Soundtrack meines Lebens

  • 1. Herbert Grönemeyer - Currywurst

    Nun. Das Studium beginnt, man zieht um - so ist das halt. Ich zog nach Bochum. Und da ich am Bermuda-Dreieck wohne, dachte ich einfach: Gehste dir das mal anschauen (ja nee, is' klar). Und direkt neben dem Kino gibt es ein nettes Büdchen, da gibt es dir Original-Currywurst von Dönninghaus. Meine erste Mahlzeit als Einwohner der Stadt Bochum.

  • 2. Herbert Grönemeyer - Bochum

    Meine erste bewusst erlebte Schlagerparty. Was für ein Erlebnis in der Zeche... - am Tag danach beim VfL, aber was viel wichtiger ist: Noch nie habe ich es erlebt, dass in einer Disko 1. ein Lied zweimal hintereinander gespielt wird und 2. Fußballstimmung auslöst und die Disko zur zweiten Ostkurve des Ruhrstadions mutierte.

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  • 3. david bowie - Heroes

    Microsoft-Werbung, Christiane F., Freddie-Mercury-Tribute-Konzert - überall kam das Lied irgendwie vor. Erfolge feiert man zu Heroes, man baut sich auf zu Heroes - ich hab zu Heroes "like dolphins" Schwimmen gelernt.

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  • 4. Zoff - Sauerland

    "Ein Bauer stand im Sauerland und dachte drüber nach, dass Hühner auffer Stange sitzen - Tauben auf'm Dach. Inzwischen in sein' Hühnerstall, da tobt der Fuchs ganz munter und holt die Hühner nach und nach von der Stange runter." Wer die Welt nicht kennt aber denkt sie zu kennen bleibt dort, wo er sicher ist. Deswegen möchte man am Lennestrand begraben werden. Nun, "Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl" (Grönemeyer). "Sauerland" ist dieses Gefühl.

  • 5. Incubus - Wish You Were Here

    Jedes Mal, wenn dieses Lied gespielt wird, Brandon Boyd "I dig my toes into the sand/The ocean looks like/A thousand diamonds strewn/Across a blue blanket/I lean against the wind/Pretend I am weightless/And in this moment/ I am happy happy" in der ersten Strophe singt, fühle ich mich einfach besser. Es ist etwas da ohne da zu sein. Magie.

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  • 6. Rod Stewart - Baby Jane

    Tja, so ist das, wenn man eine Frau sehr liebt. Man hat das Gefühl, man könne Krupp-Stahl biegen, Honig und Milch fließen lassen, viele Dinge, die man ohne Phantasie, ohne Magie, ohne Liebe nicht kann. Und dann ist's vorbei. Mit den Händen getragen, Gegner ferngehalten, den Breakthrough für sie geschafft. Zeit verschwendet. Aber gerne. Am Ende das Gefühl, wenig wert zu sein. Dabei ging es ausnahmsweise mir schlecht und trotzdem sprengte ich Felsen. Aber, und das sagt der Song sehr deutlich: "Baby Jane, don't leave me hanging on the line / I knew you when you had no one to talk to / but now you're moving in high-society / don't forget I know secrets about you" Dieses Lied gehörte damals zu den Liedern, die mir vielleicht Mut machten, dennoch Trauer ausdrückten. Tja. Aber es passt halt besser als "I Don't Want To Talk About" von R.S. oder "Goodbye To You" von Michelle Branch, auch wenn beide Lieder sicherlich oft gehört wurden. So ist das halt. Man hat viel geteilt. Viel geliebt. Dann wie eine "Flasche leer" liegen gelassen, dabei ist die Flasche voll mit Erinnerungen, die mir zumindest etwas wert sind.

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  • 7. Toploader - Dancing In The Moonlight

    Nun, ich war in Schwerte, auf einer Party. Sie war nicht da. Aber es wurde in den letzten Wochen immer deutlicher: Sie ist es. Sie ist das hier. Das hier, für das man Ströme anhält und Täler flutet, um nicht ins bodenlose zu fallen. Vor einer Woche war meine große Geburtstagsfeier, da war es endgültig geschehen. Oh ja, ich war verliebt. Ich trank auf der Party eine halbe Flasche Havana Club, musste also noch ein paar Stunden warten, bis ich wieder sicher nach Hause fahren konnte. Es war sehr spät, ich fuhr los, im Auto war eine CD meines Bruders. Von Schwerte bis Lüdenscheid sind es ca. 35 Kilometer. Nach einer halben Stunde war ich daheim. Auf den letzten Metern der Strecke begann dieses Lied, das schon vorher als Airplay-Lied das Talent hatte, zum Ohrwurm zu werden. Es war Toploader. Es war Dancing In The Moonlight. Ganz anders, aber sicherlich nicht schöner - das hält sich die Waage - als das Original von King Harvest dringt es in den Kopf und bleibt dort. Genauso wie die Frau, an die ich dachte und noch heute denke. Ich hielt vorm Haus an, zog den Schlüssel, machte die Tür auf, machte sie wieder zu und schloss ab. Ich stieg aus dem Auto aus und merkte, dass ich eine Gefahr für den Straßenverkehr war. Daheim trank ich noch eine Flasche Bier und ging zu Bett, schrieb vorher noch eine SMS an sie. We get it on most every night - so begann sie. Keine Ahnung, wo sie war. Vielleicht bei George aus dem Dschungel, ihrem Typen damals. Das war mir erst dann nicht mehr egal, als ich aufwachte. Sie bekam die SMS, sie hat sie ja in der Nacht erhalten. Davon musste man ausgehen, auch wenn es für Internet-Kurzmitteilungen keine Empfangsbestätigung gibt. Später sagte sie, wie verrückt es sei, dass wir ein gemeinsames Lied hätten. Nein, das ist es nicht. Es ist ja auch nicht bei einem Lied geblieben. Dass es aber Dancing In The Moonlight ist, ist tatsächlich kurios. Noch heute denke ich an das Lied und auch an sie.

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