Soundtrack meines Lebens

  • 1. Jean-Jacques Goldman - Là-bas

    Zu diesem Lied schwooften wir mit den französischen Austauschschülern in dunklen Partykellern. Mein Favorit hieß Maxime und knutschte mit vielen deutschen Mädchen, nur letztlich nicht mit mir. Das hat meinem Selbstwertgefühl einen ordentlichen Knacks gegeben, bis ich eine Serie von Liebesbriefen von Gabriel erhielt. Den mochte ich zwar nicht, aber das war ja irgendwie auch egal.

  • 2. Johann Sebastian Bach - Ave Maria

    Das hat meine Tante Paula auf der Beerdigung meines Vaters gesungen. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich es höre. War ich seitdem jemals so traurig? Werde ich jemals wieder um jemanden so trauern können?

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  • 3. Led Zeppelin - Stairway To Heaven

    Begann irgendwann in den Platten meines zehn Jahre älteren Schwagers zu wühlen. Fand dort diesen genialen Song, den ich seither wohl am häufigsten gehört habe und der mir nie langweilig wird. Ansonsten war da noch Bruce Springsteen, Queen, Sting usw. Ich fand es toll und war stolz, nicht die gleiche Popscheiße wie meine Schulkollegen zu hören.

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  • 4. Marius Müller-Westernhagen - Freiheit

    Fünfzehn Jahre, bundesweites Pfadfindertreffen in Ilmenau in einer Fabrikhalle. Drinnen "Disco", draußen arschkalt. Ich stehe mit Tobias, einem süßen langhaarigen Münsterländer mit "Gegen Nazis"-T-Shirt an eine Laterne gelehnt, wir haben gerade festgestellt, dass wir ineinander verliebt sind. Der erste Kuss (aus Liebe und nicht aus Neugier) bei den Klängen von "Freiheit". Fühlte sich verdammt gut an und lässt mich heute beim Gedanken daran verschmitzt lächeln.

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  • 5. Stefan Suhlke - Ich Hab Dich Bloß Geliebt

    "ich hab dich tausendmal gesucht wie oft hab ich dich schon verflucht bin dir hinterhergerannt hab dich aus meinem hirn verbannt und immer wieder und immer wieder hab ich dich bloß geliebt... andre hände streiften meine beine keine waren so wie deine andere hab ich ausgezogen ich hab dich nie betrogen..." der text war programm für meine erste große liebesbeziehung. er nahm mir den song auf eines der vielen tapes auf und heute finde ich, es war der ehrlichste. wir haben es prima hingekriegt, uns gegenseitig weh zu tun, er ist ein paar mal fremdgegangen und kam doch immer wieder zurück, weil ich ja doch "die einzige" war und er mich doch so liebte... bis ich irgendwann kapiert habe, dass "bloß lieben" nicht reicht, dass man sich auch auf jm. verlassen können muss. trotzdem schöne erinnerung.

  • 6. Bob Marley - Is This Love

    Ein Kitschroman: Irland 1995. Wir waren mit einer Pfadfindertruppe unterwegs, ich hab mein Zelt mit zwei Jungs geteilt. Mit dem einen von beiden entwickelte sich im Laufe der Zeit eine geheime Liebesaffäre, von der bis heute keiner der anderen etwas weiß, nein, auch nicht der andere Junge in unserem Zelt!!! Mag manchem pervers vorkommen, war aber unglaublich spannend und nervenkitzelig. Und schön. Ich habe mich natürlich zum Schluß hoffnungslos verliebt, das kann man nur, wenn man als "noch bekloppter" als er bezeichnet wird, über Treffen mit Außerirdischen philosophiert und die Daumen zum "Airwalks-Kauferfolg" drücken muß. Die Liebe blieb unerfüllt und neutralisierte sich irgendwann, trotzdem hatten wir noch lange sporadischen Kontakt. Seit einem Jahr nun nicht mehr, seit er weiß, dass ich ein Kind habe, meldet er sich nicht mehr. Sehr schade. Dieser Song und noch mehr von Bob Marley lief an einem heißen Tag aus dem Bulliradio, wir lagen im Gras in der Sonne und ich fühlte das größte Glück meines bisherigen Lebens.

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  • 7. Element of Crime - Das Alles Kommt Mit

    Eine der schönsten musikalischen Liebeserklärungen im deutschen Sprachraum. Ich verbinde es mit meinem Mann Peter, weil er der erste ist, dem ich diesen Text ohne zu flunkern ins Gesicht singen kann. Und zwar mindestens für die nächsten fünfzig Jahre, hoffe ich... Das Lied beschreibt...aber was versuche ich zu erklären, hier ist der Text (für alle, die noch nach Worten suchen): Das Glas, aus dem du nie getrunken hast, der Küchenschrott, den kein Mensch braucht und das Plastikobst, von dem du dich optisch ernährst, das alles kommt mit, und du auch. Das Klavier, auf dem du nicht spielen kannst, der Abwasch, den du immer verschiebst und die Schokolade, die du in Krankenhausmengen verbrauchst, das alles kommt mit, und ich auch. Ich will deine Hand, ich will deinen Mund, ich will deinen Kopf, ich will deine Zunge, ich will deine Haare, ich will deine Haut und den ganzen Unsinn will ich auch. Die Hoffnungen, die du verloren hast, der Zorn, der nie richtig verraucht und die verschusselten Träume, von denen am Morgen nichts bleibt, das alles kommt mit, das brauchen wir auch. ich will deine Hand... ...und den ganzen Kummer will ich auch. Die Fehler, die du nicht mehr ändern kannst, die Worte, die du bereust und die Nächte, in denen du nicht wußtest, wohin mit dir, die nehmen wir nicht mit, die lassen wir hier. (Text: Sven Regener)

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  • 8. Reinhard Mey - Menschenjunges

    Tiefversteht nur einer, der selber Kinder hat: Seit ich mit meiner Tochter Finja schwanger war, muß ich mir bei dem Lied ein Tränchen aus den Augen wischen. Ich hoffe, dass es genau so wird, wir er singt: Eine ganze lange glückliche Kindheit für sie... Im übrigen ist das ganze Album "Mein Apfelbäumchen" sehr zu empfehlen für alle, die Kinder wollen oder haben.

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