Soundtrack meines Lebens

  • 1. Vanessa Carlton - Annie

    Es war wie ein Herzschlag, als ich dieses Lied zum ersten Mal hörte. Es klang so melancholisch schön, aber doch nicht zu traurig. Kennt ihr das, wenn euch eine welle der Erkenntnis überkommt? Eine Welle eines Gefühls der Sinnlosigkeit? Dass alles eigentlich ziemlich einfach ist? Das hatte ich bei diesem Lied. Es holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück, aber zeigte mir, dass es nicht falsch war zu träumen, denn das Leben ist sehr kurz. Ich steckte zu der Zeit gerade in meiner ersten richtigen Beziehung, und es kriselte. Mir wurde bewusst, wie sinnlos doch dieser Streit war, aber gleichzeitig auch, dass es auch weitergehen würde. Irgendwie. Denn irgendwie geht es ja immer weiter. Ein Lied voller Widersprüche und Gegensätze. Genau das richtige für mein Gemüt. "Tell me now can you feel it?"

  • 2. Nelly Furtado - Powerless

    Ich sah sie im Fernsehen, diese kräftige Stimme, die einem sofort bis ins Mark ging: Nelly Furtado. Ich freute mich, dass es wieder was von ihr zu sehen gab, aber das kam ja erst später. Denn erst bemerkte ich dieses Video, dass so liebevoll und farbenfroh gestaltet war, dass man einfach gute Laune bekommen musste. Ich vergaß, dass ich mit meinen Eltern weg war (zu Bekannten, die ich nicht mochte). Ich wollte einfach nur diesem Lied lauschen, mich mitreißen lassen und alles vergessen. Immer wenn ich es heute höre überkommt mich diese unbegründete Fröhlichkeit (unbegründete Fröhlichkeit ist wohl die schönste Fröhlichkeit die es gibt), und mir ist alles egal - alle Probleme wie weggeblasen. Deswegen ist es das perfekte Lied für Depriphasen, und davon hat man ja bekanntlich nicht allzu wenig. "'Cause this life is too short to live it just for you"

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  • 3. Avril Lavigne - Nobody's Fool

    Regen. Grau. Ihr kennt diese Tage. Nur war ich 14. Und ich war ein dicker, hässlicher Junge. Ich lag lang ausgestreckt auf meinem Zimmerfußboden, und lauschte. Das Lied war vorbei. Es kam ein neues. Zu faul um aufzustehen und um umzuschalten. Na schön. Hören wir uns das mal an. Hm. Ja. Es war eins dieser Lieder, die einem erst beim 20sten Mal auffallen, wenn man ein Album hört. Und es war meine erste CD. Oh ja, ich hab sie oft gehört. Zum ersten Mal lauschte ich dem Text. Es war, als hätte ich ihn selbst geschrieben. Nein, eher als hätte ich ihn selbst schreiben sollen. Etwas in mir sagte, dass es eigentlich meine Aufgabe sei sowas in die Welt zu schreien, und denen ins Gesicht, die mich täglich auslachten. Ja. Sie haben es nie vergessen. "If you wanna bring me down, go ahead and try! I'm not nobody's fool!"

  • 4. Badly Drawn Boy - Once Around The Block

    Es war ein Song. Ein Groove, ein Rhythmus, Er ging ins Blut, in die Seele, in den Kopf und ins Herz. Das war das erste Mal, dass ich im Bett tanzen wollte, bzw. getanzt habe. Noch heute ist es das einzige Lied, dass mich spontan zum tanzen bringt. Dieses Lied klingt fröhlich. Es klingt wie ein lauer Sommerabend mit Freunden auf einer Wiese sitzen, oder irgendwo anders. Es klingt nach Leben, aber gleichzeitig nach der Sehnsucht. Sehnsucht wonach? Der Sehnsucht nach Leben, wahrscheinlich. "And we'll start again"

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  • 5. annett louisan - Das Liebeslied

    Zack - Bumm - Peng So machte es in meinem Kopf. Es war perfekt.. nein, es wäre perfekt gewesen, wenn nicht diese klitzekleine Kleinigkeit verschwiegen worden wäre. Meine Lektion: Fernbeziehungen machen mehr kaputt als sie Freude bringen, egal wie stark die Liebe auch ist. Dieses Lied war unser Lied. Dieses Lied war unser Symbol. Wahrscheinlich überinterpretiert, doch das hat uns damals nicht gestört. Es beschreibt das perfekte Glück, und als ich glaubte es zu haben zerfiel es in meinen Händen zu Staub. Deswegen kann ich dieses Lied bis heute kaum hören, bzw. hab es seitdem vielleicht drei Mal gehört. Aber es ist trotzdem ein Teil meines Soundtracks. Die unschönen Dinge gehören auch dazu. C'est la vie. "Alles an mir will zu dir"

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  • 6. Mia - Kreisel

    Ein sehr selbstreflektiertes Lied. Als ich das Lied das erste mal gehört habe dachte ich: "Hey, das bist doch du!" Und so war es auch, irgendwie. Es wurde über mich gesungen. Ich war ein Kreisel ab diesem Moment - Nein, ich war DER Kreisel. Andere sagten auch: "Hey Daniel, das bist du!" und so nannte ich mich lange Zeit "Kreisel". Es war eine schöne Zeit, voller Naivität und Unbeschwertheit, bis sich auch dann der schnellste aller Kreisel stoppte und kippte. Auch das musste sein, und ich wurde wieder angeschubst. Und es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich aufhöre mich zu drehen. Aber auch nicht das letzte Mal, dass ich wieder angeschubst werde. Denn: "Ich bin ein Kreisel und ich muss mich drehn, Beweg dich selbst und du wirst mich verstehn"

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  • 7. Placebo - Every You Every Me

    Es ist so ein Lied. So ein Lied eben. Du weißt schon, was ich meine. So ein Lied, was dich versteht. Nicht du verstehst es, sondern es versteht dich. Es ist so ein Lied, was man hört, wenn es einem schlecht geht. Wenn man sich betrinken möchte oder man sich einen Kopfschuss geben will. Wenn man jemanden braucht, der einem sagt: "Du bist scheiße.", nur damit man sich bestätigt fühlt. Wenn man gerade richtige Scheiße gebaut hat.Dann höre ich dieses Lied, und ich grinse vor mich hin. Und irgendwie muss ich mich dann nicht mehr betrinken, oder das andere Zeugs machen. Denn das machen schon die Töne für mich. "I know I'm selfish, I'm unkind"

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