Soundtrack meines Lebens

  • 1. Placebo - Without You I'm Nothing

    Der Songtitel "Without you I´m nothing", der gleichzeitig auch die bestimmende Textzeile des Songs ist, bringt das Kernelement jener Art von Beziehung auf den Punkt, die fast jeder Mensch zumindest einmal in seinem Leben erlebt - eine Beziehung, die sich in ihrer gewaltigen Dimension in krank und abhängig machende Bereiche verirrt: was bin ich noch ohne Dich? Es ist nicht schwer, eine sanfte Liebesschnulze zu schreiben - ein solches Monstrum von Liebeslied zu kreieren gelingt hingegen nur Brian Molko und seiner Band Placebo. Kein Lied hat mich jemals so berührt wie dieses. Das Finale des Songs ist von einer solch ergreifenden Eindringlichkeit, dass "Without you I´m nothing" für mich zum Symbol für Liebe geworden ist. Ein Tipp noch: unbedingt die Single-Version des Songs, die im Duett mit David Bowie gesungen ist, anhören ... darin steigert sich das Lied (obwohl das kaum möglich schien) noch einmal.

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  • 2. Placebo - Slave to the Wage

    Nun ja ... mein persönlicher Placebo-Durchbruch. Vorher mochte ich die Band nicht, seitdem liebe ich sie. Das Lied lief ständig auf MTV, als ich im Herbst 2000 mit meiner damaligen Freundin oft im Bett lag und fernsah. Die Beziehung ging bald den Bach runter, doch Placebo sind geblieben. Welche andere Rock- oder Alternative-Band kann einen derart perfekten Popsong schreiben?

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  • 3. Reamonn - Supergirl

    OK, das passt nicht zu den anderen Liedern meines Soundtracks, vor allem deshalb nicht, weil Reamonn heute nur noch eine langweilige Pop-Rock-Band ist, die sich wohl irgendwann intern darauf geeinigt hat, lieber viele Hits zu schreiben als gute Musik zu machen. Aber egal, Supergirl war der Wahnsinn. Das Lied kam langsam nach oben ... erst habe ich es nur ab und zu im Radio gehört und gar nicht richtig wahrgenommen. Aber es gibt Lieder, die brennen sich ein, je öfter man sie hört. Besonders stark ist das bei mir häufig dann der Fall, wenn ein bestimmtes Lied morgens im Radiowecker läuft und mich langsam aus den Untiefen meiner Träume holt. Bei Supergirl war das so, und allmählich begann ich das Lied zu lieben und wartete den ganzen Tag darauf, es wieder zu hören. Vor dem Radio zu warten, ging damals sehr gut, weil ich gerade beim Bund war und eh den ganzen Tag im Geschäftszimmer herumsitzen musste. Das Lied hat mich durch einen Teil dieser Zeit begleitet und sie schöner gemacht.

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  • 4. Tomte - Für Immer Die Menschen

    "Das war eine Mischung aus Angst und Bier, die Dich trieb weiterzugehen ..." Ich verbinde eigentlich kein bestimmtes Ereignis mit diesem Lied ... außer vielleicht, dass ich endlich einen Lichtschimmer am Horizont der deutschsprachigen Musik gesehen habe. Was mich an diesem Song so fasziniert, ist die - wie der Titel schon sagt - grenzenlose und bedingunslose Liebeserklärung an die Menschen und das Menschsein. "Sich gehen lassen in Liebe und Angst" hat mir Mut gemacht, mich fallenzulassen in dem, was mir begegnet ... es kann nicht immer Liebe sein, oft ist es eben auch Angst. "Es könnte Trost geben, den es gilt zu sehen ..."

  • 5. Coldplay - Yellow

    "Look at the stars, look how they shine for you" ... das hört sich nach kitschiger Pseudoromantik an, aber in diesem Lied ist es der Wahnsinn. Ich verbinde eigentlich kein bestimmtes Ereignis mit diesem Song, aber er berührt mich immer wieder sehr tief. Yellow ist für mich nach wie vor der großartigste Song von Coldplay, was besseres kam danach leider nicht mehr. "I wrote a song for you, and it was called Yellow".

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  • 6. Nirvana - Smells like teen spirit

    So richtig doller Nirvana-Fan war ich eigentlich nie, aber dieses Lied hat mich dennoch geprägt. Für mich ist es immer noch das unangefochten beste von der Band um Kurt Cobain. Als ich 11 oder 12 Jahre alt war, habe ich gerne auf Bayern 3 die "Bavarian Top Twenty" gehört. Da tummelten sich immer viele nette und harmlose Lieder ... und dann war da auf einmal dieser brachiale Krach. Ich war irritiert. Aber bald gefiel es mir, und schnell ist "Smells like teen spirit" für mich ein Lied geworden, das wie kaum ein anderes die Wut der Verzweiflung zum Ausdruck bringt. Wie gesagt, ich war niemals ein Hardcore-Fan von Nirvana, aber dieser Song hat einen Krater in meine musikalische Entwicklung (und wahrscheinlich auch in die der 90er Jahre) geschlagen.

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  • 7. U2 - With or without you

    Früher fand ich U2 toll, inzwischen kann ich ihren selbstgefälligen Pathos kaum mehr ertragen. Aber das ändert nichts an der Größe von "With or without you", das für mich eines der schönsten Liebeslieder ist. Ich habe den Song schon als Kind wahrgenommen (1987), aber eigentlich erst gute 10 Jahre später wirklich entdeckt. Und erst heute kann ich die Bedeutung der Textzeile "I can´t live with or without you" wirklich nachvollziehen: dass man es nicht schafft, mit einem Menschen eine funktionierende Beziehung aufzubauen, aber dass man auch ohne ihn nicht leben will ...

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