Soundtrack meines Lebens

  • 1. The Verve - Bitter Sweet Symphony

    Holland, Segelfreizeit auf einem Plattbodenschiff mit ziemlich vielen Idioten, einigen mäßig interessanten Normalos und mittendrin-ER! Mit Lächeln, bei dem die Sonne aufgeht, mächtig viel Weisheit im Gepäck und Charme noch obendrauf. Ich hab mir fast in die Hose gemacht vor Bewunderung. Unter Deck gab es einen CD Player, den ich direkt unter Beschlag genommen und meinen brandneuen "Eiskalte Engel" Soundtrack eingeschmissen hab. Lied 14, "Bitter Sweet Symphony" Und da kam er auf mich zu. "Schönes Lied, oder?", mit einer Stimme...unbeschreiblich. Da war es, das erste Gespräch!

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  • 2. The Shins - High Horse

    Der neueste Song in meiner Soundtrackliste ist "High Horse" von den Shins. Ich habe ihn erst vor ein paar Wochen entdeckt, vor einem Konzert in unsrem JUZ, auf Max Discman, eine glückliche Fügung sozusagen. Ich war grade an sowas wie einem Wendepunkt irgendwie, es lag wieder einmal dieser Geruch nach Veränderung in der Luft, mein Freund hatte sich von mir getrennt und ich war recht liebesbekümmert. Inzwischen ist der Liebeskummer abgezischt und die angekündigte Veränderung ist auch eingetreten. Und dafür, für das Hier und Jetzt, für jede neue Seite, die ich im Moment an mir und anderen entdecke, für den Spaß, den ich zur Zeit am Leben habe, steht dieses Lied. Danke, Lied!

  • 3. Bobby McFerrin - Don't Worry, Be Happy

    Der erste Song meines Lebens und somit einer der wichtigsten für dessen Soundtrack ist "Don't worry, be happy". Ich war vier Jahre alt, als ich den rosa Plattenspieler geschenkt bekam. Ich weiß nicht mehr, ob es mein Geburtstag oder einfach irgendein Tag war, doch er ließ schöne, prägende Tage folgen, an denen ich mit einer Tasse kakao und einer Decke bewaffnet vor meinem ersten eigenen Plattenspieler kauerte und meine ersten eigenen Platten hörte, die alten Märchen von meiner Mama, Kinderlieder und Einschlafgeschichten. Ab und zu kauerte ich nicht andächtig vor der rosa Supermaschine, sondern tobte zwischen Bett und Kuscheltierregal hin und her und trällerte dabei laut einen mir unverständlichen, weil in einer absolut komischen Sprache gesungenen, Text mit, bis ich völlig außer Puste war oder in die Badewanne musste. Ab und zu tanzten auch mal zwei Damen pfeifend durch die Bude, eine große mit dunklen Haaren und, auf ihrem Arm oder an ihrer Hand, eine kleine Blonde. Und ganz ganz selten kam dann sogar ein dicker Mann dazu und alle drei zappelten um ein Baby herum, das schimpfend versuchte, mitzuhalten. Diese Dinge geschahen immer dann, wenn ich meine Lieblingsplatte mit dem bunten Cover auspackte, auf der dieser schwarze, lachende Mann das für mich damals wunderbarste Lied der Welt sang. Heute kenne ich schönere Lieder, doch an keinem hängt soviel Kindheit.

  • 4. Tic tac Toe - Verpiss Dich

    Okok, ich glaube, es gibt bestimmte Dinge, für die zu rechtfertigen ich mich irgendwie verpflichtet fühle. Zu diesen Dingen gehört eindeutig "Verpiss Dich" von "Tic Tac Toe". Aber ich war halt wirklich wirklich jung, brauchte zwar kein Geld, aber so ähnlich war's schon. Dieses Lieb bescherte mir zum ersten Mal Ruhm. Zum ersten und bisher glaube ich letzten Mal. Wie ich dazu kam, weiß ich nicht mehr so genau, aber in der vierten Klasse zählte ich plötzlich eines Tages zu den auserwählten, die von Christina, die ich so hübsch fand, die damals sowas wie die Klassenchefin war, zu Mittänzern ihrer "Verpiss Dich" Choreographie ernannt wurden. Und ich bekam sogar ne "Gesangs"-Rolle, ich war Jazzy! Jaja, da staunt ihr, was? Jedenfalls wurde auf dem Schulhof drei Wochen lang geprobt, wie man schwungvoll im rechten Moment den Mittelfinger erhebt und theatralisch zu Boden sinkt. Ich war stolz wie Oskar, weil all die Kinder mit ehrfürchtigem Blick um uns herum standen. Und als mein Papa mir dann noch drei bauchfreie(!) Tops aus New York mitbrachte, war meine Viertelstunde Ruhm perfekt.

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