Soundtrack meines Lebens

  • 1. JCA - I Begin To Wonder

    es drohte der wichtigste abend meiner jungend zu werden, und verpasste ihn um ein haar. ein guter freund hatte geburtstag und bei einer so wichtigen feier darf natürlich "göttin" alkohol nicht fehlen. wir begaben uns also, mit dem auto, in den 17km entfernten ort, wo die party steigen solle. im gepäck: kleines präsent für den kumpel und eine flasche wodka. nach 20 minuten nerviger fahrt mit zwei damen, deren thema es war "wie werde ich die größte tusse im land?", kamen wir endlich am zielort an. nun gut, wir gingen rein, grüßten die anderen gäste, überreichten dem geburtstagskind sein geschenk, das Übliche eben. außerdem stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen waren, die es mit alkohol gut meinten. auf einem tisch erstreckte sich eine schar von hochprozenteigen getränken. ein traum für abhängige, und sofort wurde die erste falsche davon geöffnet - als begrüßungsgeschenk versteht sich. leider handelte es sich um bayrisches kirschwasser – absolut widerlich. nun war es so, dass jeder gast ein kleines glas davon bekam, wir erhoben also unsere wunderbar verzierten schnapsgläser und stießen an. mittlerweile wurde es zwei. langsam, aber sicher ging der vorrat an unseren „köstlichkeiten“ zuende, von manchen aber auch der verstand. als dann „j.c.a – i began to wonder“ ertönte, kam jemand auf die glorreiche idee, sich einen regenschirm zu schnappen, ihn aufzuspannen, und damit durch den ganzen raum zu tanzen. das schien ansteckend zu sein, sich vor allen leuten zum deppen zu machen – doch das war uns egal, denn eine weitere person machte es nach und griff nach einem besen. das eis war gebrochen. jeder lief los und versuchte einen geeigneten gegenstand zu erhaschen, mit dem er beim tanzen möglichst gut aussehen würde. skurrile formen kamen dadurch zustande – schon mal versucht mit einem rächen zu tanzen? wir wissen nicht, ob es der alkohol, wir selber, oder der song waren. wir wissen nur, dass wir eine menge spaß hatten, dass wir, wenn wir „j.c.a – i began to wonder“ hören, uns gerne an das „ereignis“ zurückdenken, welches wir niemals vergessen werde, und zwar keiner von uns. geburtztagskind sein geschenk, das Übliche eben.

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  • 2. Rammstein - Spieluhr

    Es hört sich an, wie ein schlechter Horrorfilm. Man nehme: Eine Klasse, in jungen pubertierenden Jahren, füge einen Ausflug in ein Schullandheim hinzu, lasse seltsame, unheimliche Dinge passieren und stimme das Ganze noch mit hässlicher Musik ab, genauer gesagt mit Rammstein. Schon damals mochte ich die Band nicht, doch leider musste ich mich an das „Geräusch“ gewöhnen, da es meine Zimmergenossen viel zu oft hörten.. Es lief „Spieluhr“ von Rammstein. Ich lag dabei auf meinen Bett und spielte mit meiner Taschenlampe – versuchte Kreise auf der Decke zu skizzieren. Nach ein paar Minuten sah man zwei Lichter an der Decke hin und her flitzen, der Mitbewohner hatte sich auch eine Taschenlampe geschnappt. „Wartet, ich werde auch meine holen“, sagte ein Dritter. Auspacken, anschalten, anschauen. Drei Lichter tanzten nun an der Decke und man wollte ein einziges, großes Licht erschaffen. Alle drei konzentrierten sich auf einen Punkt. Was danach folgte ließ mir das Blut in den Adern gefrieren... So unwahr das auch klingen mag, es schien so, als würde uns, bei dem Fleck, wo das große Licht war, ein Totenkopf aus der Wand anschauen. Ich hatte das Gefühl, als würde ich in das Gesicht des Todes schauen. So schnell es auch gekommen war, so schnell verschwand es auch wieder. Zuerst dachte ich mir ich hätte es mir nur eingebildet, doch die anderen zwei „Taschenlampenspieler“ bestätigten mir, dass sie genau das selbe gesehen hätten. Es liegt nun an euch, ob ihr mir glauben wollt. Ich jedenfalls weiß, was ich gesehen habe.

  • 3. Juli - Regen Und Meer

    Ich war im falschen Raum. Ringsrum nur Liebespaare. Und ich? Ich war allein. Ich bin froh, wenn ich alleine bin, dennoch brauchte ich genau heute Menschen, mit denen ich reden hätte können. Und was mache ich? Ich schaute drei Paare zu, wie sie so daliegen, eng umschlungen. Im Hintergrund lief „Juli – Regen und Meer“. Es passte perfekt zu meiner Stimmung. Traurig saß ich im Sessel und stand manchmal auf, um mir ein Bier zu holen, immer noch in der Hoffnung, dass die Leute mich wahrnehmen. Doch es ging nicht. Ich sah aus dem Fenster, es regnete. Ganz viel. Ich stand auf, nahm meine Jacke, zog mir meine Schuhe an und schlich ganz heimlich aus dem Zimmer. Keiner bemerkte mich. „Ich störe hier nur.“, dachte ich. Als ich draußen stand spannte ich meinen Schirm auf und ging in die Nacht, allein. Und als ich so durch die Straßen ging, prasselte der Regen auf den Schirm und ich summte das Lied. Und irgendwie tat es gut. Irgendwie musste ich lächeln.

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