Soundtrack meines Lebens
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1. Massive Töne - Mutterstadt
Ich war 15 Jahre alt, Skater und folglich HipHopper - ganz klar...Omi vererbte mir ihren alten LP-Spieler, den ich innerhalb weniger Wochen bei meinen wenig-professionellen Scratch-Versuchen mit ihren alten Fischer-Chor-Platten schrottete. Mutterstadt war dann meine erste eigene richtige HipHop-LP. Die Zeile, "es ist nicht wo du bist, es ist was du machst", liess mich meine heimlichen Zweifel gegenüber dem kommenden Austauschjahr in den USA im Zaum halten, und half mir auch dort über schwierige Momente hinweg. Schade dass meine guten Erinnerung an die Töne von peinlichem "wir sind die coolsten.." überschattet werden...muss doch nochmal nach der Platte stöbern...
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2. BAP - Verdamp Lang Her
Ok, wirklich ein Song, den man - jedenfalls wenn man im Rheinland aufgewachsen ist - schon viel zu oft gehört hat. Dennoch hat das Lied eine besondere Bedeutung für mich, denn fernab von zu Hause in Keene, New Hampshirte, USA während meines Schüleraustausches war es ein Stück Heimat. Trotzig sang ich es laut wenn mir mal alles auf den Sack ging, drückte mit einem Freund von mir, der in Ohio gelandet war, gleichzeitig auf den Play-Button in Winamp und sang mit dem Yahoo!-Messenger virtuell mit so schnell die Finger tippten..das Ganze mit einer Dose BudLight in der Hand, die ich meinem Gastvater stibitzt hatte. Die Chat-Logs habe ich immer noch auf dem Computer...und das Hauptthema des Liedes ist das einzige, was ich auf Klavier und Gitarre spielen kann, obwohl ich keines der beiden Instrumente je wirklich gelernt habe.
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3. Shakira - Ready For The Good Times
Sommer 2002, viereinhalb lange Monate zwischen Abi und Zivildienst, und glücklicherweise der geilste und wärmste Sommer meines Erinnerungsvermögens! Unzählige Male waren wir am Badesee baden, grillen, trinken und Party machen. Shakira`s Gute-Laune-Nummer "Ready for the Good Times" gibt einfach am besten die Stimmung wieder, die mich durch diesen Sommer begleitete!
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4. Richard Sanderson - Reality
Ich hatte noch nie von einem Film namens La Boum gehört. Ich wusste nicht, was die Betreuer meinten, als sie sagten, sie würden jetzt etwas "Kuschelblues" auflegen, noch weniger wie man dazu tanzt. Ich hatte noch nie zuvor ein Mädchen geküsst.. Ausgerechnet auf einer Fahrt der katholischen Jugendgemeinschaft im Sommmer 1992 sollte sich all das ändern. Gut, mit 9 Jahren steht man nicht so wirklich auf Küssen, aber ich war der Jüngste der Fahrt, und habe es geschafft, dass mich die grossen Jungs überall hin mitnahmen, und unheimlich viele Mädels auf mich standen. Und als ich Jahre später nochmal zufällig auf dieses Lied stiess, fiel mir alles wieder ein. Eine komische Erinnerung...
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5. Joe Satriani - Cryin'
Zu Zeiten als ich noch selbst von einer Bundesliga-Karriere träumte war "ran" auf Sat.1 für mich absoluter Pflichttermin. Meistens hatte ich vorher selbst ein Spiel, kam dann mal mehr mal weniger gut gelaunt nach Hause und setzte mich mit meinem Vater und Bruder vor den Fernseher. Es wurde nochmal über das eigene Spiel philosophiert, die eigenen Aktionen mit denen der Idole an diesem Tag verglichen. Ich habe wenige Momente gehabt, in denen ich mich so gut mit meinem Vater verstanden habe. Und wie unerfreulich auch immer mein eigenes Spiel oder der Bundesliga-Spieltag, die vergangene Woche oder was auch immer verlaufen war...wenn der Abspann mit Joe Satriani's Cryin' lief, war ich wieder mit mir im Reinen!
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6. Morcheeba - What New York Couples Fight About (feat. Kurt Wagner)
Wenn ich morgens von lauter Musik aus dem Zimmer meiner Mitbewohner geweckt werde, ist meine Laune meist schlecht. Die Assoziationskette die sich dann bei jedem Hören des Liedes aktiviert ist verbunden mit dieser schlechten Laune, folglich hasse ich das Lied. Zu meiner eigenen Überraschung ist das an diesem warmen Junitag nicht der Fall. Lächelnd liege ich im Bett und nicke mit. Ich verbinde den Song mit dem fantastischen Wetter und meinen letzten Tagen in Maastricht, Tagen an Uni, See und Maasufer und mit Grillen und Gartenpartys. Auch wenn es das Lied schon laenger gibt, fuer mich ist es das Lied des Sommers 2005!
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7. Madonna - Sorry
Morgens noch verkatert in den Flieger "heim" nach Barcelona, dieses Silvester mal etwas anderes als die letzten Jahre. Party mit Besuch aus Deutschland und den WG-Mitbewohnern in Kataloniens Hauptstadt! Dickes Dinner bei uns mit bester mediterraner Kueche und viiieeel Wein. Puenktlich um Mitternacht ist die Stimmung am Zenit, hauptsaechlich dank dem schwulen Mitbewohner Boris, der zum wohl 100. Mal hintereinander disen Song gefuehlvoll mitintoniert. Ein mehr als nur gelungenes Silvester!


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