  • 2. Johnny Marks - Rudolph, The Red-Nosed Reindeer

    ...ist für mich der penetranteste ohrwurm aller zeiten. diese melodie pfeife ich seit jahren (meistens sogar ohne es zu merken), egal zu welcher jahreszeit. zum glück nicht ständig, aber in unregelmäßigen abständen. (dicht gefolgt von der indiana jones - titelmelodie. seit einer weile hat sich auch auch "raindrops keep falling on my head" von burt bacharach in das repertoire eingeschlichen.)

  • 3. lee majors - The Unknown Stuntman

    Damit verbinde ich meine frühesten Kindheitserinnerungen. Keine Folge verpaßt. Nebenher habe ich mit Masters of the Universe Figuren gespielt (die heute das Gewürzbrett meiner Küche zieren). Lee Majors war mein Held und ich war neidisch auf einen Jungen in meinem Spielkreis, der den Jeep aus der Serie mit dem Adler auf der Kühlerhaube als Matchbox Auto hatte(für alle Auto- Profis unter Euch, die jetzt die Nase rümpfen: ich weiß es war kein Jeep, aber damals war es für mich einer.) Außerdem ist Lee Majors Schuld daran, daß ich damals angefangen habe, BMX zu fahren. Bin über selbstgebaute Sprungschanzen weggefegt und einmal sogar bei einem Rennen mitgefahren. Allerdings hab ich irgendwann eingesehen, dass ich die harten Stunts lieber den Profis überlassen sollte.

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  • 4. smash mouth - walking on the sun

    Ist einfach ein schweinecooles Lied. Dem Gitarristen, der sich dieses Riff ausgedacht gehört ein Orden für sein Lebenswerk verliehen. Habe es zum ersten Mal beim Kesseltreiben im Bremer Schlachthof gehört. Ich saß irgendwo rum, aber als ich das Intro und dann diese dreckige, knarrende Gitarre hörte, war ich verliebt und musste augenblicklich aufspringen und tanzen.

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  • 5. Jack Johnson - Traffic In The Sky

    Dieser Song ist der perfekte Soundtrack, um an einem sonnigen Morgen aufzustehen. Er taucht einen sanft ins Licht, er erfüllt die Seele mit Wärme und rollt dem schlaftrunkenen Kopf einen weichen roten Teppich aus, auf dem er in den Tag hinein schweben kann. Dieses und all die anderen schönen Lieder, die der junge Mann geschrieben hat, erinnern mich vor allem an mein Austauschjahr in Neuseeland, obwohl sie damals (vor fast acht Jahren)noch gar nicht aufgenommen waren. Aber diese Lagerfeuer-am-Strand-Melancholie ruft sich beim Hören immer wieder ins Gedächtnis. Wie gern hätte ich einige dieser Stücke selbst geschrieben. :-)

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  • 6. Wham! - Last Christmas

    mit einem sehr guten freund aus Äthiopien habe ich letztes jahr als "rasta claus" auf dem hamburger weihnachtsmarkt carribean style weihnachtslieder gespielt, mit gitarre, kleiner trommel und gesang. wir hatten rot-weiße mäntel an, eine afro- und eine rastaperücke und sonnenbrillen auf. ich hab mir noch ein bißchen teint aufgemalt. und so sangen wir zweistimmig ein englische weihnachtslieder mit einem spanischen akzent. und zwar spielten wir genau zwei stücke - den ganzen abend lang: jingle bells und feliz navidad. allerdings war uns das allein zu langweilig und so ließen wir -stilgerecht- ein paar harry belafonte songs mit in die stücke einfließen, nämlich angelina bei jingle bells und kingston town bei feliz navidad. wir tingelten über den gesamten markt, spielten überall dort, wo möglichst viele leute standen und kamen dabei sehr gut an. wir haben pro abend für ungefähr zweieinhalb stunden gespielt, die leute waren schon ziemlich breit vom glühwein und dementsprechend gut gelaunt, und am ende haben wir jedesmal ungefähr 120 euro mit nach hause genommen. dabei haben wir nur unseren spaß gehabt! die leute fanden es witzig, wir waren verkleidet und hatten dadurch wirklich narrenfreiheit. wenn wir uns nach den beiden stücken zur nächsten stelle auf machten und jemand noch etwas hören wollte, konnten wir natürlich nicht dasselbe noch mal spielen. also war ich auf diese situation wie folgt vorbereitet: ich suchte mir die hübscheste frau aus der gruppe heraus und sagte zu ihr: listen, i have a song for you: last christmas he gave you his heart but the very next day you knew he was gay this year - to save you from tears i think you should have my number... wir hatten sehr sehr viel spaß und ich zehre noch heute davon. in diesen momenten habe ich wirklich gelebt und genau das getan, was mir am meisten freude macht. es war die schönste vorweihnachtszeit, die ich bisher erlebt habe. ps.: ab november gibt es übrigens eine home page...

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  • 7. Massive Attack - Teardrop

    Das läuft immer nachts in der Hypo Vereinsbank am Pferdemarkt. Man höre und staune. Ich frage mich dann regelmäßig, für wie viele Menschen außer mir dieses Lied auch der perfekte Soundtrack zum überreizten Dispo ist...

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  • 8. beastie boys - Sabotage

    Wir haben in einem großen, alten, wunderschönen Forsthaus gewohnt. So richtig wie man es sich vorstellt: am Waldrand im Grünen, fast ohne Nachbarn, die reinste Idylle, mit Pferden und Hühnern auf der Weide hinterm Haus, ein Paradies für Kinder. Zur Hälfte war das Haus unsere Wohnung, die andere Hälfte das Forstamt, in dem mein Vater arbeitete. Irgendwann wurden diese Büros renoviert und es entstand über ihnen ein riesiger "Dachboden". Zufällig waren meine Freunde und ich damals fieberhaft auf der Suche nach einer Halle oder dergleichen, in der man auch bei schlechtem Wetter skaten konnte, zumal es auf´m Dorf selbst im Sommer schwierig war, gute Plätze zu finden. Als der Büroumbau abgeschlossen war, hatten wir unsere Halle: 220 Quadratmeter glatte Holzdielen, gut sechs Meter bis zur Spitze des Dachs. Zum Fahren war es absolut perfekt. Den ganzen Herbst und Winter lang. Nach einer Weile fingen wir an, uns Rampen zu bauen. Die eine Rampe war 1,80 m hoch, 4 m breit und ziemlich fachmännisch konstruiert. Die andere auf der entgegengesetzten Seite bestand aus einer großen Holzplatte, die auf drei nebeneinanderliegende Türen genagelt war. Das ganze lag schräg auf zwei ausgedienten Bürotischen. Zwischen diesen beiden Rampen konnte man dann hin- und herfahren und Tricks machen. Wir hatten auch eine Anlage da oben stehen, mit drei CDs: eine von den Brand New Heavies und zwei von den Beastie Boys - Check Your Head und Ill Communication. Das beste Stück zum Skaten war definitiv SABOTAGE, weil´s 1. zur Zeit und zur Stimmung paßte und 2. das Geräusch, wenn man auf die zweite Rampe sprang, genauso klang wie die Snare bei eben diesem Lied. So hatten wir den Ehrgeiz, möglichst im Takt Tricks zu machen. Oft haben wir uns aber auch einfach neben dem Takt unheimlich auf die Fresse gelegt.

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