Soundtrack meines Lebens

  • 1. Cat Power - Cross Bones Style

    wenn musik menschen verbindet, ist dies ein starkes band. ein gespräch mit einer freundin, anfang 2004. wir kommen auf cat power zu sprechen. und beide, fast gleichzeitig, platzen heraus: »wie großartig ist das lied «cross bones style«. wir lächeln uns an und haben uns verstanden. es ist nicht die einzige gemeinsamkeit. aber wenn wir dieses lied hören, verbindet es uns. diese wirksamkeit ist nicht erklärbar: die zerbrechlichkeit von chan marshalls stimme, der einprägsame beat, die einsame gitarre. die zeile "how time flies with crystal clear eyes" erinnert mich wie flüchtig das leben ist. der refrain: "oh come child/come rescue me/'cause you have seen some/unbelievable things" drückt aus, wie wir uns alle manchmal fühlen.

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  • 2. The Verve - Bitter Sweet Symphony

    die streicher des andrew oldham orchestra verfehlen nie ihre wirkung. die menge horcht auf. majestätisch, übermächtig. beginnt dann der beat lässt man sich einfach mitreißen in fünf minuten der emotionalen selbstbeobachtung. die endlose routine eines lebens. »I can't change my mode« und »try to make ends meet, you're a salve to the money and you die«. doch die musik ist wie ein aufruf zur befreiung. man fühlt sich mächtig wenn man auf der melodie schwebt. ------------------------------------------- dieses lied existiert für mich auch durch das video. the verve-sänger richard ashcroft geht eine typische englische working class-viertel-straße herunter. mit tags verschmierte rollläden vor den geschäften, haufen schwarzer müllsäcke, ein schäbiger grundeindruck. auch dieses england liebe ich. und bitter sweet symphony ist die hymne für spaziergänge durchs urban wasteland

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  • 3. Radiohead - Street Spirit (Fade Out)

    agony has never been so beautiful es war der 29. november 1995. die »the bends-tour« von radiohead kam in der hamburger markthalle an. noch waren sie nicht in die sphäre über dem rest der musikwelt entflohen. die lieder waren mitreißend, aber noch recht straighter rock. »pablo honey« bestimmte noch große teile des abends. doch ein lied brach die stimmung und der menge das herz: street spirit [fade out]. das gitarrentonmuster, thom yorkes leidende stimme, es nimmt sich seinen platz in deinem gedächtnis und verlässt es nie wieder. vorlauf nach 2003: hurricane-festival. wieder dieser song. und immer noch ist er nicht aus meinem kopf verschwunden. kein fade out wie im titel versprochen.

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  • 4. Blur - This Is A Low

    Schon mein ganzes leben ist england mein liebstes urlaubsziel. die sympathischen menschen, die grün-idyllische landschaft, die lebendigen städte. doch jedesmal zielt die erste frage der daheim gebliebenen auf das wetter. ein blick auf die wetterkarte zeigt: »this is a low«. und es kommt auf uns zu. ja, es regnet viel und oft weht ein starker wind. aber an der steilküste südenglands oder in den mooren der west country ist man auch so überwältigt. »this is a low« macht eine Tour durch ganz England, mehr als ich bisher gesehen habe. Von der Tyne bis nach Land's End. Und jedesmal wenn ich nach England fliege, kommt mir dieses Lied in den Kopf. aber eigentlich geht es ja um gefühle. this is a low but it won't hurt you when you are alone it will be there for you finding ways to stay solo

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  • 5. The Streets - Let's Push Things Forward

    Eigentlich geht es um die ersten drei Songs von Original Pirate Material. "Turn the Page" und "Has it Come to This" führen mich auf "Let's Push Things Forward" hin. Eine der besten Party-Nächte im Mojo Club. Auf der Leinwand erscheint ein blauer Himmel. Ein minimaler Beat, dann Streicher, dann die Stimme von Mike Skinner aus dem Backstage-Bereich. That's it, turn the page on the day and walk away Das Leben verpackt in rhubarb and custard verses Sinnloses, geistloses "Oi Oi Oi"-Schreien. Hemmungsloses Tanzen. Und dann die Two Tone-Orgel. So let's put on our classics and have a little dance shall we? Tanzen zu bangers not anthems (leave that to the artful dodger) ------------------------------------------- Wieder Vorlauf: Diesmal eine Party, auf der ich auflegte. Es läuft Let's Push Things Forward. Jemand kommt zu mir und fragt: "Kannst du nicht mal etwas NORMALES spielen?" Selten habe ich jemanden so ignoriert. Gehts noch?

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  • 6. Lamb - Gorecki

    Dieses Lied hat drei Seiten. Zum einen ist es der Soundtrack zu jeder großen Liebe. If I should die this very moment I wouldn't fear for I've never known completeness like being here wrapped in the warmth of you loving every breath of you still my heart this moment oh it might burst Gibt es eine bessere Beschreibung einer innigen Umarmung? Dann ein Konzert in der Markthalle im Jahr 2001. Die wohl großartigste Konzertparty meines Lebens. Die sonst so ruhigen Lamb verwandeln ihre Songs in Bangers von größter Schwere. Eine ganze Halle tanzt in steigender Hitze. Schließlich das Theaterstück "Mann trifft Frau" im Hamburger Schauspielhaus. Zusammen mit einer geliebten Frau schwebt man durch dieses Lied.

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  • 7. Depeche Mode - People Are People

    Etwas Nostalgie. Ich bin sieben Jahre alt und kaufe mein erstes Album: "Some Great Reward" von Depeche Mode. Bis ich vierzehn bin, dreht sich meine Musikwelt um die vier aus Basildon in Südengland. Das Video von "People are People" habe ich bestimmt 500 Mal gesehen. Ein Kriegsschiff. Vielgeteilter Bildschirm. Dave Gahan blicken aggressiv in die Kamera.

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