Soundtrack meines Lebens

  • 1. mando diao - Down In The Past

    Und wir tanzen und tanzen und singen falsch und laut und schief. Wir sind etwa die einzigen auf der Tanzfläche, weil der „Club“ in unserer Stadt kaum Besucher hat, aber dagegen tut der Besitzer nichts. Macht keine Werbung, erhebt plötzlich Eintritt und spielten da vor einem Jahr noch ab und zu gute Bands wie Muff Potter oder auch One man and his droid, so gibt es jetzt ab und zu mal eine Rad Hot Chili Peppers- Cover Band oder James and the Bluenatics. Kennt kein Mensch. Den James und seine Bluenatics. Die Eintrittspreise werden Wucher und alles im allem wird der Club von Woche zu Woche uneinladender. Manchmal landen wir trotzdem da. Wenn die Happy Hour woanders vorbei ist. Wenn uns nach tanzen ist. Wenn woanders nur noch Tiffies sind und es nur Black Music gibt. Dann gehen wir dahin und warten auf das Lied. Es gibt kaum ein Lied, das wir alle mögen. Beziehungsweise, was wir alle mögen und dazu auch tanzen wollen. Aber diese eine Lied, so ausgelaugt und ausgepowert, totgehört und langweilig es manchmal ist. Manchmal ist das Lied das einzige, was uns noch verbindet. Denn alles lebt sich auseinander, langsam aber sicher geht es mit den Mädels vorbei. Beim letzten Mal sind wir sitzen geblieben. Auch wenn die Beine zuckten.

    Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
  • 2. Belle and Sebastian - Another Sunny Day

    Liebeskummer ist mir nicht unbekannt. Marcus war nicht der Erste, der mich verließ, nur war er der Erste, der aufgrund eines anderen Mädchens ging. Ohne Vorwarnung, als alles gerade eigentlich gut war und ich meine Angst, dass ich wieder enttäuscht werden könnte, beinahe vergaß. Dann kam der Tag in der Schule: "Ich habe mir überlegt, dass ich nicht mehr mit dir zusammen sein möchte." Nicht nur, dass er das in der Schule sagte, nein, er nannte mir einen so unglaublich absurden Grund, dass ich ihn fragte, wo die Kamera sei. Dann weinte ich. Es war ja nicht das erste Mal, dass jemand ging, Liebeskummer ist nicht unbedingt etwas Neues für mich. Damit wäre ich klar gekommen, nur nicht mit der Tatsache, dass er mir den falschen Grund genannt hatte. Marcus küsste einige Tage später vor meinen Augen ein anderes Mädchen. Ich wusste, dass der genannte Grund absurd war, aber er hätte die Wahrheit sagen sollen. Das wäre ein Schlag weniger in mein Gesicht gewesen. Ich war innerlich leer. Ich konnte nicht einmal mehr weinen, als ich die beiden sah. Am Liebsten wäre ich einfach nicht mehr aus meinem Zimmer gekommen. Bis Robert kam. Mein bester Freund brachte mir Musik und Schokolade. Er hörte mir zu und wir hörten Belle and Sebastian. Als er ging, hörte ich weiter diese CD. Den ganzen Tag, immer und überall. Vor allem dieses Lied. Bis die Sonne tatsächlich wieder normal aufging. Bis dieses Konzert kam bei dem ich jemanden traf, der vielleicht großartig ist. Ich warte ab, was passiert und höre dieses Lied, denn es ist das Beste, was mir passieren konnte.

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