Soundtrack meines Lebens

  • 1. Pixies - Where Is My Mind?

    Es war einmal in einer lauwarmen Sommernacht 2001... Ich saß in einem vom Autohändler geliehenen VW Bus der von betrunkenen Leuten, die ich meine Freunde nenne, voller Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub gerüttelt und bestiegen wurde. Ort des Geschehens war eine, auf dem Lande übliche Veranstaltung (NO NAME NIGHT), wo man reichlich Bier und anderes zu günstigen Preisen erstehen und konsumieren konnte. Dieses Angebot wurde von den anderen Damen und Herren, die nicht die Ehre hatten einen Bus mindestens zehn Stunden nach Italien zu lenken, überaus begrüßt und auch genutzt. Das Rütteln und Schreien erleichterte nicht gerade mein Situation, da meine Aufforderung endlich in den Bus zu steigen an den Leuten abprallte wie ein Schuss auf Olli Kahns Tor. Nach der Verkündung von Freibier im Bus und mit Hilfe von Zeus, einem abgerichteten Kampfhund (das ist gelogen, keiner von uns hat so einen Hund, eher durch meine großartige Boxerstatur) (????), gelang es endlich meinem Beifahrer und mir die berauschte Menge in den Bus zu scheuchen. „Das Abenteuer kann beginnen“ dachte ich und öffnete eine Dose Big-Puma. Wir verabschiedeten uns hupend und schreiend von der Nacht ohne Namen und fuhren in Richtung Süden. Nach einigen Stopps, durch kleine Frauenblasen, verbotenen Handlungen nach der Überfahrt der Grenze und sonstigen Ereignisse die etwas komisch waren, war endlich ein Fahrerwechsel angesagt. Als ich mit schweißnassen Achseln auf dem Beifahrersitz Platz nahm, mir eine von unzähligen Zigaretten anmachte und die siebte Dose Puma öffnete, legte der zweite Fahrer ein Tape in den Recorder. „ Knister-Knister!“ tönte es aus den leicht übersteuernden Boxen. Ich öffnetet das Fenster und ließ mir den Wind in mein übermüdetes Gesicht wehen. Nach einem etwas komischen Hip-Hop Lied hörte ich auf einmal dieses Lied. Es war ruhig, die anderenn schliefen und ich fühlte mich wie der Marlboromann in der Kinowerbung. Alles was in diesem Urlaub geschah kommt in mir immer hoch wenn ich dieses wunderbare Lied höre und der Moment, als alles so perfekt schien, ließ es zu einem meiner persönlichen Sommerhits werden. Ich möchte mich noch bei meinen Freunden für diesen Urlaub bedanken....

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  • 2. BRIGHT EYES - Sunrise, Sunset

    Conor ist der Musiker der mich durch seine wundervollen Lieder wirklich sehr berührt. Die Gefühle und Erinnerungen die ich mit den Liedern von bright eyes verbinde gehen von Traurigkeit bis Glück und Liebe. Sie waren beim Kennenlernen meiner Freundin, bei Problemen mit ihr oder auch sonst ein ständiger Begleiter und ziehen sich wie ein roter Faden durch meine Beziehung und mein Leben.

  • 3. Feinkost Paranoia - Süße Kleine Maus

    Naja, das ist ein Lied von vielen das für meine ganze "Jugend" spricht. Wir trugen weite Hosen und Pullis für 180 Mark. Hatten komische Fett-Haarschnitte und gaben uns bescheuerte Spitznamen, das Skateboard war unser Fortbewegungsmittel. Wir fühlten uns ja so cool und waren die Drogenbürscherl in unserer Heimatgemeinde. "Bauern", wie wir sie nannten, wollten uns vermöbeln und unser Wortschatz beinhaltete Wörter wie: "Alda", "fit" und "Keule". Vor einiger Zeit war ich bei Freunden in Augsburg zu Gast, denn es gab einen Grund zu feiern. Ein Kumpel war von Norddeutschland nach Augsburg gekommen um dort auf den Putz zu hauen. Nach einigen Bier und ein paar Gläsern Wodka kam jemand auf die Idee dieses o.g. Lied aufzulegen. Es dauert nicht lange bis jeder der Anwesenden wieder die Texte kannte und rapte "Süße kleine Maus komm herüber und zieh dich aus...". "Oh ja" dachte ich "morgen hol ich mein Skateboard aus dem Schrank und schleime meine Harre hinter und gehe mit euch "Bauern" kloppen!" Kaum nüchtern setzte der Verstand ein und ich verwarf meine Pläne da ich in den Hosen so dick ausschaue... Lustige Zeit und jetzt is mir auch klar warum ich damals keine Freundin hatte...

  • 4. Tocotronic - Letztes Jahr Im Sommer

    ich weiß noch wie ich im sommer 2002, öfter als mir lieb war ein stilles plätzchen aufsuchte, mir ein bier öffnete, die kopfhörer meines tragbaren cd-spielers in die ohren steckte und meine gedanken schweifen lies. den blick richtung berge gerichtet erklang es aus den kopfhörern... "Jeder Tag fängt mit Regen an und ich Frage mich schon ob hier was nicht stimmen kann Es ist klar ich kenne jetzt eine ganze Menge Leute doch Irgendwann ging's mir besser schon als heute Zum Beispiel letztes Jahr im Sommer Jeden Tag gehe ich ins Bad und wasche mich Jeden Tag schütte ich mir kaltes Wasser ins Gesicht Es ist klar es geht nichts von heute auf morgen doch Irgendwann hatte ich mal weniger Sorgen Zum Beispiel letztes Jahr im Sommer Es ist klar ich hab' noch nie soviel gedacht doch Irgendwann hatte ich mal mehr gelacht Zum Beispiel letztes Jahr im Sommer" ...wie kann mir jemand nur so aus der seele sprechen dachte ich und denke ich noch heute. meine gedanken waren dann bei einer person die ich nie wieder sehe, jemanden der meine gefühle nicht erwiederte und bei freunden die nicht mehr meine freunde zu sein scheinten. eine bittere zeit die mir so manches klar machte und auch so manches in mir selbst veränderte. dieses lied war sozusagen das kleine lichtliein in sonnigen, aber für mich sehr sehr dunklen tagen. vielen dank dafür! die texte dieser band sind von gefühlen und gedanken gespickt die wahrscheinlich jeder fühlt und denkt, aber nur die wenigsten aussprechen können... Danke!

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  • 5. Powderfinger - Passenger

    Ich durchblätterte in der Nachtschicht etwas geistesabwesend ein bekanntes Musikmagazin. Plötzlich stach mir ein kleiner Schriftzug mit der Aufschrift „Powderfinger“ins Auge. Ich las mir diesen kleinen Block genauer durch: „Powderfinger...Köln...Primeclub!!“. Ich sprang wie ein kleines Kind hin und her und dachte: „Da muß ich hin!“ Ich kam einige Tage zuvor in den Genuß das aktuelle Album zu hören, und wollte diese Musikanten natürlich gerne live erleben.... Zwei Wochen später war es dann soweit. Die denkwürdige Reise konnte beginnen. Das Auto war getankt (ich hatte das Vergnügen zu fahren!) und hörte sich an wie eine dicke Angeberkarre, da mir zwei Tage zuvor der Auspuff wegrostete. „Ab zu meinem Kumpel und ins Auto mit ihm!“ dachte ich und brummte cool wie Schwein(Auspuff) zu meinem Kumpel. Er stand natürlich wie immer im Bad und wusch, sprühte und gelte was das Zeug hielt. Zwei Stunden später waren wir endlich auf dem Weg nach Köln.... Tankstellen, Kippen und Red-Bull pflasterten unseren Weg. Ein netter Franzose leistete uns auf der achtstündigen Fahrt Gesellschaft. Er erzählte etwas über kiffen und Holland und andere Sachen, die ich durch seien etwas undeutliches englisch-französische Aussprache nicht verstand. Mein Kollege unterhielt sich aber prächtig mit ihm... Dem Hörsturz nahe kamen wir endlich in Köln an... Die Hotelsuche gestaltete sich auch nicht als besonders schwer. Das erstbeste wurde angefahren. Gebucht, hoch ins Zimmer und Bier in den ausgelaugten, muffelnden Körper. Etwas angetrunken machten wir uns frühzeitig auf den Weg zu besagtem Club, da wir noch keine Karten hatten. Angekommen, wurden wir abgewiesen, da noch nichts mit Karten zu machen war. Wir nahmen etwas aufgebracht in einer Kneipe platz und bestellten uns ein Kölsch. Fünf Fingerhütte Bier später bestellten eine Maß Paulaner -Weißbier . Das Bier und die Müdigkeit bereitete mir einen süßen kleinen Tunnelblick. Grinsend machten wir uns auf den Weg zurück, und erstanden dort recht zügig Karten. Endlich standen wir ,die Sinne getrübt und überglücklich, in diesem kleinen Club. Vorband überspringe ich jetzt mal.... Warten, Warten, Bier, Klo, Bier, Bier, Warten, pfeifen, jubel, schrei, freu, Bier,! Die Musik durchströmte mein ganzer Körper, Glückshormone durchsprudelten mich und ich musste nur noch eins: TANZEN, TANZEN... Tanzen, Bier, Tanzen, Jubel, Tanzen, Bier, Bier, Tanzen, Jubel!! Vom Alkohol beflügelt versuchte ich ständig mir beim Bassisten dieses o. g Lied zu wünschen. Dieser konnte meinen Wunsch nicht erfüllen da sie, wie wir später erfahren würden, die Geräte nicht auf der Bühne hatten. Berhard (Sänger der Band) bezeichnete uns im Verlaufe des Konzerts als die zwei besten, verrücktesten Tänzer der Welt und hieß uns herzlich willkommen? Fragend blickten wir uns an und gaben unseren Tanzstiel weiter zum Besten... Das Ende war gekommen und wir begaben uns überglücklich und betrunken wie auf der Wiesn an eine Döner - Bude. Plötzlich stand ein Mann vor uns und fragte, wo denn seine Leute sind. Wir blickten ihn an und dann sah ich wieder klar. Es war der Kerl, den ich den ganzen Abend wegen diesem Lied genervt hatte. Wir erklärten ihm, das wir nicht wüssten wo seine Kollegen sind und deuteten etwas unbeholfen in Richtung eines Table-Dance Schuppens. Er wünschte uns grinsend einen schönen Abend und zog von Dannen. Einige Minuten später stand er wieder vor uns und forderte uns auf doch mit ihm mit zu kommen. Er habe seinen Kollegen erzählt, das er uns traf, und wir sollten doch zu ihnen kommen um mit ihnen noch zu feiern. Lachend und nicht wissend was geschieht folgten wir ihm und gingen in eine kleine Kneipe, deren Namen ich vergessen habe. Dort wurden wir schon herzlich und grinsend von den anderen Band-Mitgliedern empfangen. Da standen wir nun und lagen uns lachend über den letzten Abend in den Armen, Prosteten und diskutierten über ihre Cd`s. Ich erklärte Bernhard in alko-englisch, das wir ihnen durch unsere CD- und T-Shirtkäufe ihren Mercedes bezahlen würden und was „Stößchen“ bedeutet. Und wir tranken und wir lachten und wir tranken.... Am nächsten Morgen saßen wir, wahrscheinlich noch nicht fahrtüchtig in meinem Auto und legten endlich „ Passenger“ in den CD-Radio, schauten uns etwas übermüdet in unsere vom Alkohol gezeichneten Gesichter und ließen Köln scheppernd hinter uns... Immer wenn ich mir dieses Lied anhöre, muss ich an diesen absolut perfekten Abend denken und über diese ganzen Ereignisse herzhaft lachen. Ein Freund von mir sagte zu diesem Abend später: „In Australien würden sie sich die Hände abhacken, um das zu erleben!“

  • 6. nada surf - Blonde On Blonde

    bei diesem lied muß ich immer an weihnachten denken. ich bekam diese cd von meinem schwager und meiner schwester geschenkt. es war das dritte weihnachten ohne meine mutter... wir aßen, tranken, lachten und beschenkten uns, wie es überall üblich ist. als dann endlich ruhe einkehrte , und einige meienr familienmitglieder nach hause fuhren, gingen meine schwester und ich in die kalte nacht hinaus in den garten und legten diese cd ein. ím hintergrund lief dieses wunderschöne lied, als wir in der kälte mit wein in der hand über meine Mutter redeten und uns trost spendeten...

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  • 7. Violent Femmes - Blister In The Sun

    In meiner Umgebung ist es nicht gerade einfach einen Laden zu finden in dem man sich nicht von südländischen Muskelbergen mit dreier BMW und Alufelgen über sein Äußeres und die „komischen“ Schuhe beschimpfen lassen muß. Um diese meist zwar erheiternden Gespräche aus nervlichen und kosmetischen Gründen zu vermeiden suche ich öfter ein kleines Lokal auf in dem man sich mit, ich nenne es jetzt mal so, Artgenossen zu wirklich meist ansprechenden Liedern bewegen und betrinken kann... Gähnende Langeweile in diesem besagten Tanz-Kino-Lokal. Wir haben unsere Körper wieder einmal in einen der unzähligen Kino-Sessel gezwängt. Weit vorne natürlich, um ein wenig mehr von der tanzenden Meute zu sehen. Wir reden über Dinge deren Dringlichkeit uns beiden ...- Ok. Nein das lass ich lieber. Naja wir reden und trinken, rauchen trinken und gehen auch mal aufs Klo. Die Augenlieder werden mit der Zeit auch ein wenig schwerer und langsam wird es Zeit für ein russisch-österreichische Missgetränk.... Nach einigen Gläsern erwacht in mir ein unendlicher Zwang nach Bewegung und ich schäle mich durch den tanzenden Mob aus schwitzende und schönen Körper in die Mitte der Tanzfläche um mich der Blicke derer die mich kennen zu entziehen. Ich bewege mich anfangs noch etwas zaghaft am Schlagzeugtakt orientiert. Doch dann... es kommt genau dieses Lied und alle um mich werden irgendwie von der Energie dieses Liedes angesteckt... „an diesem Abend werde ich nicht mehr von der Tanzfläche verschwinden und meine Tanzausbildung von Dee (Popstars) zum Besten geben.“ denke ich mit dem Daumen auf der Flaschenöffnung meines Bieres, und tanze, tanze, tanze bis das Licht angeht. Dieses Lied erinnert mich immer an genau diese Freitag Abende die ich auf dieser Tanzfläche erlebt habe. Der Blick getrübt und irgendwie glücklich....

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  • 8. Bright Eyes - No Lies, Just Love

    Es gibt manches, das man nur mit wenigen teilen möchte. Seien es Gefühle, Gedanken oder auch für mich persönlich genau dieser Mann. Oft, als ich mit Rotwein in der Hand alleine auf meiner Couch saß und dieses Lied hörte wurde mir ganz anders. Ich hatte damals einen sehr schweren Sommer. Die negativen Gedanken über manche noch so lächerlichen Dinge liesen mich oft genug im Selbstmitleid baden. Ich würde zwar nie eine nicht erwiederte Liebe alls lächerlich bezeichnen, aber das und manch anderes stimmten mich oftmals sehr traurig. Ich verbinde mit diesem Lied ein auf und ab von Gefühlen wie es jeder wohl schon erlebt hat.

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  • 9. Belle and Sebastian - Sleep The Clock Around

    Der Spruch: “Der Weg ist das Ziel“. In der Bersteigergemeinschaft gerne angewandt hat für mich nach einer etwas größeren Bergtour in jungen Jahren schon immer eine kleine, nichtige Rolle gespielt. Blasen in der Größe eines Eurostücks an den Füßen, nervende Bergführer und einen Rucksack, mit dem Gewicht eines dicken alten Mannes ließen mich diesen Spruch verfluchen. Doch vor nicht all zu langer Zeit, die Blasen inzwischen dank Heilsalbe und Birkenstock verschwunden, begann wieder eine Tour. Nicht in die Berge, sondern auf eine kleine Insel im Norden Deutschlands. Das Jahr näherte sich dem Ende und das sollte man ja bekanntlich mit Unmengen an Alkohol begießen...? Gut ausgerüstet begaben wir uns nun auf die Autobahn A7 Richtung Hamburg zu einer Silvesterparty. Wie meist üblich, wird ja für so eine Reise eine CD mit einem ganz besonderen Titel und den Lieblingsliedern zusammengestellt, nur um sich auf dem langen Weg nicht unterhalten zu müssen. Einige Kilometer auf dem Rücken meines kleinen blauen Autos gefahren, wurde heftig am Cd-Spieler gewerkelt und eine neue Cd eingelegt. „Jetzt hören wir uns mal meine Cd an!“ schallte es von der hinteren Sitzbank. „Jaja!!“ schrie ich dem Hörsturz nahe meinem Mitfahrer entgegen, der seine mit Liebe zusammen gestellte Cd mir entgegenstreckte. Seinem guten Musikgeschmack vertrauend legte ich die Cd in den Radio und lauschte. „DIDDIDIDDI!!“ dudelte es aus meinen Boxen. Gleich zu Anfang mit diesem wundervollen Lied in den Ohren fuhren wir einer der schönsten Silvesterpartys meines Lebens entgegen... Einige Wochen später war wieder eine „kleine“ Reise geplant(????). „Fahren wir nach Schweden? Ich hab einen Monat frei.“.... „DIDDIDIDDI!!“ schallte dieses Lied aus den Boxen. Und wieder saß ich in meinem kleinen Auto, mit einer mit Liebe zusammengestellten CD im Radio auf dem Weg auf der A7 Richtung Hamburg zu einer der schönsten Reisen meines Lebens... Glücklich, auf dem Weg zu seinem erwünschten Ziel. Voller Erwartung auf dem Weg zu seinem Ziel. Jetzt kann ich diesen Spruch verstehen.

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