Soundtrack meines Lebens

  • 1. Alice Cooper - poison

    Wir saßen auf der Treppe - er und ich. Dieses gegenseitige Wechselspiel von verstohlenen Berührungen und Blickkontakten ging schon seit Stunden. Mir wurde es langsam zu blöd, ergo habe ich ihn einfach geküsst. Wir waren zweieinhalb Jahre zusammen.

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  • 2. Tocotronic - Gott Sei Dank Haben Wir Beide Uns Gehabt

    Wir waren immer zu viert abends in Karlsruhe unterwegs. Wir, das sind Bianca, Tine, Lukas und ich - Sarah. Klar, dass es oft sehr feuchtfröhlich wurde. Daher sind wir auch immer mit der Bahn nach Hause ins 20km entfernte Bretten gefahren. Unsere Lieblingsbeschäftigung während der Heimfahrt war es, das "Klatschlied" aka. "Gott sei Dank haben wir beide uns gehabt" von Tocotronic lauthals (extrem laut und schräg) in der Bahn zu grölen und natürlich entsprechend mitzuklatschen. Wie viele Leute wir damit verstört haben, wissen wir nicht genau, aber es waren viele. Dieses Lied ist für mich, immer wenn ich es heute noch höre, Inbegriff unserer/meiner Jugend, als wir noch alle brav zu Hause wohnten. Inzwischen wohnen wir alle in Karlsruhe und die allabendlichen Bahnfahrten fehlen mir schon irgendwie...

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  • 3. Athlete - Yesterday Threw Everything At Me

    Vor drei Jahren (Southside 2002) habe ich einen Typen kennengelernt und nachts was mit ihm gehabt. Am nächsten Morgen verschwand er aus meinem Zelt und ging in seines. Wir haben uns nie wieder gesehen. Leider - ich hatte mich nämlich so sehr in ihn verliebt (sowas wie Liebe auf den ersten Blick), dass ich selbst eine Katze nach ihm benannt habe. Ich hab irgendwann seine Telefonnummer rausgefunden und mit ihm telefoniert. Er freute sich total und sagte (glaubwürdig!!!), er habe mein Zelt nicht mehr gefunden und wollte mich aber so gerne wiedersehen. Wir haben es nie geschafft, uns zu treffen. Bis zum Southside 2005. Ich stand da und schaute mir Athlete an. Bei meinem Liebslingssong (der oben genannte), schaute ich mich um und entdeckte - IHN. Da hinten, neben dem Mischturm. Er sah mich nicht. Ich bin sofort in seine Richtung gelaufen - so weit das bei den Menschenmassen möglich war. Er ging weg. Und hatte mich immer noch nicht gesehen. Ich rief ihn, aber er hörte mich nicht. (Wie idiotisch auch von mir, da wars ja laut!) Ich verlor ihn aus den Augen. Und sah ihn nie wieder. Aber das Gefühl, das bleibt. Auch nach dreieinhalb Jahren, nach nur einer Nacht, nach nur einem Telefonat und einem halbseitigen Wiedersehen... Das war Jona.

  • 4. Mouse On Mars - Actionist Respoke

    Dieses Stück - Lied kann man da nicht sagen - ist glaub ich das Irrste, was diese Gruppe hervorgebracht hat. Das erste Mal hörte ich "Actionist Respoke" auf dem Bizarre 2001 im Hangar. Das war schlechthin der Hammer auf die Ohren. So irre, dass ich dieses Stück jedes Mal höre, wenn ich selbst irre sein will (oder bin). Dann richtig laut, so dass meine Mitbewohner sich beschweren, denn nur dann isses richtig richtig gut. Und ein Stück, das ich vorzugsweise Menschen vorspiele, die eigentlich ganz andere Musik hören (Charts etc.), um sie ein klitzekleines bißchen zu schocken. So gesehen ein Teil des Soundtracks meines Lebens, weil ich mich darüber durchaus von anderen Leuten abgrenze. Denn diese Musik versteht nicht jeder. Wer sie versteht, der wird irgendwann ein guter Freund.

  • 5. Von Spar - Ist Das Noch Populär?

    AKK-Sommerfest in Karlsruhe. Ich war am Sektstand von 18-21 Uhr eingeteilt. Von Spar sollten um zehn abends auftreten. Die Jungs haben vorher bei mir Sekt getrunken und so bin ich mit ihrem Roadie (Mario, Ex-Bandmitglied) ins Gespräch gekommen. Wir hatten dann irgendwie verpeilt, unsere Nummern zu tauschen. Na, da saß ich nun, ohne Nummer, ohne nix. Die Webseite von den Sparern ist auch nicht wirklich informativ, also versuchte ich auf lado.de im dortigen Gästebuch mein Glück. Und tatsächlich, ein, zwei Wochen später kam eine Email von Mario. Er war mit den Sparern in Köln unterwegs beim Einkaufen und sie hatten sich über meinen Eintrag unterhalten. So erfuhr er davon. Im Dezember schließlich hab ich ihn in Köln besucht und wir hatten ein geiles Wochenende (also falls du das liest, Mario, es war wirklich toll! Und ich warte auf den Gegenbesuch!). Warum aber gerade dieser Song? Naja, er ist sozusagen auf Marios "Mist" gewachsen. Ich hör ich gerne und immer wieder. "Komisch, wie schnell sich die Dinge verändern. Ich sing es noch einmal, ich sing es für dich."

  • 6. Ace of Base - Happy Nation

    Das Album "Happy Nation" war die erste CD, die ich besessen habe und bis zum Ohrenglühen angehört habe. Damals war ich gerade in der fünften Klasse, ich saß da mit dem Booklet in der Hand, konnte kaum Englisch und hab so mehr schlecht als recht vorzugsweise den Titelsong mitgegrölt. Noch heute liebe ich den Anfang: "Laudate omnes gentes, laudate, magnificat in saecula. Happy nation, living in a happy nation, where the people understand and dream of perfect man."

  • 7. Weezer - Island In The Sun

    ...und es war Sommer... Southside stand bevor... noch kurz den Festival-Autofahrt-Mix gebrannt und ab ins Auto... runter von der Autobahn, rauf auf die Bundesstraße. Wir fuhren (besser gesagt, ich fuhr, der Rest hat sich schonmal vorsorglich betrunken) so unseres Weges auf der Bundesstraße, waren kurz vor Tuttlingen. Island in the Sun lief gerade total laut, wir wippten und hip-hip-ten mit, da holte ich auf einer langen Brücke - weil schneller - einen hellgrünen VW-Bus (ein alter T2) ein, dessen Besitzer in großen Lettern WEEZER auf die Karre geklebt hatte. Seither läuft auf jeder Southside-Fahrt an dieser Stelle dieses Lied und wir erinnern uns an die "Anfänge" unseres Southsides. Auch wenn ich in Sommerlaune bin und/oder bei meiner Freundin im Cabrio aufm Weg zum Baggersee, ist Island in the Sun Pflichtprogramm und lässt das Leben leichter sein. Mein Gute-Laune-Lied schlechthin.

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  • 8. Sulinor - Alle Menschen Wollen Leben

    Montag morgen - der Abreisetag. Irgendwann waren die meisten Zelte weg, wir warteten eigentlich nur noch darauf, dass ich mit meinem Auto wie jedes Jahr auf den Zeltplatz fahren durfte, um uns die anstrengende Schlepperei zu ersparen. Irgendwo in unserer Nähe hatten Jungs sich aus einem Brett und vier Fahrrad-Rädern eine Unterkonstruktion für eine mobile Anlage gebaut und schoben eben diese schon den ganzen Morgen hindurch über das Gelände. Irgendwie war das schon ein komisches Lied, das bei denen in Dauerrotation lief. Es lief nämlich nur dieses und da gings um die Leber einer ominösen Gabi. Und irgendwie konnten wir nach gewisser Zeit den Text mitsingen und irgendwie hatten wir alle noch Wochen danach das Lied im Ohr. Schließlich endlich nach vielen vielen Forumsanfragen auf southside.de und vielen Google-Einsätzen und langwieriger gemeinschaftlicher Suche hat jemand dieses Stück gefunden, denn - wie sollte es anders sein - nicht nur wir wurden beim Festival mit "Alle Menschen wollen leben" beschallt und nicht nur wir wollten es wieder und wieder hören.

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Cinors Freunde

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