Soundtrack meines Lebens

  • 1. No Doubt - Don't Speak

    Durch "Don't speak" wurde mir klar, wer ich wirklich sein wollte und ich hörte auf, andere zu imitieren.

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  • 2. Blur - Girls & Boys

    Im Sommer 1997 war viel los. Gerade viezehn, gerade die schlimmste Phase meiner Pubertät hinter mich gebracht, begann ich das Leben zu genießen. So etwas wie Selbstwertgefühl blühte auf und ich begann mich in meiner eigenen Haut wohl zu fühlen. Da macht das Leben gleich doppelt Spaß und mit Girls und Boys von Blur bleibt diese Laune gleich ein bisschen länger erhalten. Vor allem, wenn beim Irland-Austausch die Mädels mit den Jungs gerne mal ein bisschen wild rumknutschen.

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  • 3. Peter Licht - Sonnendeck

    Du sitzt in der Berliner S-Bahn und hörst dieses Lied. "Wenn ich nicht hier bin ich auf'm Sonnendeck". Du passierst den Alexanderplatz - "oder am Radar" - den Hackeschen Markt - "oder im Aquarium" - steigst Friedrichstraße aus und genießt die Menschenmassen, durch die du hindurchgleitest, die Sonnenstrahlen, die deine Nase kitzeln. Du bist unendlich froh, dass du bist. Hier und jetzt.

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  • 4. Pearl Jam - Given To Fly

    Ich war mal wieder in Irland. Diesmal nicht zum organisierten Austausch, sondern alleine. Mit meiner irischen Freundin Aoibhinn sollte es an diesem Tag zum Pearl Jam-Konzert gehen. Ich kannte vorher keinen Song von Pearl Jam beim Namen, aber egal - wenn sie davon so begeistert war, würde ich es bestimmt auch mögen. Am Morgen erwachte ich mit einer mords-Erkältung. Scheiße, was tun, der Bus fuhr doch bald los in Richtung Dublin. Ich tat, was ich immer tat, wenn ich eine akute Erkältung ignorieren wollte: Ich lutschte Japanisches Heilpflanzenöl im Übermaß, bis ich meine Mund-Hals-Rachengegend nicht mehr spüren konnte und nahm dazu irgendwelche betäubenden Halstabletten. Im Bus, den die ca. 20 Pearl-Jam-Fans eigens für die 5-Stunden-Fahrt nach Dublin gemietet hatten, wurde gesoffen, geraucht und sogar gekifft. Gesungen und geblödelt. Ich schiss auf meine Gesundheit und machte voll mit (war ich zu dem eine der wenigen, die des Tüten-Bauens fähig war). In Dublin angekommen gings erstmal innen McDoof, Fastfood hinter die Beißerchen stopfen und dann weiter zur Konzerthalle. Langes Anstehen... Dann endlich drin - juchuuu--- Ganz vor rennen, drängeln. Frauen schaffen es bei Konzerten meist leicht nach vorne. Süße Jungs, stickige Luft und wir mitten drin! Dann ging's los. Eine total durchgeknallte Vorband, deren Name mir entfallen ist, haute in die Gitarren und blökte das hüpfende Publikum an. Und dann war's vorbei. Ich hatte meine Gesundheit lange genug ignoriert. Mir wurde plötzlich schwarz vor Augen. Ich streckte meine Arme in die Höhe und schrie aus vollem Leibe "I'm sick". Ich merkte noch, wie starke Arme mich nach vorne schoben und die Securities vor der Absperrung meine Hände nahmen. Dann wachte ich in einem kleinen Zelt hinter der Bühne auf, wo mir eine nett aussehende Frau einen Becher Wasser reichte. Sie nahm noch meinen Blutdruck und nach der dritten Versicherung, dass es mir wieder besser ginge, durfte ich wieder gehen. Als Pearl Jam dann auf die Bühne kamen, war ich wieder fast so weit vorne, wie vorher. Fast. Sie lieferten einen gigantischen Auftritt, den ich bis heute nicht vergessen kann. Given to Fly wurde wenig später zu meinem absoluten Lieblingslied.

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  • 5. manu chao - minha galera

    Kennengelernt hatte ich den Song bei der netten Attac-Kommune in Dörverden, wo ich bald hinziehen wollte. Manu Chao, so wurde mir berichtet, war Gründungsmitglied von attac in Frankreich. Das fand ich schon cool. Und dann lief da eines netten Abends eben diese CD, Clandestino, und auch dieses Lied, Minha Galera. Ich fand es sehr schön. Am nächsten Tag holte mich ein guter Freund vom Bahnhof ab, wir fuhren dann zusammen nach Beckerwitz zum Sommercamp der Grünen Jugend. Eines netten abends, als wir beiden mal wieder bekifft rumblödelten, legte ich die Manu Chao ein, und drückte bei Minha Galera auf Repeat. Ihm gefiel es auch sehr gut. Am nächsten Tag waren wir ein Paar. Man könnte es also "*unser Lied*" nennen. :-)

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  • 6. Thomas D - Gebet An Den Planet

    Manchmal schicke auch ich so ein Gebet los. Immer wenn ich denke, es geht nicht mehr weiter. Wenn ich mir diese Welt anschaue, dann sehe ich manchmal nur Leid und Menschen, die anderen Menschen Leid zufügen. Oder Menschen, die sich an der Natur vergreifen, sie richtig vergewaltigen. Das macht mich wütend, traurig und ohnmächtig.

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  • 7. Nick Cave & The Bad Seeds - The Weeping Song

    Tja, manchmal steckt mensch halt so richtig tief im Sumpf. Dann bekommt mensch von der Außenwelt nix mehr mit. Dann laufen einem einfach die Tränen die Wangen runter und irgendwann weiß mensch schon gar nicht, womit das alles angefangen hat. Dann läuft die Traurigkeit wie ein grauer Schatten den lieben langen Tag mit, egal wohin es geht. Diese Zeiten gehen immer wieder vorbei, aber sie kommen auch immer wieder zurück.

  • 8. Micheal O' Suilleabhain - Woodbrook

    Als Teanager, also so mit 14, packte mich eine sehr schöne und sehr tiefe Sucht: Die Sucht nach Irland zu reisen. Mit diesem Land verband ich und verbinde ich bis heute Ruhe, grüne Weiten, so weit das Auge reicht, Schafgeblöke und eben auch diese tolle Musik. Micheal O' Suilleabhain ist dabei eine ganz besondere Auswahl: Nicht nur, weil ich die CD "The dolphin's way" von meiner Gastfamilie, die meine Begeisterung für irische Musik bemerkt hatte, zum Abschied geschenkt bekam. Nein, es ist vielmehr diese verspielte Klaviermusik, die einen für Stunden in den Bann zieht. Es fühlt sich dabei an, als würde eine warmer Strom von wohliger Energie durch den Körper ziehen.

  • 9. international pony - leaving home

    Nun ja, da Jürgen Paape mit "so weit wie noch nie" ja nun irgendwie nicht freigegeben wurde und mein Soundtrack aber echt unvollständig wäre ohne eines dieser Lieder, die ich mit meinem Sommer 2004 verbinde, kommt jetzt als Ersatz eben "Leaving Home" von International Pony. Dieser Song lief in besagtem Sommer einfach städnig in der neu entdeckten Bar 25. Aber moment, ich beginne gerade, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Ich fange lieber von vorne an: Da war dieses Festival im wunderschönen McPomm. Mein Liebster, unsere Liebsten und ich hatten es als DEN Ort ausgesucht, wo wir so richtig dolle unsere Hochzeit feiern wollten. Auf dem Festival gab es aber fast nur elektronische Musik - das war bis dahin gar nicht mein Fall! Doch das änderte sich dort so radikal, wie ich es nie für möglich geglaubt hätte! Seither liebe ich diese Musik förmlich und gehe so richtig darin auf. Nachdem wir wieder zurück in Berlin waren, wurde somit aus dem Sommer 2004 ein Sommer, der ganz der elektronischen Musik gewidmet war. So trafen wir auf die Bar 25. An der Spree gelegen, draußen und mit netten Leuten besetzt war sie an den Wochenenden immer wieder ein Anlaufort zum tanzen, quatschen und fröhlich sein. Und wie gesagt, "Leaving Home" kam irgendwie ständig, weshalb ich auch jetzt in den kalten Wintertagen freudig auf die Wiedereröffnung hoffe, wenn ich das Lied höre.

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  • 10. Virginia Jetzt! - Ein Ganzer Sommer

    Als ich das erste Mal als erwachsene Frau wegen eines Songs heulte... Früher, als Teenager, da habe ich bei bestimmten Songs immer angefangen zu heulen: bei "Everybody hurts" von REM zum Beispiel oder bei "Total Eclipse of the heart" von Bonnie Tyler. Das war immer dann, wenn mir ein Song irgendwie sehr nahe ging, mir etwas sagte, mich und meine momentane Situation berührte. Ich dachte, diese Zeit sei vorbei, ich würde wohl nicht mehr so schnell bei einem Song heulen, wie damals. Schließlich bin ich ja jetzt eine erwachsene Frau! Da sitze ich heute hier an meinem PC und surfe durch die Welt. Dabei läuft Musik, die ich Momentan sehr gerne höre, darunter Nylon, Superpitcher, Manu Chao und Adam Green. Darunter sind auch zwei Songs von Virginia Jetzt! Ein ganzer Sommer- ein nettes Lied. Leichte Kost - dachte ich bisher. Dann hörte ich mir heute zum ersten Mal an, was genau der Typ da singt und da passierte es: Eine Träne lief mir das Gesicht herunter. Und das gruseligste: Richtig demonstrativ sozusagen scheint genau in diesem Moment ein richtig heller, schöner und klarer Sonnenstrahl hier rein... "Ein ganzer Sommer" - in sofern einwichtiger Beitrag zum Soundtrack meines Lebens, als dass es das erste Lied ist, bei dem ich als *erwachsene Frau* in Tränen ausbreche.

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  • 11. Toy Dolls - Florence Is Deaf

    Du und ich, das war schon was. Wir sind zusammen losgezogen, egal wohin, wenn wir zusammen waren, dann war immer was los. Ich habe erst später gemerkt oder verstanden, was du mir wirklich bedeutet hast. Du, ich habe erst später gemerkt, wie sehr ich dich eigentlich liebte, brauchte und schätzte. Später, als ich dann fort war und du dort geblieben bist. Wir haben immer gesagt, dass wir zusammenziehen. Wir wollten sogar heiraten, waren verlobt :) die Vorstellung, mit dir verheiratet zu sein, lässt mich bis heute Schmunzeln! Das wär schon was, auch wenn es nur eine Illusion ist, eine Phantasie. 2002 war unser letztes gemeinsames Jahr. Du hattest da diese Kassette, die lief Tag ein, Tag aus. Die Toy Dolls. Wirklich Toll, die Toy Dolls, tolle toy dolls, echt tolle, also! ;) Du hast sie mir X-Mal vorgespielt und das eine Lied, das haben wir besonders oft gehört. "Ding dong", "ding dong-ding dong" - wir haben uns fast in die Hose gemacht, bei diesem Sound. "Klopf-klopf-klopf" und dann dieses "Florence?!". Wie sie klingeln und klopfen, immer ungeduldiger, immer schneller... wir haben uns auf dem Boden herumgekugelt! Beim Kongress der GRÜNEN JUGEND sind wir durch Magdeburg gelaufen und haben uns schepps gelacht, haben es immer wieder nachgespielt. Irgendwo, im Park, auf der Straße - nur du und ich wussten, was wir da taten. Alle andern haben uns für verrückt gehalten und das war das tolle daran: wir waren gemeinsam verrückt! Es war toll, jemanden zu haben, mit dem man richtig am Rad drehen konnte. Das ging nur mit dir. Dazu brauchten wir keine Drogen - dazu brauchten wir theoretisch auch keine Toy Dolls! Den einen Tag, auf KLassenfahrt in Lübeck, der längste Lachkrampf meines Lebens! Mittags, in diesem piekfeinen Restaurant ging es plötzlich los. Ich weiß gar nicht mehr, warum! Einfach so, weil wir da waren und wussten, uns kann nichts erschüttern, nein, wir sind es, die andere erschüttern werden! Dann zogen wir los, lachend. Kauften uns Wasserpsitolen, die wir demonstrativ in die Hosen steckten und liefen rum wie in 12 Uhr Mittags! Wir hätten uns sogar fast ein Kuh-Kostüm gekauft! Aber dann wären wir gestorben! Vor Lachen! Gestorben! Ich liebe dich immer noch, auch wenn ich einen anderen geheiratet habe! "Phyllis, Mary? What's it all about? - There's noooooo need toooooo shouuuuuutt! - I'm not deaf!!!!" Komm mich doch mal wieder besuchen, dann hören wir uns dieses Lied an. Ich weiß, es wird nicht sein, wie damals, aber ich liebe dich, wie damals. Das reicht doch, oder?

  • 12. Der Dritte Raum - Tanzstanze

    Angefangen hat's im Jahr 2004, da hab ich den Dritten Raum das erste Mal live auf der Fusion gesehen. Sonntag Nachmittag. Ich hatte mich an selbstgemachten Space-Trüffeln gelabt und spürte die heftigen Wirkungen eines Rausches, wie ich ihn schon ewig nicht erlebt hatte: ich lag bewegungslos auf dem Rasen. Die Bässe vom Dritten Raum wummerten in meinem Kopf und eigentlich war mir das alles viel zu doll. Doch bewegungs- und kommunikationsgestört, wie ich war, blieb mir nix anderes übrig, als das Wummern zu ertragen und zu hoffen, dass es bald vorbei ist mit dem Rausch! Die Monate danach gewöhnte ich mich an die Musik des Dritten Raum - nein: ich begann, sie zu lieben! Während unserer Flitterwochen auf Gomera hatten wir deswegen auch die CD und nen Diskman mit Boxen dabei und eines regnerischen Abends, als man nichts weiter tun konnte, als in der kleinen Hütte zu bleiben, beschlossen mein Liebster und ich, eine "Party 4 2" zu schmeißen! Einige Substanzen und wenige Stunden später tanzte ich glücklich zu den Klängen "meines" Dritten Raumes, dessen CD auf "repeat" gestellt war, und dachte mir immer nur: "Diese CD ist soooo großartig! soooo großartig!" und war glücklich. Erst nach etwa 1,5 Stunden warf ich einen Blick auf den Diskman und stellte erschrocken fest, dass nicht die ganze CD sondern nur dieses eine Lied die ganze Zeit auf repeat gelaufen war. Ich hatte es einfach nicht gemerkt! "Tanzstanze" war das und seither liebe ich es - denn es hat mir noch ein wunderbares spirituelles Erlebnis mit Gomeras Bergen und Nachthimmel beschert, auf das ich hier gar nicht weiter eingehen will... ;)

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