Soundtrack meines Lebens

  • 1. Dexy - Come On Eileen

    Meine Eltern schickten mich nach der 1. Klasse in ein Pionierlager in unserer Heimatstadt, um zu testen, ob mir so etwas gefällt. In der ersten Woche hatte ich Heimweh, konnte mich aber während der zweiten Woche prima einleben. Am letzten Abend war Disko und obwohl ich anfangs nicht hin wollte, wurde ich von meinen Zimmergenossen doch noch überredet, mit zu kommen. Und das allererste Lied, das ich jemals in meinem Leben in einer Disko hörte, war "Come on Eileen" von Dexy's Midnight Runners. Doch erst Jahre später fiel mir das Ganze wieder ein, als ich im Nachtprogramm von MTV das Video sah und den Song wieder hörte. Heute ist dieses Lied Sinnbild für meine früheste Jugend und den Beginn meiner Eigenständigkeit.

  • 2. Edenbridge - A moment of time

    Ich befand mich gerade in meinem Ausbildungspraktikum in einem Kaufhaus in Leipzig. Vor drei Wochen wurde mein 87jähriger Großvater ins Krankenhaus eingeliefert wegen einem Schlaganfall. Ich wußte, dass sich langsam, aber unaufhaltsam der 13. Dezember näherte, der zehnte Todestag meiner Großmutter, Opas Frau. Als ich an jenem Mittwoch aufstand, um auf Arbeit zu gehen, beschlich mich ein ungutes Gefühl. Doch ich tat meine Arbeit wie jeden Tag. Am Abend kam dan ein Anruf von zu Hause. Meine Mutter war am Telefon: "Ich bin's." Mehr musste sie eigentlich nicht sagen. Doch ich tat so, als wäre ich guter Dinge. "Hey, was gibt's?" Schweigen am anderen Ende der Leitung. Nach endlosen Sekunden brach ich dieses wieder: "Nein, oder?" - "Doch", war die einzige Antwort. Wir weinten und versuchten uns gleichzeitig gegenseitig zu trösten. Als das Telefonat beendet war, schenkte ich mir einen Schluck Dimple in ein Glas und starrte vor mich hin. Ich legte meine neueste, vor wenigen Tagen bei MDR Sputnik gewonnene, CD ein und versuchte mich abzulenken. Doch bei Titel Nummer 4 "A moment in time" wurde ich von meiner Trauer übermannt und gab mich den Tränen erneut hin. Dieses Lied widmete ich fortan meinem Großvater, an den ich dabei denken muss.

  • 3. The Streets - Dry Your Eyes

    Jede Fahrt weg von meiner Tochter und meiner (damals neuen) Ex war schwer. Und sobald von meiner selbst zusammengestellten "Sentimental Journey" dieses Lied erklang, verschwamm die Straße vor meinen Augen. Spätestens bei den Zeilen "And I'm just standing there. I can't say a word, cause everything is just gone. I have nothing, absolutely nothing" ergoß sich mein Selbstmitleid in einem nicht enden wollenden Schwall von Tränen. Unangefochten gemeines, aber nützliches Gefühl, im Nachhinein gesehen.

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  • 4. Juanes - A Dios Le Pido

    Ich hatte Urlaub und verbrachte ihn mit einem meiner besten Freunde auf einer Reise von London über Barcelona nach Valencia. Und im spanischen Zug-Radio hörte ich zum ersten Mal dieses Lied. Es ist, wann immer ich es höre, meine größte Erinnerung an Urlaub, Catalunya und Erholung. Einfach schön!

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Penta80s Freunde

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