Soundtrack meines Lebens
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1. Bryan Adams - Life Is An Open Road
Wir saßen im Zug, meine Freunde, einfach alle waren da. Es war schon spät, wir nahmen den Nachtzug. Wir waren auf dem Rückweg von einem Konzertbesuch, nichts besonderes.. Ich war schrecklich müde und wollte nur in mein Bett. Ich saß wie auch alle anderen auf dem Boden des Abteils, hundemüde, aber irgendwie noch total aufgedreht. Das war so nen Moment der Besinnung.. und in diesem Moment störte nur eines die Ruhe: Der viel zu laute Diskman von Tobi. Tobi, das war auch schon einer.. Ich hab ihn nie für voll genommen, der war mir immer ne Nummer zu verrückt. Total abgedreht.. Mich störte die zu laute Musik in diesem einen Moment tierisch und ich schnauzte ihn an, er solle das Ding leiser machen. Das war so gar nicht meine Art, jemanden anzuschnauzen.. "Hier, willst mal hören?" Das war das einzigste was er darauf sagte und hielt mir den Kopfhörer hin. Man, und was ich dann da hörte, das war tierisch gut.. So viel Gefühl, so viel Melancholie. Und dazu kam die Stimmung um uns herum. Alle meine Freunde, zusammengequetscht in einem Zugabteil. Das fand ich damals wahnsinnig bewegend.
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2. Sarah Connor - From Sarah With Love
5 Jahre ist es jetzt her, seit ich dich das letzte mal sah. Ich weiß es noch wie heute. Du standest neben mir in der kleinen Bimmelbahn, die uns von Wangerooge zum Hafen bringen sollte. Die Klassenfahrt war vorbei, morgen würden die Ferien anfangen. Wir waren damals in der 6.Klasse. Du standst da, sahst mich einfach nur an. Als ich deinen Blick bemerkte, lächelte ich dich an, du schautest schüchtern zu Boden. Bevor wir aussteigen mussten, kamst du zu mir und standst einfach nur da. Ich war erst etwas überrascht. "Kannst du mir 5 DM leihen, ich geb sie dir irgendwann zurück. Versprochen!" Ich gab dir das Geld und sagte dir, das hätte Zeit. Du sahst mich da auf eine ganz seltsame Art an. Das kannte ich nicht von dir - so hast du mich noch nie angsehen. Dann hast du mich umarmt und wir sind aus der Bahn gestiegen, du gingst zu deinen Freunden. Als die Ferien vorbei waren, warst du nicht da. Dein Platz war leer. Jemand erzählte mir, du seist wieder bei deiner Mutter, in Österreich oder in der Schweiz. Da begriff ich erst, dass du damals, im Zug genau wusstest, dass wir uns nicht wiedersehen würden. Als ich an diesem Tag zuhause war, hab ich geweint. Du warst mein bester Freund und auf eine besondere Weise liebte ich dich. Da hörte ich im Radio erstmals diesen Song. Und ich verstand, das dies kein Abschied für immer war. Seitdem warte ich auf dich, so lange, bis du wiederkehrst und mich in den Arm nimmst und wir gemeinsam diesen Song hören werden. Und wir werden darüber lachen und von alten Zeiten erzählen, so wie damals...
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3. Anaconda - Sound Of Love
Ich stand da, bei meinen Freunden. Du warst auch da. Ich bemerkte schon seit langem, wie du mich ansahst. Wir kannten uns erst seit 3 Wochen. Du kamst neu auf unsere Schule. Für dich muss das alles sehr fremd gewesen sein - neue Lehrer, Freunde finden.. Wir hatten bereits Nummern ausgetauscht und uns geschrieben. Am Montag hattest du mich gefragt, ob wir nicht am Samstag ins Kino wollten. Das war morgen, am 25.10. Ich war schon ziemlich aufgeregt, musst du wissen. Später gestandst du mir, dass es dir ähnlich erging. Ich konnte es nicht ertragen, dass du da alleine standst. Ich ging zu dir. Du hörtest Musik. Ich fragte dich, was du gerade hörst. Du gabst mir kommentarlos den Ohrstöpsel deines MP3Players und hast mich angelächelt. Das was ich da hörte war mir fremd.. Techno! Sowas hörte ich normalerweise nicht. Doch das was ich da jetzt hörte, war gut. "Can you feel the sound of love?" Du schautest mir in die Augen. Und in diesem Moment wusste ich, dass ich dich wirklich liebte. Am nächsten Tag gingen wir ins Kino und du nahmst meine Hand, seitdem sind wir zusammen. Das ist jetzt fast 5 Monate her. Und dieser Song erinnert uns stets daran, dass wir zueinander gehören. Wie ein magisches Band. Und das obwohl ich gar kein Techno mag.
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4. Wham! - Careless Whisper
An einem besonderen Abend im Dezember kam ich, geschafft und unendlich müde nach Hause. Das einzige was ich nun wollte war schlafen. Seltsamerweise konnte ich es nicht. So müde wie ich war, doch einschlafen konnte ich nicht. Ich machte das Radio an. Ich höre immer Radio, wenn ich nicht schlafen kann. Und da kam dieser Song, der langsam an meine Ohren drang. Und ich wurde auf seltsame Weise davon berührt, ich nahm die Melodie in mir. Der Song war wunderschön. Ich lehnte mich zurück und schloss die Augen und ließ die geheimnissvollen Klänge auf mich wirken. Dabei schlief ich ein. Den nächsten Morgen konnte ich mich zwar noch an den instrumental Teil erinnern, doch an mehr nicht. Das Geheimnis blieb; was war das für ein Song, dir mir auf so seltsame Weise doch so vertraut gewesen war? Die Zeit verging und doch ging er mir nicht aus dem Kopf. Ich sang die Melodie meinen Freunden vor, doch niemand kannte den Song. Würde ich nie erfahren, was das Lied meines Lebens war? Eines Morgens kam ich gerade aus dem Bad, in die Küche. Meine Mutter hatte das Radio angelassen. Wie immer eigentlich. Und ich blieb wie erstarrt in der Tür stehen, als ich erkannte, was dort für ein Song lief. Da war es wieder, mein Lebenslied. Ich werde es nie vergessen, denn es bewegt noch immer mein Herz, jedes mal, wenn ich diesen Song höre.
Zu diesem Song haben diese User ebenfalls etwas erlebt:
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5. Joana Zimmer - I Believe
Im Regen. Vorm Riesenrad. Weinend. Wieder allein. Und doch dir noch so nah. Ich will, kann es nicht wahrhaben. Im Regen. An dich, an uns, an das Jahr denken. An alles. Daran, dass du mich noch liebst. Dass ich dich noch liebe. Dass wir nicht zusammen sein können. Hoffen, dass alles wieder gut wird. Im Regen.






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