Soundtrack meines Lebens

  • 1. Opus - Life Is Live

    Meine Mutter war eben von der Arbeit gekommen, es war schon halb neun abends. Sie saß im Wohnzimmer und schaute fern. Ich hockte in der dunklen Küche auf dem Boden mit einem von Mamas Haltüchern in der Hand, die rochen immer so gut nach ihrem Parfum. Es war der Duft einer Sehnsucht, meine Mutter hat immer viel gearbeitet und die gemeinsame Zeit mit ihr war mir sehr kostbar. Plötzlich kam "Life Is Live" im Radio. Die Energie dieses Liedes, die Fröhlichkeit, ließen mich vom Boden aufstehen und einen Küchenstuhl zum Kühlschrank rücken, auf dem das staubige, quäkende Radio stand. Ich drehte die Musik bis zum Anschlag auf, sprang vom Stuhl. Die Einsamkeit, die Langeweile dieses trüben Septemberabends war wie weggeblasen. Ich sprang und tanzte wie eine Verrückte in der dunklen Küche rum und schwang dabei das Mamatuch. Als das Liede geendet hatte, ließ ich mich völlig erschöpft und geschwitzt neben meine Mutter auf das Sofa fallen. Sie sah mich an, lächelte und strich mir über den Kopf. "Na, Mausi?" Und ich war glücklich.

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