Soundtrack meines Lebens

  • 1. The Smashing Pumpkins - Disarm

    Diese Band und dieser Song stehen stellvertretend für die Entfachung meiner Musikleidenschaft. Jung waren wir und verwirrt...

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  • 2. Angelika Express - Eigentlich Eigentlich

    Mal wieder hatte ich Sehnsucht nach interessanten Menschen, obwohl ich hätte zufrieden sein müssen. Und da gab es diesen Typen, der mich immer wieder aus der Fassung bringen konnte. Wir hatten stundenlang geredet und die Zeit vergessen. Bildeten bei dieser Party eine eigene Front. Wir trafen uns wieder, auf einer anderen Party. Er spielte diesen Song, obwohl seine Kollegen die Band hassten. Er wusste, dass ich sie liebe. Ein anderes Mal, erinnerte er mich daran, dass er den Song für mich gespielt hätte. "Wohlwollend zur Kenntnis genommen!" - ich zitierte ihn und traf genau die richtige Stelle. Silvester 2004 wiederholte sich die Szene an einem anderen Ort, dieses Mal habe ich nur gelächelt. Ich weiß auch jetzt noch "eigentlich eigentlich bist du super für mich" - aber wir haben keine Chance. Werden sie nie haben. Inzwischen kann ich sehr gut damit leben und schätze seine doch sehr unregelmäßige Anwesenheit in meinem Leben. Ein kleines bisschen Melancholie kann mir dabei nicht mehr schaden. Aber eigentlich eigentlich finde ich "Pornographie" viel schöner :)

  • 3. The Arcade Fire - Rebellion (Lies)

    Es war nicht die Zeit für Liebeleien oder gar eine große Sache. Es war mehr die Zeit, zu schwelgen und sich in Sicherheit zu wiegen. Ein bisschen oberflächlichen Small-Talk zu halten und sich in nichts hineinzusteigern. Zu schwer wog die Belastung der letzten Monate. Da half es, mit Fremden zu schreiben, Gedanken auszutauschen, aber eben auf Distanz. Dass man da auch Menschen trifft, mit denen mehr anzufangen ist, ist eher unwahrscheinlich, soll aber vorkommen. So kam es, dass er in meine Welt trat. Äußerst angenehme Konversationen. Geschichten, die ich lieb(t)e. Eine wunderbare Beschäftigung, auf die ich mich immer freute. So kam es auch, dass wir miteinander sprachen, ein gesamtes Wochenende redeten wir über dies und das und alles irgendwie. Spürte ich eine Verbundenheit. Die Musik war immer wichtig und präsent. Angenehm berührt war ich. Auch, als das Angebot der Mix-CD aufkam. Ein echtes Highlight, diese Post zu öffnen und Rührung bei der liebevollen Aufmachung. Vier Geschichten von Dir (nein, nicht der Song von Tocotronic). Und diese wunderbare Mischung, die ich fortan rauf und runter hörte. Dieser Song hing in meinem Ohr, in meinen Beinen, in meinem Hirn und im Herzen. So musste ich mich näher damit beschäftigen und fand schnell heraus, warum. * People say that your dreams are the only things that save ya. Come on baby in our dreams, we can live our misbehaviour.* Träume schenkte er mir viele. Die Spinnereien, die wir verzapften. Die Tagträume, die wir uns bescherten, einfach weil es Spaß machte. Ich war verliebt in die Geschichten, die Musik. Und wohl auch in ihn, was ich mir aber nicht eingestehen konnte. Zucker für geschundene Seelen. Es sollte keine Gefahr ausgehen, ich wollte den Abstand, bis ich ihn nicht mehr wahren konnte. Ehrlichkeit immer voran, die Offenheit folgte auf dem Fuße. Das Vertrauen war unendlich. Ich glaubte fest, dass er meine Worte mit Respekt und der nötigen Sensibilität behandeln würde. Und ich sollte zur Abwechslung mal Recht behalten. Ich fühlte ihn so nah bei mir, ohne ihn zu kennen oder zu wissen, wer er in der „Realität“ ist. Hütete mich aber auch, mir ein Bild in dieser zu machen. Er war mein Traum. Bis ich ihn von m e i n e r „Realität“ nicht mehr trennen konnte. Und so kam es, dass ich mich meines Verstandes entledigte und gegen all meine typischen Handlungsweisen verstieß, um ihn zu sehen. Ich hatte diesen Drang, wissen zu müssen, wer er ist. Egal, was dabei entsteht, wir hätten mit Sicherheit eine gute Zeit. So redete ich mir selbst gut zu. Eine Woche Wartezeit, viereinhalb Stunden Zugfahrt, dann dieser Mann auf dem Bahnsteig und der Gedanke: „Lasst mich sofort tot umfallen! Dem kann ich nie gerecht werden…“ Sonst nicht auf den Mund gefallen, waren wir beide sprachlos, stammelten wirres Zeug. Ich musste mich an ihm festhalten, damit ich nicht verloren – auch in mir selbst – ging. Beim Betreten seiner Wohnung, fühlte ich mich sofort zu Hause, als wäre ich schon oft hier gewesen. Und ständig der Gedanke: „Das passiert grad alles nicht wirklich…“ Ich wusste nicht, ob es ihm auch so ging, bis er mich in seiner Küche küsste und ich mich – nahe der Ohnmacht – verliebter denn je fühlte. Die erste Nacht war nicht an Schlaf zu denken – immer wieder musste ich ihn ansehen und mir in Gedächtnis rufen: „Das ist alles echt!“ Angst hatte ich vor: * But every time you close your eyes. (Lies!)* Deswegen konnte ich sie nicht schließen. Wie hätte ich damit umgehen können, wäre ich aufgewacht und alles war nur Illusion? Mein Wunschdenken? Es ging uns beiden so. Das beruhigte mich zumindest ein bisschen. Dass ich seit Tagen keinen logischen Gedanken mehr fassen konnte, irritierte mich weiterhin. Aber das Gefühl war einfach zu grandios. Seither begleitet mich ein Strahlen. Das Wissen, dass es ihn wirklich gibt, dass wir uns doch so einiges zu sagen, zu schenken haben. Wir können einen Traum in die Wirklichkeit überführen. Ein *Come on hide your lovers Underneath the covers* ist nicht mehr notwendig. Und doch verstecken wir uns von Zeit zu Zeit gemeinsam, um neue Träume zu spinnen und allen Widrigkeiten zu trotzen.

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