Soundtrack meines Lebens

  • 1. Placebo - Without You I'm Nothing

    "Strange infatuation seems to grace the evening tide. I'll take it by your side. Such imagination seems to help the feeling slide. I'll take it by your side. instant correlation sucks and breeds a pack of lies. I'll take it by your side. oversaturation curls the skin and tans the hide. I'll take it by your side." Meine erste Begegnung mit Placebo fand 1998 statt. Meine damalige Freundin und ich verbrachten ein Wochenende in einem kleinen Kurort in Oberösterreich. Wir besuchten dort meinen Großvater auf Kur, sonst gab es wenig bis gar nichts zu unternehmen. Im Hotelzimmer stand ein Fernseher und es gab Viva Zwei. Irgendwann lief so ein Typ ein Hochhaus hinunter. Der Typ sah aus wie eine Frau und sang etwas von a friend with weed is better und pure morning. Es hat mich nicht umgehauen. Das wundert mich heute noch... Zurück in Frankfurt stand ich eines Tages im Saturn, um mir ein paar neue Alben anzuhören. Up von R.E.M. und Gran Turismo von The Cardigans. Nebenbei viel mein Augenmerk auf das Cover von Placebo's Without You I'm Nothing. Das Album hatte ein tolles Cover mit zwei Zwillingsschwestern drauf. Ich kannte Placebo bis dahin kaum und erwartete auch nichts großartiges, trotzdem nahm ich die Scheibe in die Hand und ging mit den drei Alben zum Hörkiosk. Dann passierte es. Pure Morning. Diesmal haute es mich um. Und wie. Dann Brick Shithouse, gefolgt von You Don't Care About Us, Ask For Answers... Dann Without You I'm Nothing. Der Song, der es immer wieder geschafft hat, mir Liebeskummer zu machen, wenn ich eigentlich gar keinen hatte. Der mich fertigmachte, wenn ich eigentlich auf Wolke 7 schwebte. der mich aber auch aufrichtete, wenn ich mal am Boden zerstört war und glaubte, mich nie wieder verlieben zu können. Das ist für mich der Song meines Lebens. Bis heute. Hat und wird mich immer begleiten.

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  • 2. Fountains Of Wayne - Sink To The Bottom

    "I wanna sink to the bottom with you I wanna sink to the bottom with you The ocean is big and blue I just wanna sink to the bottom with you..." Sink to the bottom war 1997 ein veritabler Indie-Club Hit. So auch in der Batschkapp, dem Club, wo meine Clique zu dieser Zeit abhing. Der Text sehr einfach, der Sound ein totaler Ohrwurm. Dieses Lied einfach der bestgelaunte Love Song aller Zeiten. Für mich war es der Song, den ich jedem Mädchen auf Kassette aufnahm, für das ich mich interessierte (und das waren mit 17 ziemlich viele...). Den mit Sink to the bottom konnte man immer punkten. Ausserhalb des Indie-Dunstkreises kannte den Song nämlich niemand, trotzdem fand ihn einfach jeder schon beim ersten Hören super und fragte "Von wem ist das? Das möchte ich haben!".

  • 3. Modest Mouse - Float On

    "I backed my car into a cop car, the other day. Well he just drove off, sometimes life's ok. I ran my mouth off a bit too much, oh what did i say. Well you just laughed it off, it was all ok. And we'll all float on, ok..." Sommer in Arizona. Es ist unglaublich heiss. Fast 50° im Schatten. Und ich bin leider nicht zum Urlaubmachen und am Pool liegen hier. Sondern zur Ausbildung. Also fast jeden Tag arbeiten. Und das unmenschlich finden, weil's so heiss ist. Wenn dann mal frei ist, bin ich froh, dem Campus zu entfliehen. Dann setze ich mich in unseren klapprigen Chrysler LeBaron Convertible und fahre ein paar Blocks zum Starbucks. Eiskalten Moccacino trinken, im Schatten sitzen und in der NY Times blättern, dass hat plötzlich so was Europäisches. Bitte nicht nachfragen, das Gefühl kann ich nicht beschreiben. Aber zu dem Gefühl passt "Float On" von Modest Mouse. Das war der Song des FreiSeins. Der lief auch ständig im Radio. Immer bei offenem Dach und immer auf der Fahrt zum Starbucks. Zumindest hab ich das so in Erinnerung...

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  • 4. Die Sterne - Was Hat Dich Bloß So Ruiniert?

    "Warst du nicht fett und rosig? warst du nicht glücklich? bis auf die Beschwerlichkeiten mit den anderen Kindern streiten, mit Papa und Mama..." 1995 wechselte ich vom Internat am Bodensee zurück an eine öffentliche Schule in Frankfurt am Main. Es war nicht einfach, sich in die neue Klasse zu integrieren und irgendwie bildete sich bald eine ganz eigene Clique, bestehend aus eben den Leuten, die so ein bißchen abseits vom Mainstream unterwegs waren. Wir waren keine Punks, aber haben zumindest versucht, dass ein bisschen nachzuahmen. Wir hörten WIZO, malten das Anarchie-Zeichen auf den Rucksack und fast jede Schulbank und manche hatten auch bunte Haare. Wenn auch sonst niemand, wir fanden uns ziemlich cool. Wenn ich mich zurückerinnere, weiss ich eigentlich nicht mehr genau, wie dieses Sterne-Lied den Weg in unsere Gruppe fand. Aber plötzlich grölten wir den Text auf jeder Party. Für uns war es ein Protestsong. Protest gegen all die anderen, die uns so nicht akzeptierten.

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    04.06.2018, 13:55 von vishal23
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