Soundtrack meines Lebens

  • 1. Scissor Sisters - I Don

    Viele finden diesen Song total ätzend und doof. Ich finde ihn toll. Normalerweise kann ich Leute nicht verstehen, die einen Song dreiquatrillionen Mal anhören, weil das meiner Meinung nach das Lied abnutzt. Aber "I Don't Feel Like Dancing" kann ich immer hören und das hat bisher noch kein Lied geschafft. Das macht immer gute Laune und Mut, den Tag locker anzugehen.

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  • 2. Mia. - Was Besonderes

    Ich sehe mich selbst immer kritisch. Im Spiegel und in der Schule. Und wenn mir mal wieder jemand meine Macken vor Augen hält, Macken, die ich selbst kenne, die mich ziemlich unglücklich machen, dann fühle ich mich noch schlechter. Ich bin auch sauer auf diesen jemand. Musste er mir unbedingt nochmal vor Augen führen, was ich alles falsch mache? Aber er kann ja nicht wissen, dass mich das bedrückt, ich hab's ihm ja nicht gesagt. Dann kommt die alte Leier: Wie kann ich mich ändern? Muss ich mich ändern? Warum lebe ich? Und dann höre ich Mia. und weiss: Mein Gott, denk nicht so viel sondern mach was. Mach die Augen auf, dann siehst du auch warum es dich gibt.

  • 3. Anastacia - Rearview

    Meine ExFreundin, damalige gute Freundin, hatte mehrmals gesagt, dass sie in mich verliebt ist - da war ich 14. Ich wollte nicht und erst als ich 16 war, ging mir ein Licht auf. Doch dann war es zu spät. Wir waren 22 Stunden zusammen. Sowas wünsche ich niemandem und wünsche es auch mir nicht nochmal. Und wenn ich darüber nachgedacht habe, hab ich immer diese Lied gehört, weil Anastacia in ihren Rückspiegel guckt und sieht - zu spät, ich sehe dich nicht mehr "I looked in my rearview and now I don' see you". Traurig irgendwie...

  • 4. Madsen - Du schreibst Geschichte

    Wir hatten Theateraufführung des Stückes Andorra. Ich hatte Zweifel, dass ich meinen Text gut genug auswendig beherrschte und zwei Stunden vorher zu schlafen, war auch keine gute Idee, denn um 17:30, also eine Stunde vor Öffnung des Vorhanges war ich sehr sehr müde. Ich ging den Text mit meiner Mitspielerin nochmals durch und dann noch eine andere Szene und noch eine Szene und sehnte mich nach Musik, weil unser Stück ohnehin komplett ohne Musik gespielt werden sollte und der leere Zuschauerraum mit den vielen nervösen Darstellern keine wirkliche Harmonie für das Ohr schaffte. Dann kam unser Techniker, sagte, dass folgendes Lied unser Titelsong sei und spielte "Du Schreibst Geschichte". Und da habe ich Gänsehaut bekommen und wusste, dass ich das schaffe - mit der Aufführung und dem Text. "Weil man nur einmal lebt, willst du das sich was bewegt". Ich möchte, dass mich die Leute sehen und ich möchte Geschichte schreiben. Mit der Darstellung auf der Bühne finde ich Selbstvertrauen. Danke Madsen!

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  • 5. Rufus Wainwright - Hallelujah [DVD] [Live][Multimedia Track]

    Ich wusste, dass dieser Mensch in acht Wochen wegfahren würde. Und doch gestand ich meine Verliebtheit. Wenn ich dieses Lied gehört habe, erinnerte ich mich an die Zukunft. Mir war ja klar, was passieren würde. Und bei der Abreise hab ich geweint. Und noch zwei Wochen danach. Und noch Monate danach. Ich hatte schon eine Woche vorher die Beziehung beendet. Als Freunde lässt es sich leichter trennen. Freunde kommen und gehen. Beziehungen gehen. So auch diese. Man beteuerte sich noch, dass nach der Rückkehr alles so ist wie vorher, aber das war ein Irrglaube. Ich war wohl das erste Mal richtig verliebt. But all I’ve ever learned from love was how to shoot at someone who outdrew you. Ich hatte beschlossen, mich nie wieder von einem Menschen so überwältigen zu lassen. Und doch hab ich mich wieder verliebt. So ist das dann wohl. Nicht nur Freunde kommen und gehen, auch Beziehungen kommen und gehen. Rufus Wainwright hat mich immer traurig gemacht. Auch Jeff Buckley. Der sogar noch mehr. Aber wenn die erste Liebe geht weiß ich jetzt: Es kommt auch noch eine zweite. Und irgendwann kommt wieder der Abschied and it’s not a cry you can hear at night, it’s not somebody who’s seen the light, it’s a cold and it’s a broken Hallelujah. So zeitlos das Lied auch ist, das ganze elfte Schuljahr lang ging mir diese Lied nicht aus dem Kopf.

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