Bücher meines Lebens

  • 1. Marianne Werefkin - Briefe an einen Unbekannten

    Dieses Buch hat mich gefunden. Niemals habe ich mit einer solchen Hingabe etwas gelesen. Und das gleich mehrfach. Auch jetzt manchmal. Es ist ein Dialog, den die russische Malerin mit sich selbst führt. Über den Unbekannten, die Liebe, die niemals real existieren wird für sie, weil ihre Fantasie soviel mehr Bestand in ihrem Leben hat als die Realität.

  • 2. David Foster Wallace - Schrecklich amüsant aber in Zukunft ohne mich

    Einer der für mich großartigsten Autoren und Denker unserer Zeit. In dem Buch wird mit allerfeinstem Humor á la Wallace über den All inclusive-Wahnsinn auf Kreuzfahrtschiffen erzählt aus Sicht des Autors selbst, der sich als Journalist für ein Magazin aufopfert und sich an Deck begibt. Mit feinster Beobachtungsgabe entdeckt er die Seele des Massentourismus. Selten hat mich ein Buch so zum Lachen aber gleichzeitig auch Nachdenken gebracht.

  • 3. Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon

    Selten lese ich geschenkte Bücher aber dieses war für mich bestimmt. Ich las es während einer Reise (nicht in Lissabon). Meistens saß ich dabei am leeren Strand und schaute hin und wieder auf den Ozean, der sich in seiner Unendlichkeit vor mir ausbreitete. Nachdem ich es gelesen hatte, trug ich fünf Jahre den Wunsch mit mir herum nach Lissabon zu reisen. Als der Zeitpunkt gekommen war, konnte ich die ganze Stimmung des Buches wieder spüren. In jeder Gasse, beim Spaziergang am azurblauen Tejo, in der Straßenbahn, in den Gesichtern der Menschen. Ein aussergewöhnliches Buch.

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  • 4. Hermann Hesse - Siddhartha

    Ich verbinde kein besonderes Erlebnis mit dem Buch aber ich erinnere mich, dass ich es in einer Zeit des Aufbruchs las. In meinem Kopf breiteten sich langsam Zweifel aus ob dieser materialistische Lebensstil mich wirklich glücklich machen konnte. Das Buch gab mir zu dem Zeitpunkt die passenden Antworten und letztendlich auch den letzten Anstoss in eine riskante Freiheit. Neben "Peter Camenzind" ist dies jedenfalls eins meiner liebsten Werke Hesse's.

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  • 5. Helge Timmerberg - Der Jesus vom Sexshop

    Großartiges Buch! In vielen einzelnen Story's erzählt Helge Timmerberg von seinem Abenteuern als Reisejournalist. Hier liest man keine Tipps und Empfehlungen für weiße Traumstrände oder Wandertouren; Man begleitet den Autor ein Stück in die Banalitäten des Reisens. Durch seinen brilliant-ironischen Humor und der Gelassenheit eines Weltenbummlers kann man seine Story's einfach nur genießen und in einem runterlesen. Ausgesprochen unterhaltsam wenn man eben so ein Weltenbummler ist!

  • 6. Herta Müller - Atemschaukel

    Ein sehr berührendes Buch, welches das Elend in den Konzentrationslagern schildert aus der Perspektive eines Gefangenen. Ein ruhiges Buch aber gewaltig in seiner Sprache.

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  • 7. David Benioff - Stadt der Diebe

    Leningrad im Kriegswinter 1942. Der 17-jährige Protagonist schaffst es mit allerlei Wundern und Glück durch die Hölle von Krieg zu diesen Zeiten. Die Abgründe des menschlichen Verhaltens werden hier auf teils grausame aber auch teils herzerwärmende Art und Weise geschildert.

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