Soundtrack meines Lebens

  • 1. R.E.M. - Nightswimming

    "Zu diesem Lied gibt es eine Regel", sagte ich leise zu dem Mann, der neben mir im Bett lag: "Egal was passiert, es gilt als nicht geschehen, ja?". Ein verständnislos fragender Blick von ihm - kein Wunder. Er wusste noch nicht, dass ihn ihn gleich küssen würde, hatte schon aufgegeben, es umgekehrt zu versuchen. Aber wir waren verliebt und die Sehnsucht war stärker war als das Schuldgefühl, das ich mit dieser albernen, soeben erfundenen Regel totkriegen wollte. Ich, die ich bisher nur einen einzigen Mann geküsst und geliebt hatte... meinen Freund nämlich, der tausende Kilometer entfernt auf mich wartete. Für mich war Fremdküssen betrügen, ich fühlte mich schlecht und die neue Liebe machte mir Angst. Aber sie war trotzdem da. Wenig später lief Nightswimming" auf Repeat. Es war eine Nacht, in der das Falsche tun sich richtig anfühlte.

    Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
  • 2. The Divinyls - Siren (Never Let You Go) [#]

    Mittzwanziger, die sich jeden Sonntag Abend zur Rollschuh-Party treffen - das klingt ziemlich uncool?! Macht nichts. Wir waren damals in einer recht großen Gruppe und völlig freiwillig so uncool. Paul, der DJ, der eigentlich Mathelehrer ist, spielte diesen Song, wenn es wieder Zeit für die Speed-Runden war. Dann hieß es: so schnell wie möglich seine Runden drehen... und dabei den Alltagsstress vergessen. "Siren" bringt mich immer zurück in die muffige, warme und entspannte Atmosphäre der Skating-Bahn von Eltham.

  • 3. Rick Astley - Hold Me in Your Arms

    Ich ging in die 5. Klasse und der Siegeszug des Tonträgers "Compact Disc" hatte noch nicht begonnen. Walkmans gab es, Mix Tapes, aber keine CD-Player. So wurde ich dann auch ziemlich schief angeguckt, als ich von meinem Vater sein altes Gerät geschenkt bekam und gleich noch das Rick Astley-Album dazu. Diesen Song mochte ich am liebsten und ich habe die CD immer noch. Sie erinnert mich an meinen Vater, der allerdings bis zu seinem Tod lieber Jazz oder Frank Sinatra hörte (und sicher froh war, Rick Astley los zu sein!).

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