Soundtrack meines Lebens

  • 1. Refused - New Noise

    Bei ihren skandinavischen Landsmännern könnten sich die Hives noch eine Scheibe "Kick Ass" abschneiden. An roher Anarcho-Power kann es bis heute nichts mit diesem Brett von Song aufnehmen. Früher, als das "Grünspan" noch nicht überrannt war von 15jährigen Limp-Bizkit-Fans, konnte man dort fast regelmäßig zu "New Noise" ausrasten und mit dem Sänger um die Wette brüllen.

    Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
  • 2. Tori Amos - Leather

    "Little Earthquakes" hat meinem vorpubertären Musikgeschmack ein radikales Ende gesetzt und mich dann fast ein Jahrzehnt begleitet. Heute kann ich das Album nach ca. 5000 Durchläufen nicht mehr hören. Etwas länger gehalten hat sich die Affinität für rothaarige Frauen und der Wunsch nach dem Erwerb eines Bösendorfer-Konzertflügels. Verrückte Pastorentöchter, die beim Klavierspielen Orgasmen bekommen, haben offenbar äußerst prägende Wirkung auf unschuldige Teenager.

  • 3. Nina Nastasia - Regrets

    Es waren höchstens zwei Dutzend Leute in der winzigen Tanzhalle St. Pauli und daher eine eher intime Veranstaltung. Hinterher haben wir mit Nina an der Theke gesessen und nicht wenige Wodkas getrunken. Nina ist aus Chelsea, New York, und macht sehr akustische, düster-schöne Musik, die an staubige Südstaatendörfer erinnert. Vielleicht ein bißchen wie Tom Waits, aber ohne die Latin-Rhythmen und dafür mit einer glasklaren Stimme. Diesen Song habe ich stellvertretend für ihre drei wunderbaren Alben gewählt, die jetzt im Herbst wieder dauerhaft in meinem CD-Player rotieren.

  • 4. Jane's Addiction - Summertime Rolls

    In der 7. Klasse waren wir auf Schüleraustausch in Frankreich, und ich hatte den langweiligsten, nerdigsten und kindischsten Austauschschüler der ganzen Grande Nation. In der 9. Klasse dann der England-Austausch, und diesmal ein Glückstreffer: Mein Kandidat war der Mädchenschwarm der englischen UND der deutschen Klasse, er spielte Gitarre in einer Band und war auch sonst total Rock'n'Roll drauf. Das heißt, wir waren in den 2 Wochen auf 14 Parties, haben Nirvana, Pearl Jam und Jane's Addiction gehört, uns betrunken, ich war schlagartig -- und nachhaltig -- auch cool und habe mir aus der Oxford Street mein erstes Paar Doc Martens mit nach Hause gebracht.

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Septimus' Freunde

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