Soundtrack meines Lebens

  • 1. Fettes Brot - Rock Mic4s

    Das Album "Fettes Brot lässt grüßen" war so ziemlich das erste Vorzeigbare, was ich an Musik besessen habe. Und das ist nicht mal auf meinem eigenen Mist gewachsen. Freunde schenkten mir die CD zu meinem 13. Geburtstag. Ohne, dass ich jemals den Wunsch geäußert hätte, diese besitzen zu wollen. Ich hab es seit dem unzählige male gehört und kann es mittlerweile komplett auswendig. Fettes Brot ist auch die Band, die ich am häufigsten live gesehen habe. Da meine Liste an besuchten Konzerten eher kurz ist, weis ich nicht, ob das nun wirklich so aussagekräftig ist…

  • 2. Mediengruppe Telekommander - Kommanda

    Das Lied hab ich zum ersten Mal gehört, als die Mediengruppe 2004 Vorband von den Sportfreunden Stiller war – und ich fand sie so schrecklich. Ich hab sogar gedacht: „DAS kann kein Mensch ernst meinen!“. Heute finde ich das Lied sau geil, keiner meiner Freunde findet es schlecht und wenns in der Disco läuft, dann tanze ich, egal, wann, wo, wie müde ich bin, ob jemand mitkommt und wie voll oder leer die Tanzfläche ist. Außerdem ist es ein ausgezeichneter Song um zu zeigen „Guck mal, wie toll ich mich in Musik und so auskennen!“ – dabei hab ich im Grunde keine Ahnung.

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  • 3. Bad Religion - Punk Rock Song

    Alternativ: Greenday – Basket Case, Bloddhoundgang – Along Comes Mary, The Offspring – Pretty Fly Mitte Pubertät, mein Musikgeschmack wurde vor allem von der so genannten Clique geprägt. „Punk Rock Song“ habe ich kein einziges mal aktiv selbst gehört und bis vor kurzem war mir nicht einmal bewusst, dass dieses Lied 1. so heißt und 2.von bad Religion war. Aber immer, wenn ich es höre, muss ich an diese zeit zurück denken. An Partys im Keller meines damals schon etwas verrückten Cousins. An Zigaretten, Alkohol und Drogen, die mich damals verschreckt haben, was mich vor zu frühem (aber leider nicht vor zu exzessiven) Alkoholkonsum, vorm Rauchen und Kiffen bewahrt hat. Heute bin ich froh, dass es so kam. Und dass ich damals trotzdem nicht ausgegrenzt wurde, zeigt mir, dass ich wirklich gute Freunde habe.

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  • 4. System Of A Down - Chop Suey!

    Alternativ: Die Ärzte – Monsterparty, Placebo – Every Me And Every You, Pulp Fiction – Theme Song Das Kind wird älter und es fängt an auszugehen. Angefangen hat alles mit der Pulp-Fiction-Party in einer Disco namens Garage. Mittlerweile gibt’s diese Party nicht mehr, aber die Disco besuche ich immer noch – meist auch gerne. Dann ging es weiter mit der Insel - die hat heute leider zu. In dieser Zeit begann alles viel einfacher zu werden. Mein Selbstbewusstsein stärkte sich, wir waren eine Gruppe von 10 oder so, die immer zusammen ausgegangen sind und die getanzt haben, wie sie wollten. Wir waren die Helden, aber irgendwie fanden uns die meisten Außenstehenden doof…

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  • 5. Michael Mind - Club Mix

    Noch viel besser: The Disco Boys feat. Manfred Mann’s Earth Band – For You, aber leider gibt’s das Lied nicht in der Datenbank, genauso wenig, wie es Mia gibt, was WIRKLICH peinlich ist finde ich. Aber jedenfalls fand ich dieses Lied wirklich ganz fürchterlich und würde das vermutlich auch immer noch genauso sehen, wäre es nicht ein Lied von der Sorte, das einem geliebten Menschen abgeht wie sonst nix auf der Welt. Einer der Songs, bei dem jemand, für den du fast alles tun würdest, immer tanzt und immer gut gelaunt ist. Immer, wenn ich das Lied zum Beispiel von den Disco Boys höre, muss ich an meine Freundin Annica denken und wenn sie nicht da ist, wenn es läuft, dann tanze ich, weil ich weis, dass sie das auch tun würde. Ich hasse Shakira, aber Mirjam liebt sie und deswegen tanze ich mit Mirjam dazu, wenn ein Lied von ihr läuft. (Mirjam macht Bauchtanz, das ist die Entschuldigung.) Melanie steht auf Metal, ich stehe dem eher gleichgültig gegenüber, aber wenn wir ausgehen und es ist Metal-Phase, dann schüttele ich meinen Kopf mit ihr auf der Tanzfläche und ich weis, dass sie Spaß hat und dann hab ich den auch. Marcus stirbt für Deichkind, gut, das ist verständlich. Läuft es in der Disko, dann gehen wir tanzen wie wild, wie blöd und es ist so voll auf der Tanzfläche und dann brennen mir dumme Tussis ihre Zigaretten in den Arm, dass man es noch monatelang sehen kann, aber es ist mir dann egal und ich merk es erst, wenn ich am nächsten Morgen mit der aufgeplatzten Brandblase am Bettlaken klebe.

  • 6. The Sounds - Wueen of apology

    “I blame no one but// myself so honestly.// Now you’ve got me on my knees.//This will be the death to me.” Ein Lied, bei dem ich beim Hören eine sehr lange Zeit das fast unbesiegbare Bedürfnis hatte, bei jeder dritten Textzeile „Ja!“, „Genau so siehts aus!“ und “Richtig!“ zu schreien. Gott sei Dank konnte ich mich in überfüllten Bussen zur Uni und im Zug zusammen mit stinkenden Fußballfans auf dem Weg von Koblenz nach Saarbrücken noch gerade so zurück halten. Hätte ja auch keinen sehr guten Eindruck gemacht ne! „And I'm fighting this feeling//And I'm stuck with this feeling//will it ever stop, ever stop?“ Und ich habe so verzweifelt nach einer Antwort gesucht. Ist das wirklich mein Weg? Das war und ist die Frage, deren Antwort wohl eine Lebensantwort ist. Heute meine ich, die sie zu wissen (und: nein, sie ist nicht 42, sondern): „Vermutlich niemals.“ Na ja, wenigstens kenne ich die Frage… (Anm.: Lied heißt übrigens "Queen Of Apology" und nicht "Wueen of apology " ne!)

  • 7. Arcade Fire - No Cars Go

    Als Symbol dafür, wie der Herr Freund mir immer wieder Entwicklungshilfe in Sachen euphorische Begeisterung für Musik/Bands/Songs leisten muss. Vermutlich werde ich mir im Leben nicht alleine freiwillig Ryan Adams anhören, aber mit Marcus zusammen? Immer! Bright Eyes? Ich verstehe doch die Texte nicht, wegen Englisch und so, aber wenn er sie mir übersetzt, dann kann ich es auch fühlen. Und Arcade Fire find ich nicht schlecht , aber irgendwie - weis nicht, bisschen langweilig. Jedenfalls nicht gut genug, um dafür nach Rock am Ring noch zum Southside zu fahren, obwohl man kein Geld hat und die Schulden dann monatelang abhungern muss. Aber guckt euch das Live-Video auf Youtube an! Das ist der helle Wahnsinn. Und diese Frauenstimme und die ganzen Instrumente und die Leidenschaft, alles Dinge, die ich auf dem Album nicht wahrnehmen kann – leider. Ich bin überwältigt und total euphorisch mit diesem Song. Pro Arcade Fire!

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  • 8. Fotos - So fremd

    Aktuelles Lieblingslied von aktuellem Lieblingsalbum. Allein schon wegen der Textzeilen „Sie sind so kalt// Sie fühlen nichts mehr// Außer der Leere// Die fühlen sie sehr“! Toll! Noch toller: ich muss mich nicht so fühlen! Manchmal tut es gut, wenn man etwas anders sieht. Es ist eben so: Erst wenn es einem schlecht geht, merkt man, wie schön es wirklich ist, wenn das Meiste gut ist.

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