Soundtrack meines Lebens

  • 1. Liquido - Narcotic

    1998, mal wieder ne Visions gekauft, da war auf der beiliegenden CD unter den Demos dieses kleine Stückchen Musik, das irgendwie sofort süchtig machte. Und das eigentlich kaum ne Sau kannte, aber alle guckten blöde, wenn das Teil aus dem Autoradio dröhnte. Und wenns doch einer kannte, entpuppte sich dieses noch nich durch BRAVO und Charts in Kiddie-Verruf geratene Liedchen als netter kleiner Socializer "Ah, du liest wohl auch Visions? Geile Sache, was hörstn sonst noch?" ---> [Konversation] Und dann war da noch dieses Konzertchen dieser an sich recht unbekannten Band, bevor Narcotic offiziell veröffentlicht wurde. Da waren bierbäuchige Rocker im Publikum, schwarzgewandete Metaller, Hiphopper mit viel zu grossen Hosen, die Intellektuelle Elite mit den Tool-Shirts und n paar besoffene Punks. Und alle wollten sie DEN SONG hören. Und sie bekamen ihn auch. Und sie alle hüpften. Die Fettsackrocker, die Scharzkutten, die Asipunks, die Kiffhopper und die IchhabdenniveauvollstenMusikgeschmacktypen. Und ich. "This was bigger than Jesus!" - ein kleiner blöder Schrammelpop-song, der uns alle vereinte. Woodstock, Loveparade, Wacken, Weltfrieden? Lächerlich - NARCOTIC! Und offen gesagt: Ich mag den song auch heute noch. Auch wenn man sich - Bravo und Viva sei dank - fast schon schämen musste, ihn zu kennen.

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  • 2. Offspring - Self Esteem

    Man kennt ja diesen Zwischenmenschlichen Blödfug: Man gerät an und für sich an die falsche, durchlebt erstmal ne geile Zeit, dann fängt es an: Die Frau des Herzens serviert einen nur noch ab, spielt blöde psychospielchen und nutzt einen vielleicht auch noch aus. Weil: Blöde und immer noch verliebt wie man is, schnallt man es noch nich mal. Und verschwendet Zeit und Nerven für das Weib und macht sich allenthalben zum Affen, in der ständigen Hoffnung, es würd ja irgendwann wieder alles werden wie in alten zeiten... ohne auch nur selber auf die Idee zu kommen, dass irgendwas falsch läuft. Aber da war diese Uni-Party, auf der wieder die altbekannten Worte aus der Jugend durch die Lautsprecher dröhnen, die in der momentanen eigenen Verfassung in einem völlig neuen Licht erscheinen: "When she's saying, all that I'm like a disease Then I wonder how much more I can spend Well I guess, I should stick up for myself But I really think it's better this way The more you suffer The more it shows you really care Right? Yeah!" Tja, und da geht dann auch dem treudoofsten Trottel ein Lichtlein auf... Herr Dexter Holland hatte ja sooo recht mit dem, was er da sang. Aber ersma ne Runde Moschen, Spass haben, noch n Bierchen trinken. Und sich "Scheiss auf die Schlampe!" denken. Halleluja! Danke, Offspring.

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