Soundtrack meines Lebens

  • 1. Kylie Minogue - Can't Get You Out Of My Head

    Ich lernte in dieser Zeit meinen heutigen Lebensgefährten kennen, welcher damals an der Schwelle zum 30. Lebensjahr stand. Er jammerte, dass er nun alt werden würde, graue Haare und sicher auch einen Bauch bekäme. Das Lied dudelte permanent auf allen Radio-Sendern und war ohnehin schon ein Ohrwurm. Zum Geburstag schenke ich ihm dann schließlich das damals erschiene Album von Kylie. Vor das Booklet schob ich einen Zettel auf dem stand: "... weil sie noch älter ist und immer noch gut aussieht." In den folgenden Wochen verliebten wir uns in einander, waren leider häufig über größere Diszanten von einander entfernd. Seine Liebeserklärung machte er mir damals mit Kylies Song: Can't get you out of my head! Seither ist dies unser Lied und es entspricht einer Tatsache, dass ich ihn nicht aus meinem Kopf bekomme. Er hat übrigends weder einen Bauch bekommen, noch ist er alt geworden - nur ein paar graue Haare schimmern schon, was ich wahnsinnig sexy finde :)

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  • 2. Beborn Beton - Torture

    Ich stolperte über dieses Lied in einer Zeit, in der ich das Leben einer anderen lebte. Ich schrieb eine Geschichte, über eine junge Frau, die mir lediglich in zwei unwichtigen Punkten glich. Diese Punkte waren die Sucht nach Kaffee und die Sucht nach einem Internetzugang. Und dennoch spürte ich beim Schreiben ihre Empfindungen, grübelte in der Nacht über Lösungen für ihre Probleme nach. Ich fühlte mich in Ansätzen schizophren, immerhin übernahm ich ihre Launen in meinen Alltag und terrorisierte so meinen Mann und meine Familie, die mich in diesen Monaten gar nicht mehr verstanden. "Torture" heißt das Lied. Eine Tortur, die meine Protagonistin spürte, die ich spürte. Der Text des Liedes erzählt die Geschichte, in der man jemanden hasst, weil man ihn nicht Lieben kann, weil er es nicht zulässt. Er spricht davon, dass man den anderen vergessen will, dass man ohne ihn leben kann. Das fühlte ich, als ich die letzte Seite, die letzte Zeile, das letzte Wort schrieb. So Mädel, und ab jetzt hasse ich Dich, weil unser gemeinsamer Weg hier vorbei ist. Ich hab Deine Geschichte erzählt, sie hat mich wahnsinnig gemacht, hat mich leiden lassen. Und jetzt will ich Dich vergessen. Und jetzt muss ich ohne Dich leben. Eine Tortur geht zu Ende - aber das Lied bleibt und mit ihm die Erinnerung!

  • 3. And One - Military fashion show

    Military Fashion Show begleitete mich viele Wochen beim Verfassen meines ersten heimlichen Buchprojekts. Mehr durch Zufall, als wirklicher Absicht war ich über den Song gestolpert. Mein Mann hörte And One seit wir uns kennen, doch irgendwie wollte ich mit den Jungs nie warm werden. Dann sprach er von "Weiberelektro" und dass das nicht mehr And One wäre. Grund genug, mal rein zu hören ... und daran hängen zu bleiben. Military Fashion Show erinnert mich an stundenlanges Nägelknabbern, Ideen notieren und Zettel weg werfen. Daran, dass ich gut hundert Mal aufgeben wollte und es doch nicht tat. Und daran, dass man durchaus ein einer Parallelwelt leben kann, obwohl mal immer noch das selbe Klo benutzt, wie die anderen. Das Lied hält die Zeit fest oder beamt mich zurück. Wie man will ...

  • 4. D:REAM - Things Can Only Get Better

    Gottchen, zwölf, vielleicht dreizehn war ich damals und in der tiefsten Krise einer ausgereiften Pubertät. Alles war schlecht. Alles war grauenvoll. Jungs waren doof, Lehrer waren doof, Pickel waren doof, der Kinderspeck war doof. Das einzige, was tatsächlich nicht doof war, waren meine Eltern und dieser Song. Damals sagte er genau das, was ich dachte: es kann ja nur besser werden. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber ganz bestimmt übermorgen. Ich verstand nicht den ganzen Text, was auch gar nicht nötig war, denn ich wusste: es kann eh nur besser werden. Heute hör ich den Song noch gerne, um mich zu erinnern, dass ich dachte, alles könnte nur besser werden. Dann grinse ich in mich rein und weiß: jaaa, das stimmt. Alles kann besser werden. Muss aber nicht.

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  • 5. Green Day - Basket Case

    Basket Case war der Einstieg in einen wahren Musikumbruch meines jungen Lebens. Das Album Dookie und ganz besonders dieser Song leitete meine Punk/Rock-Liebe ein, ließ mich zerschlissene Jeans, Dr.Martens, gebatikte T-Shirts und feuerrote Haare tragen. Das war 1994. Headbangen, Pogen, alles Formen tanzender Bewegungen, die man mit diesem Song und dem transportierten Gefühl prima ausüben konnte. Die ganze Anspannung, Aggression und Depression meiner Pubertät hat dieses Lied aufgesaugt. Auch heute kann ich meine Kopf beim Hören noch in die Wolken stecken und dabei gleichzeitig mit den Füßen um mich treten.

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  • 6. Robbie Williams - Let me Entertain You

    Robbie, der Entertainer vor dem Herren, begleitete mich mit eben diesem Lied durch meine Abiturzeit. Keine Party, auf der Herr Williams und nicht entertainte. Keine Lernstunde, in der wir uns durch ihn nicht entertainen ließen. Und als wir dann den letzten Zug antraten, den langen Gang durch diesen riesigen Festsaal schritten, mit unseren Ballkleidern und Anzügen ... da war Herr Williams da, sang für un "Let Me Entertain You" und hat einen besonderen Tag mit einem sehr besonderen Gefühl an einen ganz besonderen Song gekoppelt.

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  • 7. Mindless Self Indulgence - Shut me up

    Shut me up ist einer dieser Song, bei dem man nicht nur hysterisch mit dem Kopf wackeln will, sondern es auch tut. Ich habe ihn entdeckt, als ich auf der Arbeit gerade am Rande eines Nervenzusammenbruchs stand. Alle wollten was, natürlich bis gestern und mit höchster Priorität. Frei von jeglicher Scham headbangte ich also mitten in meinem Büro zu diesem Song. Und es tat so unglaublich gut! Seither ist Shut me up die Hymne für Stress und Frust geplagte Momente. Ich setzte meinen Kopfhörer auf, wähle MSI an und lasse mir von ihnen gehörig den Kopf frei pusten. Shut me up!

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